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Russland USA

#1 von Brigitte Queck , 29.01.2017 22:00

Der Pressedienst des Kreml veröffentlichte den Inhalt der
Telefongespräche zwischen Putin und Trump
28.01.2017

Der Pressedienst des Kreml veröffentlichte den Inhalt des heutigen Telefonats zwischen dem Präsidenten Russlands, Wladimir Putin und seinem amerikanischen Kollegen, Donald Trump.
Putin gratulierte Donald Trump zu seinem offiziellen Amtsantritt und wünschte ihm Erfolg bei seiner bevorstehenden Tätigkeit.
Im Laufe des Gesprächs wurde von beiden Seiten der Wunsch ausgedrückt, aktiv zusammenzuarbeiten bei der Stabilisierung und Entwicklung der russisch-amerikanischen Beziehungen auf einer konstruktiven und gleichberechtigten Basis.
Es wurde über aktuelle internationale Probleme gesprochen, einschließlich des Kampfes gegen den Terrorismus,die Lage im Nahen Osten, den arabisch-israelischen Konflikt, die Problematik der strategischen Stabilität und die Nichtweiterverbreitung (von Kernwaffen, d. Übers.), das iranische Atomprogramm, sowie die Koreanische Halbinsel.
Auch die Hauptaspekte der Krise in der Ukraine wurden besprochen.
Es wurde eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zu diesen und anderen Problemen vereinbart.
Die Priorität wurde dabei auf den vereinten Kampf mit der Hauptgefahr-den internationalen Terrorismus- gelegt.
Die Präsidenten sprachen sich für eine reale Koordinierung der russischen und amerikanischen Herangehensweise in ihren Handlungen mit dem Ziel der Zerschlagung der ISIS und anderen terroristischen Gruppierungen in Syrien aus.
Auch wurde die Wichtigkeit von gegenseitig vorteilhaften Wirtschafts-und Handelsbeziehungen zwischen den Geschäftskreisen der beiden Länder unterstrichen, die zusätzlich die Entwicklung von fortschreitenden und festen zweiseitigen Beziehungen stimulieren könnten..
Wladimir Putin und Donald Trump kamen überein, Order zu geben, wo und wann man sich zu einem persönlichen Gespräch treffen könnte.
Donald Trump bat, dem russischem Volk Wünsche für Glück und Wohlergehen zu übermitteln, feststellend, dass das Volk der USA Sympathien für Russland und seine Bürger hegt
Wladimir Putin unterstrich in seiner Antwort, dass Russland analoge Gefühle zu den Amerikanern hegt. Er erinnerte daran, dass unser Land im Verlaufe von mehr als 2 Jahrhunderten Amerika unterstützt habe, sein Bündnispartner in 2 Weltkriegen war und gegenwärtig die USA als wichtigen Partner im Kampf mit dem internationalen Terrorismus betrachte.
Die beiden Präsidenten kamen überein, regelmäßige persönliche Kontakte zu pflegen.
Das Gespräch verlief in einer positiven und sachlichen Atmosphäre.
Беседа прошла в позитивном и деловом ключе.
Quelle: http://rusvesna.su/news/1485634599 Übersetzung: Brigitte Queck, 28.1.2017

Brigitte Queck  
Brigitte Queck
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RE: Russland USA

#2 von Brigitte Queck , 29.01.2017 22:42

Kurzeinschätzung zu Trump

Donald Tramp vertritt nicht den Industrie-Militärkomplex, sondern den zivilen Bereich der Industriellen in den USA.
Er will Arbeitsplätze in den USA schaffen, was ja bei über 40 Millionen Arbeitslosen dort nicht unwichtig sein dürfte.
In seiner Amtseinführungsrede wandte er sich deshalb, NICHT AN DIE WESTLICHEN REGIERUNGEN DER NATO-STAATEN UND DAS EIGENE ESTABLISHMENT, SONDERN AN DAS AMERIKANISCHE VOLK, indem er u.a. sagte:

„Wir werden unsere Arbeitsplätze wiederbringen. Wir werden unsere Grenzen wiederbringen. Wir werden unseren Wohlstand wiederbringen. Und wir werden unsere Träume wiederbringen.

Wir werden neue Straßen bauen - und Autobahnen und Brücken und Flughäfen und Tunnel und Bahnstrecken - überall in unserem wunderbaren Land.

Wir werden unsere Menschen aus der Sozialhilfe herausholen und wieder in Arbeit bringen - und unsere Nation mit amerikanischen Händen und amerikanischer Arbeit wieder aufbauen…Amerikaner wollen großartige Schulen für ihre Kinder, sichere Wohngegenden für ihre Familien und gute Jobs für sich selbst.

