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Beschädigte Tanker – eine Spurensuche

#1 von Yavuz Özoguz , 14.06.2019 10:05

Beschädigte Tanker – eine Spurensuche



Gestern am späten Nachmittag sind in der Nähe der Straße von Hormuz zwei Tanker in Brand geraten. Die USA wussten sofort, wer wen angegriffen habe. Aber der Rest der Welt wollte dem notorischen Kriegstreiber und Lügenverbreiter nicht ohne Weiteres glauben. Entsprechend vorsichtig waren die ersten Meldungen und haben sich mit dem Worten „mutmaßlich“ und „offenbar“ abgesichert: „Mutmaßliche Angriffe auf Öl-Tanker - Vor der iranischen Küste im Golf von Oman sind offenbar zwei Tanker angegriffen worden. Beide Schiffe konnten evakuiert werden. Unklar bleibt, von wem die Handlungen ausgingen.“ [1] Die Süddeutsche fragt dann auch: „Waren es Granaten? Torpedos? Haftminen?“ [2] Bei den zwei betroffenen Tankern handelt es sich um die Front Altair und die Kokuka Courageous.

Die Front Altair war mit Naphtha im Hafen der Emirate namens Ruwais beladen worden und auf dem Weg nach Taiwan. Auf dem Schiff soll es gleich drei Explosionen gegeben haben. Die Kokuka Courageous wurde über der Wasserlinie getroffen, was einen Torpedobeschuss ausschließt. Die Reederei vermute Haftminen. Normale Torpedos oder Anti-Schiffsraketen, über die alle Streitkräfte in der Region verfügen, hätten die Schiffe problemlos versenkt. Das war aber offensichtlich nicht die Absicht der Angriffe. Die Kokuka Courageous hat japanische Eigner und die Explosionen erfolgte ausgerechnet während des Treffens des japanischen Regierungschefs mit Imam Chamenei. Das Schiff wurde von einer deutschen Reederei gechartert und fuhr unter philippinischer Flagge. Der Tanker kam vom saudischen Hafen al-Jubail, wo Methanol geladen worden war. Der Chemikalientanker sei gleich zwei Mal angegriffen worden. Die erste Attacke habe ein Feuer im Maschinenraum verursacht, welches die Crew habe selbst löschen können. Drei Stunden später sei das Schiff erneut angegriffen worden. Daraufhin habe die Crew es verlassen. [3]

Die Neue Züricher Zeitung vermutet, dass iranische „Hardliner“ einen Alleingang gegen die eigene Regierung ausgeführt habe [4]. Dafür gibt es weder aktuell noch historisch irgendeinen Beleg. Merkwürdig aber erscheint, dass keine einzige der westlichen Medien auf die Idee kommt, dass US-Hardliner einen Alleingang gegen die eigene Regierung ausgeführt haben könnte. Denn dafür gibt es sowohl historisch als auch aus der jüngeren Vergangenheit hinreichend Belege.

Einen gewissen Unterhaltungseffekt hat das „Beweisvideo“, dass die USA in der Nacht veröffentlicht haben [5]. Es soll angeblich beweisen, dass iranische Revolutionsgarden eine Haftmine von einem der Schiffe entfernt hat, weil diese nicht explodiert sei, um Spuren zu verwischen. Spätestens an dieser Stelle hätte jeder Fachmann bzw. Fachjournalist aufhorchen müssen, denn ganz offensichtlich liegen hier gravierende Manipulationen vor. So dilettantisch jenes Boot an das Schiff heranfährt, hätte es selbst eine Explosion fürchten müssen, zumal jene Mine unberechenbar sein müsste, da die benachbarten explodiert sind und sie selbst – trotz der Erschütterung – intakt war. Zudem, welchen Sinn soll es machen, eine Haftmine wieder zu entfernen? Wenn es sich um eine bestimmte Bauart handelt, beweist das gar nichts, denn die USA verfügen sicherlich über hinreichend Material für einen False-Flag Angriff. Und einen Ausweis hat sicherlich kein iranischer Marinesoldat in der Mine vergessen. Jene Entfernungsaktion macht eigentlich nur dann Sinn, wenn man dem Gegner Beweismaterial liefern will, dass man selbst schuldig ist und gleichzeitig so blöd, dass man annimmt, das werde nicht gefilmt in einer Meerenge, in der die Schiffe fast miteinander kollidieren. Bei der Qualität des Materials könnte es sich aber auch um eine DLRG-Übung in der Ostsee handeln.

Das Nachrichtenvideo von n-tv selbst ist voller eindeutiger Lügen. Oberlügner und US-Außenminister Mike Pompeo behauptet in dem Video, dass kein anderes Land in der Region die Fähigkeit und Professionalität habe, solch einen „Angriff“ auszuführen. Das ist deshalb eine glatte Lüge, da auch die USA dort mit ihren modernsten Geräten umherfahren. Zudem kamen beide Schiffe aus von den USA geschützten und bewachten Häfen. Eine Haftmine an einem Schiff anzubringen, dass im Hafen angelegt hat, dürfte auch die heutigen US-Militärs nicht überfordern.

