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Traurig, aber wahr

#1 von Dr.Josef Haas , 18.12.2018 22:32

Traurig, aber wahr

Das zu Ende gehende Jahr 2018 - was hat es Palästina tatsächlich gebracht?
Diese Frage soll, ja muss man sich stellen, wohl wissend, dass die Antwort
sehr traurigen Inhaltes sein wird.
Hier ist natürlich einmal an die hunderte von Toten zu erinnern, welche dem
Terror der israelischen Soldateska zum Opfer gefallen sind.
Darüber hinaus ist - selbstverständlich- auch der Verrat sogenannter
"islamischer" Staaten zu nennen, welche, wie etwa Oman, dem zionistischen
Regime beispielsweise Überflugrechte über ihr Territorium gestatten.
Genauso bleibt die verstärkte USA-Unterstützung für Israel erwähnenswert, die
sich seit der Machtübernahme von Donald Trump in Washington noch weiter
verstärkt hat.
Diese, hier nur stellvertretend für so vieles andere, ins Blickfeld gerückten
Tatsachen dokumentieren das Leid des palästinensischen Volkes, das sich leider
auch in diesem Jahr nicht reduzierte.
Ganz im Gegenteil!
Es wurde noch viel größer.
Infolgedessen, und fast ein Umkehrschluss, stieg seine Kampfbereitschaft und
-entschlossenheit.
Sie noch weiter zu intensivieren, bleibt denn auch 2019 eine unbedingte
Notwendigkeit.
Denn nur der Einsatz a l l e r Mittel gegen den Aggressor Israel kann, wenngleich
erst irgendwann einmal in der Zukunft, die Befreiung dieses so tapferen Volkes
aus den Klauen der Okkupanten bringen.
Eine Verpflichtung für seine Freiheitsbewegungen Hamas und Hizb´Allah, niemals
zu kapitulieren, sondern stattdessen die Auseinandersetzung mit dem Todfeind
Israel immer und überall zu suchen.
Und wenn dabei auch noch so viele der Besten Palästinas fallen werden- es ist und
bleibt der einzige Weg, diesem Land die so lang ersehnte Freiheit zu bringen!

Dr.Josef Haas  
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RE: Traurig, aber wahr

#2 von Yavuz Özoguz , 19.12.2018 08:29

Zitat
Denn nur der Einsatz a l l e r Mittel gegen den Aggressor Israel kann, wenngleich
erst irgendwann einmal in der Zukunft, die Befreiung dieses so tapferen Volkes
aus den Klauen der Okkupanten bringen.



Als Muslime sind wir niemals für den Einsatz "aller" Mittel. Jemand, der sich für Wahrheit und Wahrhaftigkeit einsetzt, darf auch nur wahre und wahrhaftige Mittel nutzen. Aber das haben Sie sicherlich auch so gemeient!