Dies sind gerechtfertigte und vernünftige Forderungen einer rechtschaffenen Öffentlichkeit.

Doch für zu viele unserer Bürger gibt es eine andere Realität: Mütter und Kinder, die in unseren Innenstädten in die Armutsfalle geraten sind; verrostete Fabriken, die wie Grabsteine in der Landschaft unserer Nation verstreut sind; ein Bildungssystem voll gepumpt mit Geld, das aber unsere jungen und schönen Schüler jeglichen Wissens beraubt; und das Verbrechen und die Banden und die Drogen, die zu viele Leben gestohlen und unserem Land so viel ungenutztes Potenzial geraubt haben.“
Und er versprach:

„Dieses amerikanische Gemetzel endet hier und jetzt!“

Und Donald Trump rechnete mit seinem Vorgänger, dem Friedensnobelpreisträger Obama ab:
„Engel Obama hat eine wahrlich erstaunliche Bilanz an guten Taten auf seiner Seite. Dafür hat er vorab, aus der Erkenntnis heraus, dass er ein Engel sein muss, den Friedensnobelpreis bekommen. – Er war der einzige Präsident der USA, der während seiner gesamten Amtszeit Krieg geführt hat. – In seinem letzten Amtsjahr ließ er lediglich 26.000 Bomben abwerfen in der Welt. – Nur schlappe 90% der Opfer seiner Kriegshandlungen waren Zivilisten. – Seine Obamacare war so erfolgreich, dass jetzt gerade mal 41 Millionen Amerikaner keine Krankenversicherung haben.Vorher waren es unglaubliche 40 Millionen!
– Dank dieser heilbringenden Gesundheitsreform verfügen diese 41 Millionen jetzt über weniger Geld in der Tasche, denn dafür, dass sie keine KV haben, müssen sie 50% des Beitrages als Strafzahlung leisten. – Engel Obama ist es gelungen, 14 Millionen Amerikaner in den Schoss der staatlichen Versorgung zu holen.
Statt 28 Millionen Amerikaner benötigen jetzt 42 Millionen Lebensmittelmarken, um überleben zu können – Engel Obama provozierte bis zu seinem letzten Tag im Amt einen bewaffneten Konflikt mit Russland, einen Konflikt, der im Herzen Europas seine volle Entfaltung finden würde!“
Die Zeitschrift“Deutsche Wirtschaftsnachrichten“ schätzt die Trump-Rede wie folgt ein:
„Niemand kann heute sagen, ob Trumps Wirtschaftspolitik Erfolg haben wird. Auch das ist Dialektik: Trump vereinfacht extrem, weil er weiß, dass die Lösung der Probleme in der vernetzten und globalisierten Welt extrem komplex sein wird. Handel, Währung, Wertschöpfung und Migration berühren immer mehrere Player. Kauft nur beim Amerikaner klingt für die einen schrecklich, für die anderen gut. Tatsächlich ist die globale Arbeitsteilung nicht einfach zu entwirren.
Doch darum ging es bei dieser Rede nicht. Etwa zeitgleich sagte IWF-Chefin Christine Lagarde in Davos, die Weltwirtschaft müsse wieder mehr für den Mittelstand tun.
Die Eliten haben Angst, dass die sich immer weiter vertiefende Kluft zwischen Arm und Reich zu einer Revolution führen könnte – und zwar noch zu Lebzeiten der heute Mächtigen. Die überall erkennbare Dynamik, dass die Grenzen wieder geschlossen werden, ist der Hoffnung geschuldet, man könne den Unmut der Leute besser auf nationaler Ebene kanalisieren.
Trump ist der Sprecher des einen Prozents, der sicherstellen soll, dass die 99 Prozent nicht aufmucken. Gott, der Patriotismus, der Sternenhimmel und die Ozeane sind das rhetorische Opium für die Unzufriedenen.
Die Globalisierung war ein Experiment. Sie hat nachweislich nicht zur gerechteren Verteilung des Reichtums geführt. Donald Trump hat dem amerikanischen Volk in seiner Rede eine alternative Vision angeboten: die Rückkehr in den Schoss der Nation. Er tat das nicht aus Nationalismus. Trump hat Immobilien und Hotels auf der ganzen Welt. Er hat viel zu verlieren und kann viel gewinnen. Das verbindet ihn mit all jenen, die zum 1 Prozent gehören. Die Wirtschafts- und Finanzeliten brauchen keinen Nationalstaat.
Aber sie haben erkannt, dass es vermutlich besser ist, wenn die Billigjobs in jenen Ländern geschaffen werden, in denen sie regieren. Für die größte Volkswirtschaft der Erde, die USA, kann dies ein entscheidender Vorteil sein. Der Rest der Welt muss nun sehen, wie er mit der neuen Lage zurechtkommt.
George Soros hat Trump noch wenige Stunden vor dessen Amtsantritt wüst beschimpft. Er hat Milliarden mit der Globalisierung gemacht. Jetzt gelten neue Regeln. Die Implementierung dieser Regeln wird zu heftigen Auseinandersetzungen führen. Trump will den Übergang nicht mit Krieg, sondern mit Deals. Doch die Last der Vergangenheit ist schwer: Schulden-Krise und Asset-Blasen sind nicht mit Handschlag zu beseitigen. Vielleicht kippt das ganze System. Trump ging in seiner Rede an die Schmerzgrenze und hat damit den Zeitgeist getroffen. Das Ende der Transformation kennt keiner. Und das ist vermutlich ganz gut so“.
Eine wahrhaft reelle Einschätzung der Deutschen Wirtschaftsnachrichten,
WEIL DARAUF HINWEISEND; DASS MAN AUS EINEM FLEISCH FRESSENDEN TIER KEIN GRAS FRESSENDES SCHAF MACHEN KANN !!
SPRICH: AUS EIENEM KAPITALISTEN KANN MAN KEINEN SOZIALISTEN, ODER GAR KOMMUNISTEN MACHEN !!
ABER ES IST EIN WESENTLICHER UNTERSCHIED, OB DIESER KAPITALIST DEN FOKUS AUF BISHERIGE UNBERECHENBARE KRIEGSFÜHRUNG IN ALLER WELT, DIE IN EINEN ATOMAREN WELTKRIEG FÜHREN KANN,
ODER AUF VERMEHRTE PRODUKTION ZIVILER GÜTER LEGT !!!
Quelle:
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten...nlid=bb935694fb

