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Ein moralischer Mord

#1 von Dr.Josef Haas , 15.02.2019 12:09

Ein moralischer Mord

Die Überschrift klingt polemisch und schrill, doch sie ist - leider- belegbar.
Tatort dafür war Warschau, wo Polen, führender Helfershelfer der USA in
Europa, eine sogenannte "Nahost-Konferenz" veranstaltete.
Die hatte allerdings alles andere als eine sachliche Analyse der derzeitigen
Verhältnisse in dieser Krisen-Region im Sinn, sondern widmete sich stattdessen
allein einem Land, dem der ganze Hass der dortigen Hauptakteure aus Washington
und Tel Aviv gilt, also dem Iran.
Dafür sorgte an der Weichsel neben dem bei derartigen Anlässen unvermeidbar
anwesenden Netanjahu vor allem der amerikanische Vizepräsident Mike Pence.
Dieser besaß sogar die Frechheit, Teheran die "Vorbereitung eines neuen Holocausts"
zu unterstellen.
Die Erwähnung einer derartigen Absicht stellt bekanntlich heutzutage eine verdeckte
Kriegserklärung dar, was man im davon betroffenen Land bitteschön auch so klar zur
Kenntnis nehmen sollte.
Nach aller historischen Erfahrung wird damit- einmal mehr- klar ersichtlich, wo in
unseren Tagen die Menschheitsverbrecher zu finden sind: In Washington und Tel Aviv.
Wie schon erwähnt, war in der polnischen Hauptstadt auch der "Ministerpräsident"
des zionistischen Gebildes, Benjamin Netanjahu, vertreten.
Der gefiel sich dort natürlich wieder einmal in seiner traditionellen Rolle als
Kriegstreiber gegen die iranische Revolution.
Für die konkrete Umsetzung seiner verbrecherischen Pläne buhlte er dort dann
vor allem auf abstoßende Weise um die Gunst Saudi-Arabiens, was ihm selbstverständlich
das Sonderlob von dessen Hauptverbündeten USA eintrug.
Der saudische Verrat an der islamischen Solidarität ist ja inzwischen sattsam bekannt.
Für dessen moralische Legitimation soll aber wohl mittlerweile eine Unterstellung des Herrn
Pence sorgen, welche die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" auf ihrer Titelseite vom
15.Februar untergebracht hat.
Der Washingtoner Spitzenpolitiker log sich in Warschau nämlich die Behauptung von einer
"beabsichtigten Holocaust-Wiederholung durch den Iran" zurecht.
Man ist ja von seinem Brotgeber Donald Trump schon jede Menge Schwach- und Unsinn
gewöhnt, aber selbst dieser Präsident, für dessen moralische Charakterisierung nur noch
Verbalinjurien geeignet zu sein scheinen, schreckte bislang vor einer derartigen Verleumdung
des Iran zurück.
Dieser Staat, der mehr als die leider all zu oft instrumentalisierten sechs Millionen jüdischen
Vergangenheitsopfer durch den britischen Hungerterror an damaliger Einwohnerschaft verlor,
hat es wahrlich nicht verdient, von einer solchen Kreatur wie Pence angespuckt zu werden.
Ohne, dass er es wahrscheinlich geistig zu erfassen vermag, mordet dieser Mann aus USA damit die
in der Geschichte zu Millionen umgebrachten Juden zum zweiten Mal, denn der Vergleich des Iran
mit ihnen stellt eine Leichenfledderei schlimmsten Ausmaßes dar.
Trauriger Beleg dafür, wie stark die Kriegsbrandstifter und moralischen Verbrecher derzeit dieses
Land bedrohen.
Ihnen im übertragenen Sinn aufs Maul zu schlagen, war, ist und bleibt infolgedessen eine Hauptaufgabe
all der Menschen, für welche die Gerechtigkeit auf dieser Erde noch einen moralischen Wert darstellt!

Dr.Josef Haas  
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