Muslim-Forum
Willkommen im Forum der Muslime für deutschsprachige Gottesehrfürchtige

Alle Autoren des Forums zeichnen mit ihrem realen Namen



Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

#1 von Yavuz Özoguz , 09.05.2018 12:37

Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

Dankbarkeit gehört zu den Grundtugenden eines jeden gottesehrfürchtigen Menschen, aber zusätzlich dazu gibt es beim Vertragsbruch der USA noch einige weitere Faktoren, die mich dankbar sein lassen.



• Der wahre verbrecherische Charakter der USA wird auch für seine befreundeten Staaten und deren Völker immer deutlicher.

• Die hörige durch die Verbrechen der USA und Israel völlig entsachlichte und wahrheitsferne Berichterstattung westlicher Presstutierter wird für immer mehr Menschen deutlich. So handelt es sich bei dem neuerlichen Völkerrechtsbruch – man darf es auch Völkerrechtsverbrechen nennen – nicht um einen „Austritt“, wie es die allermeisten Presstituierten titulieren, sondern um einen verbrecherischen Vertragsbruch! [1] Wäre der Verbrecher nicht eine sogenannte Veto-Macht, würde die UNO ihn bestrafen.

• Im Iran gab es immer noch einige Anhänger der westlichen Welt, zumindest Europas, die den wahren Charakter des größten Raubzugs der Geschichte [2] bis heute nicht erkannt haben oder nicht erkennen wollen. Daher haben sie z.B. versucht zur Modernisierung der eigenen zivilen Luftfahrtflotte Airbus zu kaufen. Als die USA es den Europäern verboten hat und darauf bestanden hat, dass auch bei Boeing eingekauft werden muss, ließen jene iranischen Politiker sich demütigen. Wer aber zulässt, dass das eigene Volk von den USA und/oder Israel gedemütigt wird, der wird immer schlimmere Demütigungen hinnehmen müssen. Jetzt ist der 40-Mrd-Dollar-Deals für Airbus und Boeing im Iran geplatzt [3]. Russland und China bauen auch Passagierflugzeuge! Und Asien wird sich in Unabhängigkeit viel besser entwickeln als in Ketten des USraelischen Kapitalismuswahns.

• Die französische PSA-Peugeot Gruppe konnte im letzten Jahr nur mit Hilfe des starken Geschäfts im Iran seine Verkäufe weltweit steigern [4]. Jetzt müssen die Franzosen sich entscheiden zum Wohl der eigenen Wirtschaft und Bevölkerung zu agieren oder als Handlanger der US-Verbrechen zum Schaden der eigenen Bevölkerung.

• Iran ist nicht der einzige Staat, der völkerrechtsverbindliche Abkommen mit den USA verhandelt und abgeschlossen hat. Die USA haben jetzt bewiesen, dass jegliches Abkommen mit den USA das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt wird, da es jederzeit von den USA zerrissen werden kann. Nur noch idiotische Vertreter der eigenen Bevölkerung oder völlig US-hörige Masochisten werden mit den USA verhandeln.

• Die USA und Israel streben inzwischen ganz offen einen „Regime-Change“ im Iran an [5], obwohl allein dieses Streben bereits ein Völkerrechtsverbrechen ist. Ich bin gespannt, welcher der beteiligten Staaten am Ende wirklich einen „Regime-Change“ erleben wird.

• Das Abkommen wurde nicht erst gestern von Trump zerrissen. Es war von Anfang an eine Farce. Obwohl die USA zugesagt hatten, dass zumindest ein Teil der Sanktionen aufgehoben werden würden, ist das faktisch nie geschehen. Keine Bank in Deutschland ist bereit, Gelder in den Iran zu überweisen, da sonst Sanktionen der USA drohen. Ohne Geldtransfer ist aber auch kein effektiver Handel möglich. So gab es nur ein Nischendasein für wenige Produkte, die mit staatlicher Genehmigung in den Iran ausgeführt werden konnten, deren Export aber dem Exporteur mehr genützt hat als dem Iran, wie Kosmetika oder Malzgetränke, die als Halal-Bier von einer bestimmten Klientel konsumiert worden ist. Die Heuchelei ist jetzt in offenkundige Feindschaft verwandelt worden.