Da der Militär-Industrie- Komplex in den USA mit seiner weltweit größten Rüstungsindustrie sehr einflussreich ist und von allen Regimechange-Anhängern der ganzen Welt unterstützt wird, dürften es D. Trump und seine Anhänger in der nächsten Zeit sehr schwer haben, ihre Vorstellungen durchzusetzen !
Sollte es D. Trump gelingen, nur einen Teil seiner Versprechungen, z. B.
„Frieden mit Russland!“ einzuhalten, käme das einer entscheidenden militär-politischen Zäsur in der Welt gleich !

Der ehemalige ukrainische Diplomat Oleg Woloschin erklärte vor Kurzem:

„Wenn sich Putin und Trump nicht einigen, wird bei uns nicht ein Stein auf dem anderen bleiben“.
http://www.politnavigator.net/esli-putin...-dogovory...Veröffentlicht am 22.1.2017 und übersetzt von B.Queck
Ich würde dazu fügen: „NICHT NUR IN DER UKRAINE, SONDERN IN GANZ EUROPA WÜRDE KEIN STEIN AUF DEM ANDEREN BLEIBEN, WENN ES ZU EINEM GROßEN KRIEG ZWISCHEN RUSSLAND UND DEN USA KÄME !“

Ich darf Euch in diesem Zusammenhang die Einschätzung des nationalen(italienischen) Ausschusses des Komitees „Kein Krieg Keine NATO“ schicken, die mit unserer Anti-NATO-Gruppe „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“ übereinstimmt.

Kommuniqué des nationalen (italienischen) Ausschusses
des Komitees Kein Krieg Keine Nato

