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Neues aus Gambia - Wir konnten so viel Gutes tun

#1 von Suraya Nicola Jammeh , 01.08.2012 00:47

As-salamu alaikum, liebe Geschwister,

nun ist der Ramadan schon über 10 Tage alt. Ein Drittel ist demnach geschafft. Gerade für die Armen waren wir auch in dieser Zeit nicht untätig und haben mit euren Spendengeldern Gutes getan.
Seit unserem letzten Spendenaufruf ist viel passiert, über das ich euch gerne berichten möchte.

Das Nokunda-Frauenprojekt

Der Brunnen für die 70 Frauen und deren Familien in Nokunda ist fast fertig. Der Brunnen ist ca 9 Meter tief und hat ca 5 Meter Wasser. Jetzt wird noch der obere Rand gemauert und eine Winde installiert. Hier ein Foto vom Beginn der Arbeiten.

Beginn Brunnenbau.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Mittlerweile ist der Brunnen fertig, nur eine Umrandung für die Sicherheit von Mensch und Tier und die Winde für den Eimer fehlen noch. Auch das wurde bereits übergeben und wird zur Zeit installiert. Fotos von der endgültigen Fertigstellung folgen....

Eine liebe Freundin aus Berlin hat ca. 8 KG Samentütchen mit Salat-, Tomaten-, Kürbis-, Gurken- und vielen anderen Samen gespendet, damit die Frauen nach der Regenzeit so richtig loslegen können. Die Menschen in Nokunda sind sehr glücklich und bedanken sich auf das Herzlichste.

Brunnen-Pa.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Brunnen-tief.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Samen.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Seil-Winde.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Der kleine Sulayman Sidibeh konnte mit eurer Hilfe geheilt werden. Der Shunt konnte aus seinem Kopf entfernt werden, da kein Gehirnwasser mehr in den Kopfraum eindringt. Alhamdulillah kann der Junge jetzt wohl wieder hören, da er langsam anfängt zu sprechen. Er kann jetzt schon alle Namen der Familie sagen und ruft jetzt auch schon nach seinen Freunden. Die Familie ist überglücklich über die Fortschritte des kleinen Sulayman und bedankt sich herzlich bei allen Helfern.

Pa-Sulayman.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Seinem Vater, Pa Demba Sidibeh, unserem NGO-Manager geht es leider nicht so gut, daher auch die Verzögerung mit den Berichten. Auch ihn konnten wir nun dank eurer Spenden, wegen immer stärker werdenden Schmerzen nach Senegal zu demselben Gehirnspezialisten geschickt. Dieser hat per Scan herausgefunden, dass durch seinen Unfall in 2004, eine Wunde an der inneren Seite der Stirn zurückgeblieben ist, die immer noch in Abständen blutet. Daher das Nasenbluten und die enormen Kopfschmerzen. Da die Stelle zu nah am Gehirn ist, hat der Chirurg geraten es erst mit Tabletten zu versuchen. Nach seiner Rückkehr hat er dann 2 Wochen lang sehr starke Medikamente eingenommen. Nach dieser Zeit ging es ihm dann sehr gut und er war voller Tatendrang, bis plötzlich Eiter aus seinem Ohr nahe der Wunde floss. Von dem Moment an, ging es ihm wieder sehr schlecht, und er nimmt wieder sehr starcke Medikament ein. Die Familie und Freunde arbeiten jetzt an einer Lösung für eine Behandlung in Deutschland. Wir hoffen sehr, dass sie die finanziellen Mittel dafür erhalten. Falls jemand von euch einen Arzt kennt, der sich mit Gehirnchirurgie auskennt, bitte ich euch, mit mir Kontakt aufzunehmen. Hier ein Bild von Sulayman und seinem Vater.

Der Vater hat inzwischen eine Möglichkeit gefunden, nach Deutschland zu fliegen und insha Allah dort bei einem Gehirnspezialisten vorzusprechen. Am 9.8. wird er nach Berlin aufbrechen.