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RE: Traurig, aber wahr

#3 von Dr.Josef Haas , 19.12.2018 15:38

Gerne will ich auf die von Herrn Dr. Özoguz im Zusammenhang mit meiner Forderung, a l l e Mittel
des palästinensischen Volkes in seinem Befreiungskampf einzusetzen, gestellte Frage antworten und
diese meine Aussage nachfolgend konkretisieren.
Ich meine damit- dies sei zunächst hier klar gestellt- keinen individuellen Terror, ganz gleich in welcher
Form. Wohl aber den Einsatz militärischer Mittel.
Übrigens gestattet das Völkerrecht dies einem unterdrückten Volk schon seit langer Zeit.
Heute wird in Frankreich oder auf dem Balkan der ungemein blutige Formen angenommene Guerilla-
Krieg gegen die damalige deutsche Besatzungsmacht heroisiert und verherrlicht.
Was ist denn da anderes geschehen als der Einsatz militärischer Mittel?
Allerdings entscheidet über deren Zulässigkeit heute allein die "Westliche Wertegemeinschaft", insbesondere
USA und Israel.
Was gegen sie gerichtet ist, wird selbstverständlich als "illegal" und "terroristisch" bezeichnet, findet
die gleiche Aktion allerdings durch die beiden genannten Staaten statt, ist und bleibt sie "legitim".
Natürlich- und dies ist keine Ironie!- bleibt es richtig, dass "jemand, der sich für Wahrheit und Wahrhaftigkeit
einsetzt, ... nur wahre und wahrhaftige Mittel nutzen" darf.
Die werden aber, die Geschichte Palästinas seit 1948 beweist es auf niederschmetternde Weise,nicht allein seine
Befreiung herbeizuführen vermögen.
Übrigens haben sich selbst die damaligen jüdischen Einwanderer, welche in der Zwischenkriegszeit und danach
in dieses Land kamen, sehr stark im militärischen Einsatz engagiert.
Was soll denn also falsch daran sein, wenn sich deren heutige Opfer auf gleiche Art und Weise wehren?
Sie müssen mir beileibe nicht zustimmen, dies erwarte ich auch keinesfalls, aber dennoch sollten Sie
Realist sein, Realitäten sehen und schauen, wie man diese im Sinne der geschundenen Palästinenser
verändern kann.
Allein sich mit dem "Prinzip Hoffnung" oder frommen Theorien zu bewaffnen, hilft hier allerdings nicht viel weiter!

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Wir müssen aber die Gesetze Deutschlands einhalten!

#4 von Yavuz Özoguz , 19.12.2018 16:00

Lieber Herr Dr. Haas,
so sehr ich Ihre inhaltlichen Ausführungen verstehe, so sehr bitte ich darum, die Mittel, die uns zur Verfügung stehen nicht selbst zu zerstören. Dazu ein Beispiel: 1983 war der Libanon besetzt durch u.a. US-Truppen. Ein libanesischer Widerstandskämpfer hat durch eine militärische Aktion die USA vertrieben. Jene Aktion wird heute noch als "Terroranschlag" bezeichnet z.B. in Wikipedia. Meine gütige Ehefrau hat vor ca. 15 Jahren (so genau weiß ich es nicht mehr) jene Tat als Befreiungstat in einem Forum gelobt. Daraufhin wurde durch die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen sie eröffnet wegen Befürwortung einer Straftat. Das Ermittlungsverfahren wurde bis heute nicht eingestellt, damit wir niemals unsere Anwaltskosten vom Staat zurückerhalten. Das ist die Realität in dem besetzten Land, dessen Staatsbürger wie beide sind.

Nun stellt sich die Frage was an welcher Stelle zu schreiben und zu diskutieren sinnvoll, hilfreich oder schädlich ist. Ist es wirklich hilfreich den Palästinenesern von hier sagen zu wollen, was sie alles zu tun haben, auf Kosten eines Schadens, den die Sympatisanten der Palästineneser hier erlangen können? Sie kennen doch Ihr Land! Also lassen Sie uns bei dem bleiben, was wir alle vorbehaltlos unterstützen: Wahrhaftige Ziele können nur mit wahrhaftigen Mitteln erlangt werden. Wenn Deutschland eines Tages befreit ist, können wir weiterdiskutieren. Dazu gibt es - so Gott will - ein sehr interessantes Interview mit einem iranischen Poiitiker am Freitag im Muslim-Markt.


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zuletzt bearbeitet 19.12.2018 | Top

RE: Wir müssen aber die Gesetze Deutschlands einhalten!

#5 von Dr.Josef Haas , 19.12.2018 21:41

Habe eben, lieber Herr Dr. Özoguz, Ihre jüngsten Ausführungen gelesen.
Ich kann sie durchaus verstehen und nachvollziehen.
Und das ist ja das Entscheidende!
In diesem Sinne wollen wir, wenn auch manchmal auf unterschiedliche Weise,
unsere Anstrengungen fortsetzen, den Menschen Palästinas ein klein wenig zu
helfen!

Dr.Josef Haas  
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