Florenz, den 14. Januar 2017
Die NKKKK meint, dass eine Demo am 21. Januar gegen den neugewählten US Vorsitzenden de facto einer Unterstützung derjenigen Politik Obamas entspräche, die Europa in die Frontlinie der nuklearen Konfrontation zwischen Nato und Russland umgewandelt hat.
Trump wird bezichtigt, den Sieg gegen Hillary Clinton unrechtmäßig errungen zu haben, und das im Rahmen einer von Putin gelenkten Operation.
Die „Beweise“ werden von der CIA geliefert, die -in der Tat- weltweit die erfahrenste Organisation im Thema Unterwanderung und Staatsstreich ist.
Die Neo-cons, Urheber dieser Kampagne, versuchen, auf diese Art und Weise einen wahrscheinlich neuen Kurswechsel der Beziehungen USA/Russland zu unterbinden, die die Verwaltung Obamas in Zeiten des Kalten Krieges zurückfallen ließ.
Wer hätte durch die Entspannung der Beziehungen gegenüber Russland etwas zu verlieren? Zuallererst die Nato-Gipfel-Bürokraten, die die Wichtigkeit ihrer neuen Rolle besonders schätzen, und natürliche die neuen Machtinhaber in Polen, Ukraine und den Baltischen Staaten, die Dank einer neuen Spannung an ihren Außengrenzen auf zusätzliche Unterstützung und Hilfe von Seiten der Nato und Europa zählen.
Und tatsächlich, die Verwaltung Obamas hat gerade (am 12. Januar) eine US-Panzerbrigade nach Osteuropa entsendet, deren Aufgabe (zusammen mit italienischen Soldaten) es ist, die militärische Eskalation gegenüber Russland weiter voranzutreiben.
Unter solchen Umständen stellen die für den 21. Januar geplanten Anti-Trump-Demos eine geeignete Unterstützung dieser Kriegsstrategie dar.
Unsere Aufgabe sollte jedoch dagegen diejenige sein, unsere Länder aus der Knechtschaft der USA zu befreien (unabhängig von den jeweiligen Präsidenten), die Verbindung mit der Nato aufzulösen und die nuklearen Waffen aus unseren Ländern zu verbannen.
Übersetzung der Redaktion des Zambon Verlag
Auch die Einschätzung des U.S. Peace Council
ist in diesem Zusammenhang sehr erhellend, weil zur steten Kampfbereitschaft der Volksmassen weltweit für ihre Rechte mahnend

Auszug aus einem Aufruf des U.S. Peace Council:

Was können wir von der Trump-Regierung erwarten?

Die Frage ist, wird Trump, der die Wahl als rechter Populist gewonnen hat, auch als
rechter Populist regieren? Schauen wir uns einige seiner widersprüchlichen Aussagen zur
Außen- und Sicherheitspolitik an, die von fundamentalem Interesse für die Friedensbewe-
gung sind.
Trump hat laut darüber nachgedacht, ob die NATO überhaupt noch gebraucht wird, und
die Verbündeten wissen lassen, wenn sie die Nato zu ihrem Schutz erhalten wollten,
müssten sie mehr dafür bezahlen. Er will im Umgang mit Putins Russland auf Kooperation
statt auf Konfrontation setzen und hat die Unterstützung "gemäßigter Rebellen" in Syrien
in Frage gestellt, weil die zu einem Krieg mit Russland führe.
Andererseits hat er aber auch gedroht, er wolle bei der Bekämpfung des Islamischen
Staates Atombomben einsetzen und will wieder foltern lassen. Einerseits möchte er im
Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern nicht mehr einseitig Partei ergreifen, ande-
rerseits will er die US-Botschaft in Israel (aus Tel Aviv) nach Jerusalem verlegen. Er hat
sich auch sehr leichtfertig über den Einsatz von Atomwaffen geäußert und angekündigt,
dass er durch eine drastische Steigerung der ohnehin schon viel zu hohen Rüstungsaus-
gaben die militärische Überlegenheit der USA "wieder herstellen" will. Das Gefangenen-
lager Guantanamo will er weiter betreiben, und sein Vizepräsident Pence möchte die unter
Obama eingeleitete Normalisierung der Beziehungen zu Kuba wieder rückgängig machen.
Einige außenpolitische Ankündigungen Trumps sind furchterregend, andere heben sich
positiv von der bisherigen Außenpolitik des Washingtoner Establishments ab.

Es liegt vor allem an dem von der Friedensbewegung zu entwickelnden Druck, ob er die kriegstreiberi-sche Politik der Obama-Regierung verschärft fortsetzt oder diplomatische Konfliktlösungenanstrebt und auf einen Kurs der Entspannung und der friedlichen Kooperation einschwenkt.
Das wird nur dann geschehen, wenn es uns gelingt, große Teile der US-Bevölkerung mit unseren Forderungen auf die Straße zu bringen.
Wir wissen sehr gut, dass kein US-Präsident allein entscheiden kann, welche Politik verfolgt wird. Es gibt schon jetzt deutliche Anzeichen dafür, dass der von konzernhörigen Republikanern dominierte Kongress versuchen wird, Trump in eine Regierung einzubinden,
die wie die vorherigen vor allem Konzerninteressen durchsetzt.