Weiter wird in dem Video behauptet, dass der Ölpreis sofort angestiegen wäre und dass der deutsche Autofahrer das schon bald zu spüren bekommen würde. Das ist deshalb so merkwürdig, weil der Preis für ein Fass um die 60 $ herumdümpelt, während er im Oktober 2018 noch bei über 80 $ lag. Selbst Ende April 2019 lag er noch bei über 75 $. Der Preis ist also nicht besonders hoch, sondern eher sehr tief. Könnte auch darin ein Motiv für jene Angriffe stecken?

An dieser Stelle darf auch die Frage gestellt werden, wer ein Interesse daran hat, dass ein Tanker japanischer Eigner ausgerechnet in dem Moment explodiert als nach vier Jahrzehnten erstmalig wieder ein japanischer Regierungschef den Iran besucht und von Imam Chamenei empfangen wird. Hätte Iran den Gast düpieren wollen, hätte Imam Chamenei ihn ganz einfach nicht empfangen. Der deutsche Außenminister kann sicherlich ein Lied davon singen.

Die USA beschuldigen ohne Einschränkungen – und ohne Beweise – den Iran hinter den Angriffen zu stecken. Der Iran hingegen beschuldigt niemanden, denn sie haben keine Beweise, obwohl vieles auf die USA und ihre Verbündeten als Drahtzieher hinweisen.

Am heutigen morgen berichtet n-tv: „Japanischer Tanker-Betreiber bestreitet Torpedo-Angriff“ [6]. Die Besatzungsmitglieder hätten noch vor der Explosion "fliegende Objekte" gesehen. Sollte es dem Iran gelungen sein, fliegende Haftminen zu erfinden? Unmittelbar unter dem n-tv Artikel gibt es einen weiteren Artikel mit dem Titel: „Saskia Fischer schreibt Kinderbuch über Kacke“. Manchmal treibt der Zufall aufschlussreiche Blüten.

Sicherlich könnte man an dieser Stelle wieder sämtliche Argumente aus der Vergangenheit widerholen, in denen die USA als „großer Satan“ [7] gebrandmarkt wird. Aber das fängt an langweilig zu werden. Tatsächlich sind in der Region nicht zwei langsame Tanker getroffen worden, sondern ein besonders schwerfälliger Riesentanker: Die USA sind am Ende! Schon bald könnte das Land genau so auseinanderfallen wie einstmals die UDSSR. Doch was nützt das dem Einzelnen?

In der Auseinandersetzung des jeweiligen „Moses“ der eigenen Zeit mit dem „Pharao“ der eigenen Zeit gibt es zwei Methoden, Moses zu erkennen. Entweder man kennt Moses selbst. Das aber ist den meisten Menschen nicht vergönnt. Oder aber man kennt Pharao, denn den kennen alle! Dann braucht man nur noch zu schauen, welche Person, die zu Gott aufruft und die Heiligen ehrt (wie z.B. Jesus) vom Pharao am heftigsten bekämpft wird. Wer sich selbst retten will, stellt sich auf die Seite von Moses, damals wie heute. Die USA wird es eines Tages genau so wenig geben, wie das Weltreich eines Alexander oder das Römische Imperium. Aber die eigene Seele ist für die Ewigkeit erschaffen worden.

[1] https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sen...tanker-100.html
[2] https://www.sueddeutsche.de/politik/golf...ebiet-1.4485381
[3] https://www.sueddeutsche.de/politik/golf...ebiet-1.4485381
[4] https://www.nzz.ch/international/vorfall...ehne-ld.1488800
[5] https://www.n-tv.de/politik/USA-veroeffe...le21085047.html
[6] https://www.n-tv.de/der_tag/Der-Tag-am-F...le21085035.html
[7] http://www.eslam.de/begriffe/g/grosser_satan.htm


Yavuz Özoguz  
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zuletzt bearbeitet 14.06.2019 | Top

RE: Beschädigte Tanker – eine Spurensuche

#2 von Dörte Donker , 14.06.2019 18:12

Man muss nur die seit den Römern bekannt Frage stellen: Wem nützt es?

