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Bewundernswert

#1 von Dr.Josef Haas , 15.12.2015 18:14

Bewundernswert

Gelegentlich kommt es sogar noch heute vor, dass Meldungen aus Palästina zu
uns kommen, deren Lesen Freude und Genugtuung auslösen kann.
Am 15.Dezember war es wieder einmal so weit.
An diesem Tag veröffentlichte die Tageszeitung "junge Welt" in ihrem außen-
politischen Teil nämlich eine Meldung, der die Redaktion die sehr treffende
Überschrift "Palästinenser wollen bewaffneten Aufstand" gab.
Konkret besagt sie, dass "zwei Drittel aller Palästinenser gegenwärtig der
Ansicht sind, dass ein bewaffneter Aufstand ihrem Streben nach einem
unabhängigen Staat mehr nutzen würde als von ihrer politischen Vertretung
geführte Verhandlungen mit Israel."
Dieser Ansicht sind nach Angaben des palästinensischen Meinungsfor-
schungsinstitutes PSR 66 Prozent der Befragten.
Die meisten von ihnen, nämlich 71 Prozent, wohnen dabei im Gazastreifen.
Eine ebenso erfreuliche wie vielleicht auch überraschende Information,
werden doch dessen Bewohner fast täglich vom Bombenterror der Zionisten
heimgesucht, welcher in diesem schmalen Landstrich am östlichen Mit-
telmeer bislang unvorstellbare Zerstörungen verursachht hat.
Dennoch konnte dieses von Israel verursachte Grauen aber bekanntermaßen
nicht das geringste an der Kampfentschlossenheit und -bereitschaft der dort
lebenden Menschen ändern.
Damit durchkreuzen sie auch von vorneherein die verbrecherischen Pläne der
israelischen Soldateska, die ja mit ihren sich ständig wiederholenden
Luftangriffen versucht, die dortige Bevölkerung zu zermürben.
Genau das entgegengesetzte- dies beweist die hier zitierte Umfrage in aller
Deutlichkeit- ist aber die Antwort der dortigen Einwohner auf die
Aktivitäten der zionistischen Luftgangster aus Israel, denen damit sehr
eindrucksvoll die Grenzen ihrer Macht aufgezeigt werden.
Eine ähnlich tapfere Haltung konnte- selbstverständlich- bei den im Westjordan-
land lebenden Frauen und Männern festgestellt werden, wo ebenfalls zwei Drit-
tel von ihnen sich für eine bewaffnete Intifada aussprachen.
Die Betonung muss hier, und dies sei deshalb ausdrücklich hervorgehoben, beim
Waffengebrauch liegen, wäre doch alles andere letztlich nicht imstande, dem
Wüten der israelischen Besatzer effektiven Widerstand zu leisten.
Dennoch bleibt die in der gleichen "junge Welt" Ausgabe von Saeed Amireh
geäußerte Aufassung bemerkenswert, wonach es um eine Intensivierung der
BDS-Kampagne zu gehen habe.
Die Abkürzung steht wiederum für Boykott, Kapitalabzug und Sanktionen gegen
das Tel Aviver Aggressorenregime.
Schließlich hat sich ja mittlerweile herausgestellt, und daher ist diesem Men-
schenrechtsaktivisten in seinem Denken durchaus beizupflichten, dass ein
Wirtschaftsembargo Israel empfindlich träfe..
Hier schon bereits heute mit dem Rücken an der Wand stehend, sind die
Zionisten ja inzwischen schon außerstande, ohne die Strapazierung von Adolf
Hitler auszukommen, dessen seinerzeitige Maßnahmen gegen das Judentum
dafür herhalten müssen, Embargos gegen Israel moralisch zu diskreditieren.
Trotz dieser widerlichen Instrumentalisierung des NS-Terrors durch die
Zionisten sind aber immer weniger Menschen, zumindest außerhalb Deutschlands,
wo die israelische Perfidie wohl noch zu wirken vermag, bereit, früheres
jüdisches Leiden als Begründung für die aktuellen Grausamkeiten Israels
gegen die Einwohnerschaft von Palästina mißbrauchen zu lassen.
Auf die Zukunft bezogen dürfte aber wohl nur eine Mischung zwischen be-
waffnetem Kampf und allumfassenden Sanktionen gegen Israel dem palästinensischen
Volk helfen, sein ihm seit Jahrzehnten vorenthaltenes Selbstbestimmungsrecht
durchzusetzen.
Den meisten Bundesbürgern, die, wenn überhaupt, im "freiesten Staat der
deutschen Geschichte" nur hinter vorgehaltener Hand ihre Kritik an den hiesigen
Verhältnissen zu äußern wagen, wird dies sicherlich eine schier unvorstellbare
Denk- und Handlungsweise bleiben müssen.
Dieses Faktum stellt aber auch den elementaren Unterschied zwischen der
weitgehend dekadent gewordenen hiesigen Bevölkerung und den Palästinensern dar,
von denen die meisten mit Fug und Recht als Angehörige eines Heldenvolkes
bezeichnet werden können.
Die hier vorgestellte Umfrage hat es ja- einmal mehr- sehr aussagekräftig bewiesen!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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