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Ein richtiges Urteil

#1 von Dr.Josef Haas , 13.11.2019 10:40

Ein richtiges Urteil

Manchmal gibt es aus dem EU-Bereich sogar Positives zu berichten.
Dies war zumindest am 12.November 2019 der Fall, wo der Europäische
Gerichtshof ein sehr bemerkenswertes Urteil fällte.
Aus ihm geht nämlich hervor, dass künftig ausdrücklich darauf hingewiesen werden
muss, wenn Waren aus den von Israel besetzten arabischen Gebieten stammen.
Richtigerweise wurde von den Richtern dabei darauf hingewiesen, dass "nach dem
EU-Recht Verbraucher nicht in die Irre geführt werden dürfen. Nur dann könne
der Käufer eine souveräne Kaufentscheidung treffen".
Das Urteil kam aufgrund einer jüdischen Klage aus Frankreich zustande, welche
bereits im Jahre 2016 auf den Weg gebracht worden war, um damit eine schon seit
2010 gültige Rechtspraxis auszuhebeln, welche mit dem aktuellen Urteil aber erneut
bestätigt worden ist.
Erwartungsgemäß ging "BILD" deswegen heute gleichsam in die Luft und forderte
in diesem Zusammenhang die Bundesregierung sogar ultimativ zum offenen Rechtsbruch
auf, den übrigens bereits jetzt einige hiesige Politiker ebenfalls verlangen.
Der Spruch aus Luxemburg dürfe, so ihre Argumentation, keineswegs beachtet und
umgesetzt werden, das sei man weiß Gott Israel schuldig.
Dieses Land des brutalsten Staats-Terrorismus zeigte dann, fast zeitgleich mit der Verkündung
dieser Pflicht zur Kennzeichnung von Produkten aus den von den Zionisten okkupierten Territorien,
wieder einmal sein verbrecherisches Gesicht.
Mit einer "gezielten Aktion"- man beachte diese perverse Wortwahl!- wurde Baha Abu Al Ata,
Kommandeur der palästinensischen Freiheitsbewegung Islamischer Dschihad, und seine Frau
ermordet.
Hierzulande stört das nur wenige- ein erschütternder Beweis für den in Deutschland herrschenden
grauenhaften Rassismus.
Ein arabisches Leben, das sich nicht von Israel korrumpieren lässt, zählt bei uns scheinbar gar
nichts, ist gleichsam Dreck, nur, man stelle sich bloß einmal vor, ein Israeli wäre in unseren
Breiten von Palästinensern umgebracht worden.
Unser Land fände darüber keine Ruhe mehr und die Welt stünde förmlich Kopf.
Wird aber ein Palästinenser, wie geschehen, von Israel als "lebende Zeitbombe" charakterisiert,
hat dieses zionistische Gebilde das "Recht", ihn umgehend durch Mord zu beseitigen.
Einen Benjamin Netanjahu, der diese Etikettierung ja noch viel mehr verdienen würde, in gleicher
Weise zu behandeln, stellt aber wiederum in der BRD "Volksverhetzung" dar, womit die totale
Verlogenheit einer derartigen Sichtweise nur noch einmal dokumentiert wird.
Daher stelle ich hier eine Frage einmal nur an die Muslime dieser Welt: Was macht ihr denn, angesichts
des jüngsten israelischen Verbrechens?
Warum verkehrt ihr,wie einige islamische Staaten, die sogar diplomatische Beziehungen mit Israel
unterhalten, weiter mit den Mördern an euren palästinensischen Schwestern und Brüdern?
Feige geht ihr, gerade in den Golf-Staaten, euren einträglichen Geschäften nach und lasst das Volk
von Palästina buchstäblich verrecken.
Ich rede hier, wie mir vielleicht ein Zionisten-Knecht unterstellen könnte, keiner Rache das Wort,
allerdings wäre und ist jetzt der Total-Boykott von Israel heute und in aller Zukunft ein Gebot des
Anstandes, ja islamische Pflicht.
Nach all meinen bisherigen Erfahrungen wird es dazu aber leider nicht kommen; wenn dem aber wieder
so sein wird, sollte man aber doch bitteschön feststellen, dass der Islam heute, ebenfalls wie alle anderen
Religionen, vom Gift der moralischen Verkommenheit bereits sehr stark infiziert worden ist.
Das Blut von Baha Abu Al Ata und seiner Frau schreit jedenfalls nach Solidarität mit der geschundenen
palästinensischen Nation.
Hören wir also diesen Ruf und handeln endlich danach!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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