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Bleibt der Islam auf der Strecke?

#1 von Dr.Josef Haas , 11.01.2016 12:01

Bleibt der Islam auf der Strecke?

Die jüngst auf Betreiben Saudi-Arabiens zustande gekommene
Verurteilung des Iran durch die "Arabische Liga" reiht sich ein
in die inzwischen schon sehr umfangreich gewordene Liste von
Beschlüssen, mit denen sog. "islamische" Staaten es von
vorneherein gar nicht erst zu einer geschlossenen Kampffront gegen
den Zionismus haben kommen lassen.
Infolgedessen dürfte sich also die Lage des ohnehin schon schwer
geprüften palästinensischen Volkes noch weiter zum Schlechten
hin verändern und die Bevölkerung von Gaza allein den Hunger und
das damit einher gehende Elend als ständigen Begleiter um sich
haben.
All dies, also Leid und Not, haben muslimische Schwestern
und Brüder für sie übrig, die, schaut man sich nur die dekadenten
Wahabiten-Prinzen und ihren gleichgearteten Anhang in den
diversen persischen Golfstaaten an, ansonsten mit dem Verprassen
ihres Reichtums gar nicht mehr nachzukommen scheinen.
Während sich diese aber ansonsten über jeden "Ungläubigen" erregen
und ihn, falls es in ihrer Macht steht, sogar töten, finden sie
demgegenüber überhaupt nichts dabei, ihre Ölmillionen für
Lustbarkeiten aller Art genau diesen zukommen zu lassen.
Die Konsequenz daraus? Der Islam ist dabei, bereits heute- die
Solidaritätserklärung der Arabischen Liga mit dem Riader Regime
beweist es deutlich genug- zumindest teilweise- auf eine Stufe mit dem
Christentum gestellt werden zu müssen, das durch die ständigen
Verbrechen seiner Führungsmächte USA, Grossbritannien, oder wie sie
sonst alle noch heißen mögen, Erbe und Auftrag von Jesus Christus
auf unvorstellbare Weise mißachtet.
Absolut deckungsgleich damit die Blasphemie gegenüber dem Propheten
durch sehr viele Muslime, denen die Beibehaltung ihrer verbrecherischen
und gotteslästernden Regime über allem anderen steht und die sich
deswegen sogar nicht schämen, mit den USA und sogar Israel zu
kollaborieren.
Doch nicht nur der Religion als solcher wird durch diesen Glaubensverrätern
irreparabler Schaden zugefügt, gleiches geschieht gegenüber dem
Vermächtnis zigtausender Märtyrer, welche an den Fronten gegen Zionismus
und Imperialismus ihr Leben hingegeben haben und die dadurch für immer zu
Schahids geworden sind.
Ein Ende dieser Trostlosigkeit ist leider nicht in Sicht, ja, es kann und muss sogar
von ihrer weiteren Zunahme ausgegangen werden.
Sie dürfte allerdings dann sogar den Islam zur Disposition stellen.
Vielleicht stehen aber dann endlich einmal in diesen Zeiten der
allergrößten Herausforderung Menschen auf, die ihn schützen und endlich
wieder zu dem werden lassen, was er eigentlich stets sein sollte: die
Religion der Armen auf dieser Welt, und eben nicht der Parasiten und Verbrecher,
die vorgeben, ihm zu dienen, stattdessen ihn aber tagtäglich missbrauchen!
Die sich 2017 zum 500.Male jährende Wiederkehr des Thesenanschlages von
Martin Luther erscheint in diesem Zusammenhang gleichsam wie ein Menetekel
an der Wand.
Der dadurch ausgelöste Reformbeginn des damaligen Christentums sollte ja auch
eine Antwort auf dessen Ausnutzung durch die seinerzeitige Bourgeoisie sein,
welches sich seiner zur Bemäntelung ihres gottverachtenden Tuns bemächtigt
hatte.
Daher mahnt das in der Schlosskirche zu Wittenberg am 31.Oktober 1517 geschehene
gleiches für den Islam von heute an.
Ansonsten dürfte auch er zu einem reinen Produkt des Zeitgeistes verkommen,
dessen man sich irgendwann genauso entledigen wird wie so vielem anderen.
Die Schuld daran trügen dann allerdings die Muslime, welche es durch Bequemlichkeit
und Schweigen überhaupt erst dazu haben kommen lassen!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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