Wer noch Probleme hat zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, dem sei hier geholfen

http://www.initiative.cc/Artikel/2010_02_13_kriege_usa.htm

Oder auch hier:

Mexican-American War 1846-1884 ………………….21.000
Spanish-American War 1898 …………………………20.000
Philippine-Ameri. War1899-1902 ……………………250k – 1Mil
The boxer Rebellion 1900 ……………………………..13.000
The Moro Wars 1901-1913 ……………………………250.000
Panamanian Revolution1903 …………………………600.000
The Banana Wars 1900-1933 ……………………..…Unknown
The Korean War 1950-1953 …………………………..2-3 Mil
The Vietnam War 1963-1975 …………………….……2-5 Mil
U.S. Intervention in Lebanon 1958 ……………………2.000
Dominican Intervention 1995 ………………………..…6.000-10.000
U.S. Libya Conflict 1981, 1986 …………………………
Lebanon 1982-1984 …………………………………….17.000
U.S. Inva. of Grenada 1983 …………………………….23.000
Operation Earnest Will 1987-1988 ……
U.S. Invasion of Panama 1989 ………………………..300.000
Operation Desert Storm 1991 …………………………100.000
U.S. Inter. in Somalia 1992-1994 …………………….300.000
Intervention in Bosnia 1994-1995 ……………………400.000-500.000
Kosovo War 1999 ………………………………………..…5.000
Afghanistan War 2001-……………Unknown ( DD estimation 10.000 )
Operation Iraqi Freedom 2003-……… ………………>1Mil


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RE: Beschädigte Tanker – eine Spurensuche

#3 von Yavuz Özoguz , 14.06.2019 19:30

Hier gibt es auch noch ein aufschlussreiches Video zum Thema

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RE: Beschädigte Tanker – eine Spurensuche

#4 von Yavuz Özoguz , 14.06.2019 20:26

Und Trump muss seiner Natur entpsrechend wieder lügen und sich - und die USA - vor der ganzen Welt lächerlich machen!

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RE: Beschädigte Tanker – eine Spurensuche

#5 von Dr.Josef Haas , 14.06.2019 20:47

Wie stets- eine aufschlussreiche Analyse!
Die USA betreiben ja nicht erst seit heute eine verbrecherische Außenpolitik
und bedrohen damit all die Völker,welche sich ihr verschließen.
Dazu benötigen sie aber immer eine Bevölkerungsmehrheit in ihrem eigenen
Land.
Diese wird wiederum systematisch getäuscht und mit dem Argument, die andere
Seite hätte einen Kriegsgrund geliefert, hinters Licht geführt.
Dabei scheuen sich die in US-Amerika das Sagen habenden Kräfte nicht, selber
die Kriegshandlungen zu begehen, mit denen angeblich die Vereinigten Staaten
von anderen Ländern bedroht werden.
So wurde bereits 1898 im Hafen von Manila ein amerikanischer Zerstörer von der
eigenen Marine torpediert und dann das Ganze den Spaniern in die Schuhe geschoben,
um für einen Krieg mit diesem Staat einen Vorwand zu bekommen.
1964 geschah das Gleiche im Golf von Tonking gegenüber Nordvietnam, wo die USA
Hanoi einen Überfall auf amerikanische Kriegsschiffe unterstellten, den es aber
tatsächlich nie gegeben hatte.
Die Fälschungen der Washingtoner Administration in Sachen Irak und Afghanistan sind
ja noch in der Erinnerung geblieben.
All dies dürfte vielen hierzulande sogar- zumindest in Ansätzen- bekannt sein.
Zahlreiche "Wissende" schweigen aber dennoch dazu, um sich nicht irgendwelchen
gesellschaftlichen Nachteilen auszusetzen.
Nach diesem inzwischen schon sattsam bekannten Verbrecher-Schema läuft nun auch die
Kriegsvorbereitung gegen den Iran, dem ja keineswegs nur Trump mit Hass gegenübersteht.
Es ist vielmehr eine breite gesellschaftliche Übereinkunft in den Staaten darüber vorhanden,
die revolutionäre Staatsführung in Teheran zu stürzen .
Der dortige Regime-Wechsel soll dann dort ein Regime etablieren, das wie zu Zeiten des
Schahs, den USA eine hemmungslose Ausbeutung der iranischen Bodenschätze ermöglicht.
Zur Erreichung dieses widerwärtigen Ziels ist den USA kein Mittel zu schmutzig.
Die jüngsten Provokationen im Golf von Oman beweisen dies ja in aller Deutlichkeit.
Genauso schlimm wie diese amerikanische Kriegsvorbereitung ist und bleibt allerdings
die Rolle jener "islamischen" Staaten vom Schlage Saudi-Arabiens, die hierbei mit den
Kriegsverbrechern in Washington und den zionistischen Expansionisten gemeinsame Sache
machen.
Die warten ja schon jetzt ungeduldig darauf, um sich ebenfalls am geplanten Überfall auf
den Iran und seine Menschen beteiligen zu können.
Sollte dies dann tatsächlich geschehen, wäre dann aber neben diesem Land auch der Islam der
Leidtragende, denn er würde durch jene Kollaboration von Muslimen mit anti-islamischen
Kräften für alle Zukunft unheilbar geschädigt.
Möge man daher gerade diesen Aspekt stets im Auge behalten, denn auch er ist von höchster
Wichtigkeit!

Dr.Josef Haas  
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