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Berliner Heuchelei

#1 von Dr.Josef Haas , 26.03.2019 09:31

Berliner Heuchelei

Der Nahe Osten genießt derzeit wieder einmal allgemeine Aufmerksamkeit.
Selbstverständlich nicht wegen der Ermordung dreier Palästinenser durch
israelische Soldaten am vergangenen Wochenende.
Deren Leben zählt ja, beispielsweise bei den deutschen Regierungsstellen,
wenig oder gar nichts.
Das Mitleid unserer Regierenden gilt- stattdessen- allein den Verletzten eines
Raketenangriffs der palästinensischen Freiheitsbewegung Hamas auf die
israelische Siedlung Mischmeret.
Dort wurden sieben Menschen in ihrer Gesundheit beeinträchtigt, was das offizielle
Berlin dazu veranlasste, die Hamas aufzufordern, "ihre Angriffe umgehend einzustellen."
Demgegenüber kein Wort der Trauer für die von Israel umgebrachten Palästinenser,
aber man kennt ja diese Ungleichbehandlung menschlichen Lebens durch die BRD
schon seit Jahr und Tag.
Sie gleicht damit durchaus der Zionistenhilfsorganisation AIPAC (American Israel
Public Affairs Committee), die derzeit in Washington ihre Jahrestagung abhält und mit ihren
mehr als 100.000 Mitgliedern in des Wortes buchstäblichster Bedeutung alles daransetzt, das
in den USA nicht das geringste Mitleid für die von ihrem so innig geliebten Israel ermordeten
Palästinenser entsteht.
Dafür sind ihr alle Mittel recht.
Der AIPAC-Einfluss ist dabei mittlerweile schon so groß geworden, dass 26 von insgesamt 50
amerikanischen Bundesstaaten bereits Gesetze erlassen haben, welche die Boykottaktionen
gegen das zionistische Gebilde schwächen sollen.
Beispielsweise müssen, wie die marxistische Tageszeitung "junge Welt" in ihrer heutigen Ausgabe
mitteilt, "nicht nur Firmen, die Staatsaufträge erhalten wollen, sondern auch Selbständige, wie
etwa Therapeuten und Lehrer eine Verpflichtungserklärung unterschreiben, sich nicht an Boykotten
zu beteiligen."
Die von dieser Organisation inzwischen stark beeinflussten Republikaner haben, der gleichen Quelle
zufolge, darüberhinaus "alle Universitäten, die staatliche Finanzunterstützung erhalten, zur
rechenschaftspflichtigen Unterdrückung antisemitischer Aktivitäten verpflichtet."
Damit ist dann wiederum die Ächtung jedweder Israel-Kritik gemeint.
Man sieht, das um seine Freiheit kämpfende palästinensische Volk steht einer scheinbar übermächtigen
Front von Erfüllungsgehilfen des terroristischen Zionismus gegenüber.
Um so wichtiger wäre daher zumindest die islamische Solidarität mit ihm.
Wie es damit aber in der Wirklichkeit beschaffen ist, möge ein jeder selber beurteilen!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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