• Die gesamte Menschheit muss die Chance erhalten, zwischen richtig und falsch, zwischen gut und böse zu unterscheiden, damit die eigene Verantwortung umso schwerer wiegt. Die USA haben hunderte Male fremde Länder angegriffen. Sie verfügen über dutzende Militärbasen in der Region und einen Militärhaushalt, der größer ist als ganz Asien inklusive Russland, China und Iran zusammen. Die islamische Republik Iran hat noch nie ein Land angegriffen. Israelische Militärs haben schon dutzende Male iranische Soldaten ermordet, als diese z.B. im Einsatz gegen IS waren. Erst letzte Nacht haben sie wieder neun Iraner ermordet. Iranische Militärs haben noch keinem einzigen Israeli Schaden zugefügt. All das muss jeder Mensch erfahren, bevor er eines Tages vor seinem Schöpfer erklären will, warum er die USA und Israel gegen den Iran unterstützt hat.

• Deutschland unterstützt in einer kaum nachvollziehbaren Vasallentreu das USraelische Gebilde als Staatsdoktrin. Die Unterstützung eines rassistischen Apartheidsregimes widerspricht genauso den deutschen Werten wie die Unterstützung eines Völkerrechtsverbrechers. Da die amtierenden deutschen Regierungen beides seit Jahren praktizieren, muss die Bevölkerung in Deutschland die Chance erhalten zu erkennen, wen die deutsche Politik gegen die eigenen Überzeugungen unterstützt und warum.

• Die zunehmende Feindschaft der westlichen Welt gegenüber dem Islam und den Muslimen in der Region und sogar in den eigenen Ländern zwingt die Muslime zu einer Einheit, zu der sie aufgrund der Verpflichtung ihrer Religion bisher wenig zu bewegen waren.

• Aufgrund des Abkommens mussten die Iraner in allen ihren Nachbarländern wie Afghanistan und Irak bei der Bekämpfung und Verfolgung von Terroristen äußerst vorsichtig agieren um den USA keinen Vorwand für den Vertragsbruch zu liefern. Das war allein schon deshalb so schmerzhaft, weil die Iraner sehr gut wissen, dass ein Großteil des Terrors in der Region von den USA und Israel initiiert sind. Jetzt entfällt jegliche Rücksicht und sämtliche in Verbrechen verwickelte US-Soldaten in der Region müssen fortan in Daueralarmbereitschaft leben.

• Die Heiligkeit seiner Zeit zu erkennen ist eine der schwierigsten Aufgaben für Menschen, die in einem rein westlichen und materialistischem Umfeld groß werden. Doch die extremen Übertreibungen der Führungsmacht des Westens und die extreme Feindschaft gegen Imam Chamenei zwingen geradezu alle friedliebenden Menschen auch einmal die Schriften und Reden dieser heiligen Person aus erster Quelle zu studieren. Und wer die Gelegenheit bekommt, diesen Menschen aus erster Quelle zu studieren wird angezogen von der Faszination der Heiligkeit, völlig unabhängig davon, welcher Religion er angehört. Der US-Vertragsbruch erfolgte kurz vor dem Beginn des Monats Ramadan. Das wird die Bindung der Fastenden zu der Heiligkeit unserer Zeit stärken.

Das sind nur einige wenige der vielen Gründe, warum ich dankbar bin. Sicherlich gibt es noch viel mehr Gründe. Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Licht, denn alle Dankbarkeit ist vom Herrn der Universen.

