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Ein beschämender Vorgang

#1 von Dr.Josef Haas , 11.11.2017 13:00

Ein beschämender Vorgang

Die Nachricht von der deutschen Beteiligung an einer "Blue Flag" genannten Übung
in Israel, mag hierzulande nur für geringe Aufmerksamkeit gesorgt haben.
Trotzdem stellt sie eine ungeheure Provokation gegenüber Anstand und Rechtsempfinden
anständig gebliebener Menschen dar.
Der Chef des insgesamt sechs Maschinen umfassenden Geschwaders, ein Oberstleutnant
Gero von Fritschen, sieht das aber naturgemäß vollkommen anders.
"Für uns", so dieser Herr von Adel, "ist es eine große Ehre, hierherkommen zu dürfen.
Und es ist ein besonderes Gefühl, zu den ersten zu gehören, die mit deutschen
Kampfflugzeugen an einer Übung hier in Israel teilnehmen."
Dieses Zitat wirft damit- einmal mehr- ein sehr bezeichnendes Licht auf den in der "Bundeswehr"
anzutreffenden Denkhorizont.
Kein Wort über die permanente Unterdrückung des palästinensischen Volkes durch das
israelische Militär, dessen Luftwaffe immer wieder gegenüber wehrlosen Zivilisten als
Luftmörder in Erscheinung getreten ist und diese Rolle auch weiterhin spielt.
Die aktive Unterstützung der BRD bei diesen furchtbaren Verbrechen ist dabei schon fast
so alt wie diese Bundesrepublik Deutschland Jahre zählt.
Mit der Beteiligung deutscher Flugzeuge an dem genannten Manöver in Israel hat sie nun
allerdings eine neue Dimension erreicht.
Dies stellt das ebenso beschämende wie widerwärtige an einem Vorgang dar, welcher
zugleich deutlich macht, dass die hiesige Regierung nichts dagegen einzuwenden hat, wenn
ein rassistisches Regime wie Israel, das seine arabisch stämmige Bevölkerung nach wie vor
nicht als gleichberechtigte Menschen ansieht, den Krieg gegen sie plant.
Denn um nichts anderes handelt es sich ja bei "Blue Flag" - und genau dies lässt das Ganze
wiederum zu einem unentschuldbaren moralischen Verbrechen der Merkel-Republik werden!

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RE: Ein beschämender Vorgang

#2 von Cengiz Tuna , 11.11.2017 15:05

„Die Übung trägt zum weiteren Ausbau der Beziehungen bei“, wiederholt Oberstleutnant Gero von Fritschen vor der Kamera. Welchen Ausbau der Beziehungen meint der deutsche Oberstleutnant? Den Ausbau zur ewigen Schuld und Unterwerfung?

https://www.welt.de/politik/ausland/arti...ber-Israel.html

Nun ja, die türkische Regierung ist da auch nicht viel besser. Dass die Türkei diesmal beim Manöver nicht mit dabei ist, ist verständlich, wie soll man es dem Volk sonst verkaufen. Erst kürzlich war Ministerpräsident Yildirim wieder mit einer Delegation in den USA bei US-Vizepräsident Mike Pence. Man will die Beziehungen wieder aufbauen. Die Türkei sei ein unersetzlicher Verbündeter und die üblichen Phrasen. Als ob sich je etwas geändert hätte. Eine Kehrtwende, wie einige angenommen, gab es nicht. Weder politisch, noch finanziell, noch militärisch und auch weiterhin Unterstützung der Monopole. Erst kürzlich hat Herr Erdogan persönlich wieder eine neue Coca-Cola-Fabrik in der Türkei eröffnet.

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RE: Ein beschämender Vorgang

#3 von Dörte Donker , 13.11.2017 13:06

Für mich als Deutsche mit (auch) jüdischen Wurzeln ist das, als ob man mir gleich zweimal mit Schuld ins Gesicht schlägt...ich kann gar nicht so viel essen, wie ich k....möchte, ja ich schäme mich zutiefst, aber gut dass der Islam uns lehrt, dass wir nur für unsere eigenen Taten verantwortlich sind. Ich hatte als Kind und Jugendliche immer Sympathien für Israel, aber als ich entdeckt habe, wie man dort mit den Palästinensern umgeht, habe ich die Welt nicht mehr verstanden. Ich verstehe sie jetzt gerade auch genauso wenig. Ich hoffe nur, dass alle Beteiligten, egal ob Deutsch oder Israeli bald ihre Irrtümer erkennen und mit diesem Wahn aufhören. Möge Gott sie rechtleiten. Ich hätte jetzt auch einen ganz rationalen Bericht schreiben können, was Gaza und das Warschauer Ghetto gemeinsam haben, aber in mir kochen gerade Emotionen hoch und es hat schon jemand getan:
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20643


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zuletzt bearbeitet 13.11.2017 | Top

RE: Ein beschämender Vorgang

#4 von Cengiz Tuna , 14.11.2017 12:26

Mit solchen Vergleichen muss man ja heutzutage aufpassen, sonst kriegt man gleich'ne Anzeige wegen Verharmlosung. Die Zionisten haben ein Patent auf das Leid angemeldet - und widersinnigerweise rechtfertigen sie damit Massenmord und Vertreibung.

Nun ja, wenn Frau Merkel Israels Schutz zur Staatsräson erklären darf, von Ramstein aus NATO-Bomber ohnehin von Ferne dirigiert werden, warum soll dann ein deutscher Oberstleutnant nicht direkt für Israel tätig sein?

Aber wenn es ein Trost ist, die Türkei ist nicht viel besser. Der US-Luftwaffenstützpunkt Incirlik wird ebenfalls nicht geräumt, obwohl es Gründe gibt. Die Türken sind auch beteiligt, nur indirekter und unauffälliger.

Der Herr Fritschen sollte mal den Gaza besuchen, damit ihm klar wird, was er da unterstützt. Aber ob's ihm interessiert? Ich bezweifle es. Der ist nur geübt, Befehle entgegenzunehmen.

Zitat
Möge Gott sie rechtleiten.


Amin!

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RE: Ein beschämender Vorgang

#5 von Dörte Donker , 14.11.2017 13:38

Zitat
Mit solchen Vergleichen muss man ja heutzutage aufpassen, sonst kriegt man gleich'ne Anzeige wegen Verharmlosung. Die Zionisten haben ein Patent auf das Leid angemeldet - und widersinnigerweise rechtfertigen sie damit Massenmord und Vertreibung.


Ja, da kann man mal sehen, wovor wir so Angst haben müssen, während andere ihr Leben lassen. Das sind Peanuts, solche Anzeigen, das darf einen nicht einschüchtern. Aber das weißt Du ja selbst.

Zitat
Nun ja, wenn Frau Merkel Israels Schutz zur Staatsräson erklären darf, von Ramstein aus NATO-Bomber ohnehin von Ferne dirigiert werden, warum soll dann ein deutscher Oberstleutnant nicht direkt für Israel tätig sein?

Das größte Problem der Deutschen ist, dass sie nie ihren eigenen Weg gehen, das hat nur Bismarck kurz geschafft, bis man ihn entsorgt hat. WK 1 und 2 wurden ausgelöst, weil wir so sein wollten, wie andere Imperialisten (damals England, die USA spielte noch keine allzu große Rolle auf der Weltbühne) und jetzt machen wir genau den selben Fehler, wir orientieren uns wieder nach dem Imperium, wenn auch diesmal als Diener, als Besiegte, als Vasall.


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