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Das israelische Privileg

#1 von Dr.Josef Haas , 20.01.2018 12:47

Das israelische Privileg

Das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" veröffentlicht in seiner neuen Ausgabe einen Beitrag
zur sog. "Operation Vitamin C", unter der man die 1962 erfolgte Ermordung des deutschen
Geschäftsmannes Heinz Krug durch den israelischen Geheimdienst Mossad zu verstehen hat.
Ein Thema, das auch in der- natürlich zu spät abendlicher Stunde gesendeten- ARD-Dokumentation
"Der Mossad, die Nazis und die Raketen- Showdown am Nil" am 22.Januar aufgegriffen werden wird.
Israelische Geheimdienstler berichten dann darin beispielsweise davon, dass Krugs Leiche von einer Maschine
der israelischen Luftwaffe über dem Meer abgeworfen worden sei.
Selbstverständlich gab es zu diesem ungeheuerlichen zionistischen Verbrechen niemals eine deutsche
Reaktion, geschweige denn irgendwelche Ermittlungen hiesiger Staatsanwaltschaften.
Für diese ist ja bekanntermaßen jedwedes terroristisches Handeln des Judenstaates von vorneherein
ein striktes Tabu.
Infolgedessen könnte sich auch Gleiches, wie es Heinz Krug seinerzeit widerfuhr, bei uns jederzeit
wiederholen. Nach dem jüngsten Bundestagsbeschluss müsste derjenige, welcher auf ein derartiges
Verbrechen hinwiese, ja dann sogar mit einer strafrechtlichen Verfolgung wegen "Antisemitismus" rechnen.
Ein absolut untragbarer Zustand hiesiger Feigheit und nicht mehr nachvollziehbarer Unterwürfigkeit
gegenüber einem Land, das nachweislich hunderte von UNO-Resolutionen missachtet und Tausende
unschuldiger Palästinenser ermordet hat.
Israel aber steht, als einziger Staat auf dieser Erde und wohl auch in der Menschheitsgeschichte, über
jedem internationalem Recht; es kann und darf stattdessen nach Gutdünken morden, denn dieses
Verbrechertum ist und bleibt ja seinem "Existenzrecht" geschuldet.
Die Schlussfolgerung daraus?
Die Narrenfreiheit, welche Israel genießt, kann und wird nur durch das kollektive Handeln der
muslimischen Welt beendet werden können.
Sie müsste sich dafür aber zu einem strikten Boykott aller israelischen Waren sowie zum Abbruch
jeden Kontaktes mit Tel Aviv entschließen.
Eine solche Konsequenz ist allerdings noch immer in weite Ferne gerückt.
Und genau dies stellt wiederum tagtäglich eine Verhöhnung aller islamischen Prinzipien dar, die
doch jedem Muslim die aktive Solidarität mit seinen palästinensischen Schwestern und Brüdern
zur absoluten Pflicht machen würde.
Deren Verletzung wird dann auch durch keine religiösen Rituale oder billigen Worte, welche doch
nur Phrasen sind, wiedergutgemacht.
Das sollten sich daher einmal all die vielen Muslime, gerade in Deutschland, gesagt sein lassen, denen
ihr Wohlleben scheinbar oder sogar tatsächlich viel wichtiger als das Leid des Volkes von Palästina
zu sein scheinen!

Dr.Josef Haas  
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RE: Das israelische Privileg

#2 von Dörte Donker , 21.01.2018 22:04

Lieber Herr Haas,

dieser skandalöse Vorstoß sei bei der Gelegenheit auch angesprochen:
https://deutsch.rt.com/inland/63267-cdu-...erer-ausweisen/

Man vermischt hier wieder Antisemitismus mit Antizionismus und die Existenzfrage des derzeitigen israelischen Apartheitsregimes, mit der Androhungen, jeden Ausländer auszuweisen, der diese Deutung nicht für richtig hält und sich für die Rechte eines unterdrückten Volkes einsetzt.

Ein Verbot des Al Quds Tages in der BRD wird dann der nächste Schritt sein, vielleicht sogar mit der Begründung, man habe hier angeblich iranische Agenten festgenommen, die israelische Angriffsziele ausspionierten, was ja nicht nur lachhaft ist, sondern auch Vorwurf einer terroristischen Bedrohung durch den Iran auf deutschen Boden.

https://www.focus.de/politik/deutschland...id_8306083.html


Dörte Donker  
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zuletzt bearbeitet 21.01.2018 | Top

   

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