[1] https://www.rubikon.news/artikel/der-vertragsbruch
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Der_gr%C3%..._der_Geschichte
[3] https://www.n-tv.de/wirtschaft/wirtschaf...le20425639.html
[4] https://deutsche-wirtschafts-nachrichten...echsen-im-iran/
[5] https://offenkundiges.de/die-usa-wollen-...-allen-mitteln/


Yavuz Özoguz  
Yavuz Özoguz
Beiträge: 810
Registriert am: 27.12.2011

zuletzt bearbeitet 10.05.2018 | Top

RE: Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

#2 von Dr.Josef Haas , 09.05.2018 21:34

Gerade in der durch die verantwortungslose Handlungsweise der USA angeheizten Situation, bin
ich Ihnen für Ihren Beitrag sehr dankbar, denn durch ihn wird ja der verbrecherische Charkater
der amerikanischen Politik in jeder Weise aussagekräftig ins Blickfeld gerückt.
Dass den Vereinigten Staaten "jegliches Abkommen das Papier nicht wert ist, auf dem es
gedruckt wird", steht dabei gerade jetzt nach dem neuerlichen Rechtsbruch aus Washington
vollkommen außer Frage.
In diesem Zusammenhang haben Sie, wie ja bereits in der Vergangenheit geschehen, die absolute
Vasallenrolle der BRD sehr aussagekräftig dokumentiert, die nach Meinung des bekannten
Schriftstellers Rolf Hochhuth sowieso nur noch als der "52.USA Bundesstaat" angesehen werden
kann.
An dieser deutschen Heloten-Rolle soll sich nach der Auffassung der heute über unser Land Herrschenden
selbstverständlich auch in der Zukunft nicht das geringste ändern. Schließlich stellt ja nach deren
eigenem Eingeständnis die Freundschaft zu Israel eines der Grundfundamente unserer Staatlichkeit dar.
Allerdings warne ich dringend davor, den USA bzw. Israel irgendwelche Vorwände für einen Überfall auf
den Iran zu liefern.
Die letzten 150 Jahre amerikanischer Geschichte haben ja eindringlich genug bewiesen, dass der
Durchschnittsamerikaner immer dann für die verbrecherischen Ziele seiner Politiker zu gewinnen gewesen
ist, wenn diese ihm vorzutäuschen vermochten, es gehe dabei nur um die Abwehr irgendwelcher gegen
US-Amerika gerichteter Aktivitäten und damit also um die Wahrung eigener nationaler Interessen.
Von den terroristischen Zionisten brauchen wir in diesem Kontext natürlich überhaupt nicht reden, sehen
diese sich doch gleichsam als Übermenschen, denen deshalb auch das schlimmste Verbrechen gegen das
Völkerrecht und die Menschlichkeit von vorneherein erlaubt zu sein scheint.
Aus all dem ergibt sich für das iranische Volk also die unbedingte Notwendigkeit, sich wie ein Mann hinter
seine Staatsführung zu stellen- die einzige Möglichkeit, der teuflischen Politik eines Trump oder
Netanjahu die sie vernichtende Abfuhr zu erteilen!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
Beiträge: 372
Registriert am: 29.07.2014


RE: Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

#3 von Stephan Schaefer , 10.05.2018 08:09

Salam aleikum

Hier im Iran gibt es leider totale Gegner und totale Befürworter des Abkommens. Diese sind leider auch recht viele! Ich vergleiche das Abkommen mit dem Abkmmen von Hudaibia und analog der "Gerichtsverhandlung" von Siffin. In beiden Abkommen bzw. Einverständnissen gab derjenige, auf dessen Seite das Recht war, nach. Im Falle Hudaibia, das in der Struktur wesentlich ähnlicher ist, wurden sämtliche Punkte des Vertrages seitens der Muschrik gebrochen. Dies letztendlich führte zu der blutlosen Übernahme von Mekka!
Im Falle des Atomabkommens ist zu sagen, dass es eine sehr gute Entscheidung war, dieses Abkommen einzugehen. Aber derjenige, der glaubte, die USA würde dieses halten, sollte sich an den Kopf greifen und sich überlegen, ob er da etwas nicht richtig versteht!
Die Situation ist folgende:
Wenn der Iran das Abkommen nicht eingegangen wäre, hätten die USA sehr gute Gründe für ihren Krieg und die unparteiischen Staaten ließen sich leicht überreden, diesen zu finanzieren oder soger tatkräftig physisch teilzunehmen. Auch Sanktionen wären leichter schmackhaft zu machen.
Jetzt haben wir aber die Situation, dass der Vertrag einseitig durch die USA gebrochen wurde und die Wirtschaften Europas inzwischen guten Handel mit dem Iran eingegangen sind. Dieses sind gute einträgliche Geschäfte, auch wenn sie manchmal etwas schwierig zu organisieren sind. Weil aber die USA auch einen Krieg will, wollen sie natürlich, dass der Iran wieder stärker sanktioniert wird um ihm die Bewegungsfreiheit zur Verteidigung zu nehmen. Leider ist die BRD jetzt nicht bereit, die guten Geschäftsverbindungen erneut zu kappen und damit gibt es zumindest Widerstand aus europäischer Seite! Dies wiederum nützt dem Iran.

