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Wo bleibt Gott?

#1 von Dr.Josef Haas , 02.03.2016 14:36

Wo bleibt Gott?

Wohl kaum eine Zeit dürfte in der bisherigen Menschheitsgeschichte so von Lüge
und moralischer Verkommenheit geprägt gewesen sein wie die heutige.
Die Vorherrschaft des Geldes, die vollkommene Fixiertheit des Lebens vieler
Menschen auf rein materielle Dinge, und die verbrecherischen Machenschaften
des Imperialismus US-amerikanischer Prägung, sind so inzwischen schon zu Er-
scheinungen des gleichsam täglichen Lebens geworden, welche überall anzutreffen
sind.
Das einzelne Individuum hat für diesen furchtbaren Ungeist dabei nur noch dann
eine Existenzberechtigung, wenn es sich klaglos in seine scheinbar gottgegebene Funk-
tion fügt, die da zu lauten scheint: Konsumieren, die Schandtaten der herrschenden
Verbrecher zumindest hinnehmen und durch die tägliche Arbeitsleistung
letztlich erst ermöglichen.
Bei all dem- und dies darf niemals übersehen werden- gehören mittlerweile immer
mehr Frauen und Männer, gerade in den Vereinigten Staaten, dem Hauptkriegstreiber und
-auslöser unserer Zeit, zu den Ausgebeuteten, die, genauso wie die Opfer der USA
in vielen Teilen der Welt, zu den Verdammten dieser Erde zählen und ohne
jede Lebensperspektive nur noch dahinvegetieren.
Oftmals wrd nun aber bei all dem, um die Perversität auf die Spitze zu treiben, die Religion
zur Bemäntelung der Entrechtung des Menschen und zur Legitimierung der imperialistischen
Kriegspolitik mißbraucht.
In der amerikanischen Geschichte läßt sich dieses Phänomen bis zu den Anfängen ihrer
Entstehung zurückverfolgen, wo beispielsweise der Völkermord an den Indianern, von dem,
im Gegensatz zu dem an den Juden Begangenen, heutzutage kaum mehr einer spricht, als
"christliches Tun" gerechtfertigt wurde.
Infolgedessen darf, ja muss, man sich fragen: Warum läßt Gott all dies zu?
Die Antwort darauf ist sehr leicht gegeben: Weil er uns als souveräne Wesen geschaffen hat.
Und genau das zwingt uns aber jetzt förmlich dazu, derartige, noch dazu in seinem Namen
oder scheinbarem Auftrag verübte, Verbrechen radikal zu bekämpfen.
Hier kann und darf es daher auch keinerlei Kompromisse geben!
Daraus ergeht wiederum der Auftrag, Mißbrauch der Religion, wie er- auf den Islam bezogen-
tagtäglich in Saudi-Arabien oder den Golfstaaten stattfindet, erbarmungslos als solchen
zu brandmarken.
Im Umkehrschluss trifft dies selbstverständlich auf alle anderen religiösen Bekenntnisse zu.
Nur dies wäre dann auch gottgemäß.
Alles andere, also die Gleichgültigkeit der allermeisten, sich noch dazu als "religiös"
Bezeichnenden, ist und bleibt hingegen reines Teufelswerk.
Dafür kann dann sowieso nur noch die marxistische Auffassung, wonach der Mensch sich
seinen eigenen Gott geschaffen habe, als Denkansatz zugrunde gelegt werden.
Wer also nicht mit dieser Absurdität konform gehen möchte, bleibt also geradezu
verpflichtet, sich permanent, und noch dazu erbarmungslos, mit dem universellen
verbrecherischen Ungeist unserer Tage auseinanderzusetzen.
Apathie oder Resignation schafft hingegen Gott gleichsam ab und begeht damit die wohl
größte Untat, welche man sich überhaupt vorzustellen vermag.
Kann aber ein Gläubiger dies vor sich und seinem Gott verantworten?
Diese Frage zu stellen, heißt sie aber doch hoffentlich sofort und problemlos im oben
dargestellten Sinne beantworten zu können!

Dr.Josef Haas  
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