Die damit kollidierenden positiven Absichten Trumps sollen möglichst schnell in Vergessenheit geraten, nur seine pöbelnden Rundumschläge darf er weiterhin austeilen. Die wenigen im Kongress verbliebenen liberalen Demokraten werden Trump auch nicht dazu ermuntern, einen klaren Kurswechsel zu vollziehen. Wir werden schon bald wissen, welchen Kurs er steuern wird, wenn bekannt ist, wer ihn berät, wer seinem Kabinett angehört und welche Haushaltsprioritäten gesetzt werden.

Welche Richtung er auch einschlägt, er wird auf jeden Fall große Probleme bekommen –entweder mit seinen Wählern, die er mit dem Versprechen positiver Veränderungen geködert hat, oder mit dem Washingtoner Establishment aus Republikanern und der Mehrheit
der Demokraten, das den bisherigen, von den Konzernen eingeforderten Kurs keinesfallsändern will.

Die Geschichte hat uns gelehrt, dass sich die Konzerne immer dann durchsetzen, wenn sich in der Bevölkerung keine einige, starke und kampfbereite Widerstandsbewegung bildet.
Wie kommen wir voran?
Deshalb müssen die Friedensbewegung und die Menschenrechtsgruppen ihre Aufmerksamkeit vor allem auf gesellschaftliche und politische Entwicklungen und soziale Konflikterichten und nicht nur auf Trump starren. Trotz aller Enttäuschungen und Gefahren, die mit
dem Wahlsieg Trumps verbunden sind, zeigt sich ein Silberstreifen am Horizont, weil im Wahlkampf alle Widersprüche in unserem derzeitigen System zu Tage traten – der Rassismus und Sexismus, die Fremdenfeindlichkeit, die Verwüstungen, die durch die von den
Konzernen in Gang gesetzte Globalisierung und die endlosen Kriege angerichtet wurden und besonders die durchgängige Korruptheit des politischen Establishments in Washington DC.

Deshalb hat Trump mit seinem Sieg auch kein Mandat für die Fortsetzung der Kriege undweitere Sparmaßnahmen bei den Sozialausgaben bekommen. Wir haben zwar allen Grund, uns Sorgen zu machen, sollten aber nicht verzweifeln und uns auch nicht ein
schüchtern lassen. Das Wahlergebnis beweist vor allem, dass die US-Bürger positive Veränderungen wollen, denn Trump hat nicht wegen seiner rassistischen, sexistischen und fremden- oder islamfeindlichen Ausfälle gewonnen.

Wir sollten ihn auf die außenpolitischen Alternativen festnageln, die er im Wahlkampf vorgetragen hat – vor allem auf den versprochenen pragmatischeren Umgang mit Russland.

Natürlich werden die Kriegstreiber in Washington Himmel und Hölle in Bewegung setzen, damit er von seinen positiven Ankündigungen abrückt und eine ganz "normale" Regierung aus reaktionären Republikanern bildet.

Deshalb müssen wir den Kampf um den Frieden verstärken und Menschen in großer Zahl auf die Straßen bringen.
Wir müssen die Realisierung der im Wahlkampf angekündigten positiven Veränderungeneinfordern, unabhängig davon, ob die Vorschläge von Trump und Sanders oder von Hillary Clinton und Jill Stein kamen. Nur dann können wir genug Mitstreiter gewinnen, auch aus
den Reihen der Wähler, die Trump ihre Stimme nur aus Protest oder aus dem Wunsch nach Veränderung gegeben haben. Unser Widerstand kann nur dann wirklich breit genug werden, wenn es uns gelingt, alle einzubeziehen, die von den Konzernen ausgebeutet und
von der die Sozialausgaben auffressenden Profitsucht des militärisch-industriellen-Komplexes ins Elend getrieben werden.

Das ist unserer Ansicht nach die einzige Möglichkeit, die negativen Effekte dieser Wahl zu überwinden und die grundsätzlichen Änderungen durchzusetzen, nach denen sich die Menschen in den USA und in allen Ländern der Welt seit Jahrzehnten sehnen.
(Wir haben den Mut machenden Aufruf, an dem sich auch die immer noch zerstrittene, leider viel zu oft mit sinn- und wirkungslosen Einzelaktionen stillbeschäftigte deutsche Friedensbewegung orientierten sollte, komplett übersetzt und mit wenigen Ergänzungen
und Links in Klammern versehen. Anschließend drucken wir den Originaltext ab.

Quelle: www.luftpost.deNr.184/16-26.12.2016

Brigitte Queck  
Brigitte Queck
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Registriert am: 02.01.2012


   

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