Als Ergebnis dieser kurzen Analyse kann man entnehmen, dass das Abkommen, wenn man es einzeln betrachtet, wertlos war, weil die USA es so oder so brechen werden. Aber im Zusammenhang ist der Riss der "Einheit" zwischen den USA und ihren Folgestaaten ggrößer geworden ist. Dies wiederum wäre eine Schwächung der USA im eventuell kommenden Krieg!

Wa aleikum salam

Stephan Schaefer  
Stephan Schaefer
Beiträge: 8
Registriert am: 02.02.2012


RE: Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

#4 von Cengiz Tuna , 10.05.2018 23:33

Zitat von Dr.Josef Haas im Beitrag #2

Allerdings warne ich dringend davor, den USA bzw. Israel irgendwelche Vorwände für einen Überfall auf
den Iran zu liefern.

Um einen Vorwand geht es weniger. Vorwände gäbe es für die USA genug. Schließlich hindert der Iran die US-Terrorachse daran, in West-Asien weiter zu expandieren. Selbst wenn es keinen Vorwand gäbe, würden sie selbst für einen Sorgen. Da brauchen wir nur in die Vergangenheit zu schauen.

Hätten die Iraner von Anfang an auf ihren Imam gehört, hätten sie sich den Atom-Deal sparen können. So hat man nur Zeit verloren. Den USA kann man niemals trauen, sie wollen nur hinhalten, tricksen und täuschen. Den Reformern kann man das aber nicht weismachen. Selbst nach so einer Erfahrung wollen einige Iraner immer noch das Abkommen mit den Europäern einhalten. Dabei hat Imam Khamenei öffentlich bekannt gegeben, den Europäern, insbesondere Deutschland (!), England und Frankreich nicht zu trauen.

Sind das nicht schwerwiegende Worte? Warum hören einige nicht auf den Imam?

Wenn die USA könnten, hätten sie schon längst zugeschlagen. Aber so einfach ist es nicht. Mit einfach mal Teheran bombardieren, kann man den Iran nicht besiegen. Die Verteidigungskraft des Iran erstreckt sich mittlerweile weit über die Landesgrenzen hinaus. Im Irak haben sich über 100 Gruppierungen aller Glaubensrichtungen dem Widerstand angeschlossen. Syrien ist sowieso auf der Seite Irans und selbst im Libanon hat die Hisbollah mit den Christen zusammen eine Mehrheit bei der aktuellen Wahl erreicht. Das ist eine stille Revolution! Dann nicht zu vergessen die Huthis in Jemen, die sich im Süden gegen die Saudi-Aggression wehren.

Wie wir sehen, wird es für die USA nicht so einfach werden. Eine Schlüsselrolle fällt auf die Türkei zu und da ahne ich nichts Gutes. Die Türkei liegt genau im Zentrum des Konflikts und ist ein strategischer Partner der USA. Ohne die Türkei wäre die USA aufgeschmissen. Auch wenn die Türkei sich nach außen antiamerikanisch, antiisraelisch oder zumindest neutral gibt, lässt sie den Westen doch „gewähren“. Doch auch auf Putin ist man nun angewiesen. Kaum sitzt er fest im Sattel, macht er auch schon Andeutungen, zu wem er halten wird: Putin hat gegenüber dem Westen kapituliert.