Das Geld für das Boot haben wir auch zusammen. Leider ist der Motor doch teurer als erwartet. Ein gebrauchter Motor kostet in Deutschland 2.400 €. Die Kosten für unser NGO-Büro laufen natürlich weiter (Sekretärin, Projektleiter, Strom, Telefon, etc.), die wir derzeit aus unserer Tasche bezahlen. Das Boot ist uns deshalb so wichtig, weil mit den Einnahmen aus dem Fischerboot könnten wir zum einen die laufenden Kosten unseres Büros decken und langsam mit dem Bau des Kindergartens und der Schule beginnen.

Hier nocheinmal ein Bild eines Bootes, das wir bauen wollen. Und eine Zeichnung unseres geplanten Kindergartens mit Grundschule.

Fischerboot.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Kindergarten-Zeichnung.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Für drei Schüler haben wir jetzt Schulpatenschaften gefunden: Dawda Minteh (9 Jahre, Klasse 3), Dawda Konta (16 Jahre, Klasse 10) und Serah Jallow (13 Jahre Klasse 5, sie ist die Tochter von dem blinden Mann). Die Kinder freuen sich sehr darüber, dass sie weiter zur Schule gehen können. Und wir hoffen, dass wir noch weitere Spender finden, die einem Kind ermöglichen zur Schule zu gehen.

Dawda.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

DK.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Serah.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Vor einigen Tagen erreichte uns ein Hilferuf eines blinden Mannes. Er ist vermutlich durch Zementstaub vor 5 Jahren erblindet und lebt jetzt mit zwei Töchtern, (die Frau hat ihn und die Kinder verlassen) in einer kleinen Hütte. Die jüngste Tochter, Serah, ist 13 Jahre alt und musste in der 5. Klasse die Schule verlassen, da der Vater die 12 € Schulgebühr für ein Jahr nicht mehr aufbringen konnte. Die Schule, in die Serah geht, wird für die Mädchen zu 75% vom Staat gefördert. Wer hat Lust für Serahs Familie zu unterstützen? Einige Spender haben schon Schulgeld und Hilfe für die Reparatur des Daches zugesagt. Hier hat nun die Regenzeit angefangen, und wie ihr auf den Bilder sehen könnt, hat das Dach große Löcher. Aber ihren Lebensunterhalt verdient die kleine Familie durch betteln. Mit 50 € im Monat bräuchten sie nicht mehr zu betteln und hätten genug zu essen.

Blinder Mann.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Dach BlinderMann.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Haus BlinderMann.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


Dank eurer Spenden konnten wir für 114 Familien 5 Kg Zucker und ein Paket mit 125 Teebeuteln für den ganzen Ramadan ausgeben. Hier ein Foto von der ersten Verteilung in unserem Büro.

Zucker.JPG.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Zucker1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Zucker2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Wie jedes Jahr würden wir gerne auch dieses Jahr wieder zwei Kühe zum Ramadanfest schlachten, und das Fleisch an die Armen verteilen. Für viele die einzige Fleischmalzeit in diesem Monat. Vielleicht könnten einige von euch euer Zakat ja dieses Jahr dafür spenden.

Das NGO-Team von "Help the poor and the needy" bedankt sich bei allen Spendern und wünscht sich, dass euch beim Anblick der Bilder vielleicht auch das Herz aufgeht. Für mich ist es jedenfalls die schönste Tätigkeit, mit der sich ein Mensch beschäftigen kann.

Team.JPG.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Danke, dass du diesen Text zu Ende gelesen hast. Falls es dir möglich ist, uns bei unseren Projekten zu unterstützen würden wir uns sehr freuen.


Suraya Nicola Jammeh

Help the poor and the needy e.V.


Mehr Informationen über unseren Verein in Gambia auf

www.helpthepoor.de

Kontonummer
Help the poor and the needy e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
Kto 3291200
BLZ 100 205 00


Suraya Nicola Jammeh  
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zuletzt bearbeitet 01.08.2012 | Top

RE: Neues aus Gambia - Wir konnten so viel Gutes tun

#2 von Fatima Özoguz , 01.08.2012 09:03

Mashaallah...Allah lohne euch euer Engagement. Ich frag mich halt nur, ob die in europa üblichen Samensorten für Afrika überhaupt geeignet sind? Ich habe den Eindruck, gerade Tomaten und dieses Gemüse braucht sehr viel Wasser. Einheimische Sorten vielleicht weniger?


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