Nein, kapituliert hat er nicht, die Russen waren insgeheim schon immer alliiert.

Jetzt fehlt nur noch Erdoğan, wenn er die Zügel in die Hand hat, kann es losgehen. Vor dem Trio Trump, Putin und Erdoğan wurde schon immer gewarnt.

Die Zukunft wird viele Überzeugungen und Ansichten durcheinanderwirbeln.


Cengiz Tuna  
Cengiz Tuna
Beiträge: 638
Registriert am: 31.12.2011

zuletzt bearbeitet 10.05.2018 | Top

RE: Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

#5 von Cengiz Tuna , 11.05.2018 19:03

Jetzt tut Frau Merkel und Herr Macron so, als würden sie sich im Atom-Deal den USA entgegenstellen, aber in Wirklichkeit führen sie nur aus, was sie kurz vorher mit ihren Herren abgesprochen haben. Sie könnten gar nicht eigenständig entscheiden, wenn sie denn wollten. Das meinte Imam Khamenei sicher mit den Garantien. Was der Plan dabei ist, kommt sicher bald an Tageslicht. Vermutlich wird es auf das Übliche hinauslaufen, Raketenprogramm einstellen und sich aus den Konfliktgebieten zurückziehen. Das ist aber eine unverhandelbare rote Linie für den Iran.

Die Amerikaner haben in den letzten 17 Jahren 7 Trillionen Dollar im Nahen Osten ausgegeben, um den Irak und Syrien zu demokratisieren. Das sind 7 Billionen Dollar nach unserer Rechnung. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Und was haben sie erreicht? „Nichts, nur Tod und Zerstörung“, gibt Trump selbst zu.

So mächtig, wie einige glauben, sind die USA nicht.

https://www.youtube.com/watch?v=-zDS7p6RTqI

So viel dazu, es gehe nur um Erdöl oder Geld. Nein, es geht in erster Linie hauptsächlich um Israel. Was hätte man mit diesem Geld in den USA nicht alles aufbauen können, wo die Infrastruktur immer mehr leidet und wo immer mehr Menschen hungern müssen.

Noch eine Beweis, wie wenig der „Markt“ im Konflikt zählt, ist die Reaktion von Boeing. Obwohl Boeing einen Sparkurs fahren muss und 4000 Jobs gestrichen werden, findet der Konzernchef die Streichung des Auftrags mit dem Iran über 20.000 Millionen Dollar für verkraftbar. Nicht nur das. Und wie reagiert die Aktie von Boeing? Sie legt an dem Tag der Entscheidung um 1,8 % zu. Ist das nicht verrückt? Welche Gesetzmäßigkeiten zählen noch? Alles ist manipuliert. Der Erdölpreis, der Goldpreis und natürlich auch der Kapitalmarkt.

Cengiz Tuna  
Cengiz Tuna
Beiträge: 638
Registriert am: 31.12.2011


RE: Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

#6 von Cengiz Tuna , 14.05.2018 13:48

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat eine kurze Erklärung zum Atomabkommen abgegeben:

https://de.sputniknews.com/politik/20171...mabkommen-iran/

Er meint, "wir" brauchen das Abkommen, um zu verhindern, dass sich ein Land atomar bewaffnet. Dass der Iran kein Interesse an der Atombombe hat, das müsste zumindest ein Außenminister wissen, schließlich gibt es Dienste, die das Kontrollieren und zusätzlich durfte die Welt sich davon überzeugen:

https://www.tagesschau.de/ausland/iaea-i...kommen-101.html

Gleichzeit kritisiert er die Rolle des Irans; der Iran spiele eine sehr schwierige Rolle im Nahen und Mittleren Osten und darüber müsse hart verhandelt werden.

Welche schwierige Rolle spielt denn der Iran, Herr Gabriel? Der Iran sorgt für Sicherheit und Stabilität im Nahen und Mittleren Osten. Ohne den Iran hätten die US-gestützen IS-Terroristen Irak und Syrien eingenommen. Haben die nicht genug Unheil angerichtet?

Herr Gabriel will alles mögliche tun, um den amerikanischen Kongress davon zu überzeugen, das Abkommen aufrechtzuerhalten. Er will mit den USA reden, wie man den Iran zu einer Verhaltensänderung im Nahen Osten bringen kann. Welche Verhaltensänderung ist denn gewünscht? Die US-Ausbeutung erlauben, die Entstehung Groß-Israels nicht verhindern und so unterwürfig wie die Europäer werden?

Das waren nur zwei Minuten seiner Rede. Mehr ist nicht nötig. Gibt es vom deutschen Außenminister nicht auch einige Worte gegen die US-IL-Politik im Nahen und Mittleren Osten? Gerade geht das Gemetzel gegen friedliche Demonstrationen in Palästina wieder los. 16 Palästinenser wurden getötet und Hunderte verletzt:

https://www.svz.de/deutschland-welt/poli...id19838306.html

Wie wir deutlich sehen können, hat eine weitere Verhandlung mit den Europäern keinen Sinn. Es geht immer auf dasselbe hinaus. Wir brauchen eine Verhaltensänderung von Israel, von den USA und letztendlich auch von den Europäern.


Cengiz Tuna  
Cengiz Tuna
Beiträge: 638
Registriert am: 31.12.2011

zuletzt bearbeitet 14.05.2018 | Top

RE: Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

#7 von Werner Arndt , 14.05.2018 15:01

Zitat von Cengiz Tuna
Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat eine kurze Erklärung zum Atomabkommen abgegeben ...

Herr Gabriel will alles mögliche tun, um den amerikanischen Kongress davon zu überzeugen, das Abkommen aufrechtzuerhalten. Er will mit den USA reden, wie man den Iran zu einer Verhaltensänderung im Nahen Osten bringen kann. Welche Verhaltensänderung ist denn gewünscht? Die US-Ausbeutung erlauben, die Entstehung Groß-Israels nicht verhindern und so unterwürfig wie die Europäer werden?

Das waren nur zwei Minuten seiner Rede. Mehr ist nicht nötig. Gibt es vom deutschen Außenminister nicht auch einige Worte gegen die US-IL-Politik im Nahen und Mittleren Osten? Gerade geht das Gemetzel gegen friedliche Demonstrationen in Palästina wieder los. 16 Palästinenser wurden getötet und Hunderte verletzt...



Sigmar Gabriel fand in der Vergangenheit durchaus klare Worte (https://www.facebook.com/sigmar.gabriel/...369095839789811), amtierender Außenminister ist allerdings Heiko Maas, der sich aktuell ebenfalls zum Atomabkommen etc. äußerte:

https://www.tagesschau.de/inland/maas-iran-usa-101.html

Werner Arndt  
Werner Arndt
Beiträge: 164
Registriert am: 03.06.2017


RE: Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

#8 von Cengiz Tuna , 14.05.2018 15:56

Ja, richtig, da ist mir ein Fehler unterlaufen. Beim Lesen auf Sputnik bin ich auf älteren Artikel gestoßen, die immer wieder mit eingeblendet werden, und habe in der Eile darauf geantwortet.

Die klaren Worte hat er 2012 gesagt. Die kenne ich noch. Warum nicht, wenn es nötig war? Reden tun sie alle, nur handeln nicht. Besonders wenn sie ihr Amt aufgeben und Ex sind, dann reden sie am meisten.

Letztendlich wird es wieder darauf hinauslaufen, ein Einlenken vom Iran zu erreichen. Oder glaubst du wirklich, die Europäer würden einen Konflikt mit den USA wagen?

Es wird verhandelt und verhandelt und verhandelt und dabei geht es immer nur darum, wie man US-Interessen durchsetzen kann. Um nichts anderes. Genauso mit Palästina, wo es nur noch ein Gaza-Streifen und ein Westjordanland gibt.

Wie lange will man sich noch an der Nase herumführen lassen?


Cengiz Tuna  
Cengiz Tuna
Beiträge: 638
Registriert am: 31.12.2011

zuletzt bearbeitet 14.05.2018 | Top

RE: Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

#9 von Cengiz Tuna , 14.05.2018 16:18

Das ist das Ergebnis von 70 Jahre verhandeln mit dem Großen Satan und der europäischen "Diplomatie":

http://www.tagesschau.de/ausland/israel-...schaft-101.html

Darum ging es von Anfang an und das zionistische Reich ist noch nicht vollendet. Je länger verhandelt wird, umso mehr Blut wird fließen.

Die Sanktionen waren das beste, was dem Iran passieren konnte. Sie wurden gezwungen auf den eigenen Beinen zu stehen. Der Iran hat in den letzten Jahrzehnten deswegen vieles geschafft. Eine Annäherung an den Westen ist immer zum Nachteil für den Iran, egal ob wirtschaftlich oder kulturell.

Cengiz Tuna  
Cengiz Tuna
Beiträge: 638
Registriert am: 31.12.2011


RE: Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

#10 von Werner Arndt , 14.05.2018 16:50

Zitat
Oder glaubst du wirklich, die Europäer würden einen Konflikt mit den USA wagen?



Unvorstellbar, allein schon wegen ihrer zweifelhaften (konventionellen) Verteidigungsfähigkeit halten sie sich für abhängig von diesem Bündnis.

Aber eine andere Frage: Gehst Du ernsthaft von der Möglichkeit eines Sinneswandels in Israel aus?

Zitat
Wir brauchen eine Verhaltensänderung von Israel, von den USA und letztendlich auch von den Europäern.



Überraschend fand ich auch die an anderer Stelle geäußerte Ansicht, dass ein ökonomisches Kalkül bald einen Wandel bewirken könnte. Mal ehrlich: Kennen Schiiten tatsächlich keine Quellen, welche den Ausgang der Dinge vorwegnehmen? Kann ich mir nicht vorstellen.


Zitat von Yavuz Özoguz im Beitrag Ist Israel illegal?
Israel ist in diesem weltweiten westlich-kapitalistischen Unterdrückungssystem eine Art Vorhut, die noch benötigt wird; aber wie lange noch? Wird jene Vorhut zu teuer, wird man sie fallen lassen. ...

Kommen wir zurück zur Anfangsfrage: „Ist Israel illegal?“ Die einzige zukunftsträchtige Antwort darauf ist, dass jene Frage sich schon bald erübrigt haben wird. Israel in seiner heutigen Form wird es nicht mehr lange geben! Dann aber wird eine neue Frage gestellt werden müssen. Wie sind diejenigen zu beurteilen, die jahrelang die Verbrechen Israels mitgetragen haben? Wer wird für die Gelder verantwortlich gemacht, die Deutschland an Israel verschenkt hat und mit denen die Verbrechen erleichtert worden sind?


Werner Arndt  
Werner Arndt
Beiträge: 164
Registriert am: 03.06.2017

zuletzt bearbeitet 14.05.2018 | Top

RE: Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

#11 von Cengiz Tuna , 14.05.2018 18:27

Zitat
Gehst Du ernsthaft von der Möglichkeit eines Sinneswandels in Israel aus?


Natürlich nicht, deshalb bin ich gegen weitere „Verhandlungen“.

Zitat
Überraschend fand ich auch die an anderer Stelle geäußerte Ansicht, dass ein ökonomisches Kalkül bald einen Wandel bewirken könnte. Mal ehrlich: Kennen Schiiten tatsächlich keine Quellen, welche den Ausgang der Dinge vorwegnehmen? Kann ich mir nicht vorstellen.


Vielleicht kannst du uns ja auf die Sprünge helfen? Da ist nichts, was mich überzeugen könnte. Meinst du die Schilderung von Sheikh Imran? Da habe ich meine Meinung schon geäußert, für mich nicht überzeugend.

Bist schon lang dabei und klärst uns nicht auf? Nur zu!

Dass das Kapital Israel fallen lassen würde, habe ich schon mehrere Male widersprochen. Der zionistische Einfluss wird zu sehr unterschätzt. Ein großes Problem. Die Ideologie lenkt das Kapital, nicht umgekehrt.

Cengiz Tuna  
Cengiz Tuna
Beiträge: 638
Registriert am: 31.12.2011


RE: Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

#12 von Werner Arndt , 15.05.2018 13:57

Zitat
Dass das Kapital Israel fallen lassen würde, habe ich schon mehrere Male widersprochen. Der zionistische Einfluss wird zu sehr unterschätzt. Ein großes Problem. Die Ideologie lenkt das Kapital, nicht umgekehrt.



Zudem ist das Geld- und Finanzsystem nicht so beschaffen, dass Israel bald "zu teuer" werden könnte und sich damit alles reguliert.

Ansonsten muss man nicht Sheikh Imran kennen, um davon auszugehen, dass die Region Schauplatz von Auseinandersetzungen bleibt und Gerechtigkeit im Zuge der Wiederkehr von Isa/Jesus, Friede sei mit ihm, etabliert wird. (vgl. z.B. A. Reidegeld: Handbuch Islam, S. 78 ff / A. Zaidan: Al-´Aqida, Einführung in die Iman-Inhalte, S. 180 ff.)

zur aktuellen Situation:
Zum Geburtstag Mord

Werner Arndt  
Werner Arndt
Beiträge: 164
Registriert am: 03.06.2017


RE: Warum ich dankbar bin für den Vertragsbruch der USA

#13 von Cengiz Tuna , 15.05.2018 17:13

Natürlich nicht. Die besitzen mit der FED eine Gelddruckmaschine und können Scheine drucken, wie sie wollen. Für die gibt es nichts zu regulieren, außer die Leitzinsen mit denen sie festsetzen, wie hoch wir unsere Schulden zurückzuzahlen haben. Wenn man so lieb ist wie Erdoğan, bekommt man viel Geld zugeschossen. Damit kann er sich dann einen schönen Palast bauen, Brücken errichten lassen und sonst sein Image aufbessern, aber wenn man so böse ist wie der Iran, dann gibt es Sanktionen und man kann keine EC- oder Kreditkarte im Iran benutzen. Jetzt mal ganz vereinfacht.

Sheikh Imran hat viele Vorträge gehalten, die im Internet zu finden sind. Vieles ist richtig und lehrreich, aber bezüglich Imam Mahdi und den Schiiten irrt er sich. Es bestreitet keiner, dass Imam Mahdi und Jesus zurückkommen und Gerechtigkeit etablieren werden. Nur ist es falsch, wenn wir passiv darauf warten. Diese Gefahr besteht aber, wenn ich mir seinen Vortrag über Jerusalem anschaue. Erst muss der Dajjal ganz Palästina eingenommen haben, dann kommt der Mahdi. Das halte ich für gefährlich und das führt zur Passivität. Das wiederum kommt den Zionisten zugute.

Ich bin der Meinung, wer die Zeichen und Fronten jetzt nicht sieht, der wird Imam Mahdi (a.f.) auch beim Wiedererscheinen nicht erkennen. Dieselben Argumente die man jetzt benutzt, wird man auch dann erwidern. Oder wie will man ihn erkennen?

Großmufti von Syrien Aḥmad Badr ad-Dīn Ḥassūn: Wer al-Aqsa aufgegeben hat, der hat auch Mekka aufgegeben.


Cengiz Tuna  
Cengiz Tuna
Beiträge: 638
Registriert am: 31.12.2011

zuletzt bearbeitet 15.05.2018 | Top

   

Z heut. Gr.Tag Israels u.d. Eröffnung d US-Botschaft i Jer.
Zum Geburtstag Mord

Xobor Forum Software von Xobor