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Angst vor Israel

#1 von Dr.Josef Haas , 25.11.2015 11:00

Angst vor Israel

Noch war die Festlegung der EU, Produkte aus den von Israel okkupierten
Gebieten extra als von dort kommend zu kennzeichnen, gerade ein paar
Tage alt, als das Verhalten des KA DE WE (=Kaufhaus des Westens) in Berlin
deren tatsächlichen Wert sehr in Frage stellte.
Dort war vor kurzem noch auf den Verkauf jüdischen "Siedlerweines"
verzichtet worden, aber nur so lange, wie Israels Regierungschef Benjamin
Netanjahu nicht dagegen kategorisch Protest einlegte.
Mit dessen Eintreffen war es mit der Befolgung dieser Maßgabe der Eu-
ropäischen Union an der Spree natürlich vorbei: wer könnte es ja auch im
Deutschland des Jahres 2015 wagen, sich gegen den sog. "Judenstaat" zu
stellen?
Berlins größter "Konsumtempel" kroch infolgedessen sofort vor Israel zu
Kreuze und bekannte beschämt seine Schuld, sich nach einer Vorgabe
aus Brüssel verhalten zu haben.
Entsprach diese Einmischung aus Tel Aviv noch ganz dem hierzulande üblich
gewordenen Herr-Knecht-Verhältnis, sprengte das unmittelbar danach
bekannt gewordene Verhalten des jüdischen Zentralratspräsidenten in
Deutschland, Josef Schuster, aber dann doch irgendwie das alte Klischee,
wonach gerade diesem Lobbyverband die Flüchtlingsaufnahme in unserem
Land besonders am Herzen läge.
Denn man bekam in diesem Zusammenhang vom genannten Würzburger Arzt
plötzlich die Forderung zu hören, wonach es bei der Flüchtlingsaufnahme in
Deutschland "Obergrenzen" zu geben habe.
Während diese Aussage gerade von der Partei, welcher der Herr Schuster
angehört, also der CSU, permanent zu hören ist, bleibt doch die Begründung
für diese seine hartherzige Äußerung in jeder Hinsicht einzigartig.
Deutschland, so der Judenchef aus Mainfranken, müsse bei den Flüchtlingen
"die Tatsache berücksichtigen, dass sie teilweise Kulturen entstammen, in
denen der Hass auf Juden ... ein fester Bestandteil" sei.
Anders, und damit wahrheitsgemäß formuliert: Der Zentralrat der Juden in
Deutschland maßt sich das Recht an, künftig darüber zu bestimmen, welche
aus dem Ausland kommenden notleidenden Menschen hierzulande auf-
genommen werden dürfen und wer- demgegenüber- am Betreten dieses
Landes gehindert zu werden hat.
Diese perverse Erklärung des Unfallmediziners Schuster stieß - selbstverständ-
lich- kaum auf Kritik, denn wer würde in den hiesigen Breiten schon den Mut
aufbringen, dem Präsidenten des ZdJ zu widersprechen?
Selbst die sich auf ihrem Parteitag am vergangenen Wochenende ausdrücklich
zur "Flüchtlingspartei" ausgerufenen Grünen schwiegen dazu- schließlich kann
ja nicht sein, was nicht sein darf!
Will heißen: Es gehört sich nicht, Forderungen eines Spitzenrepräsentanten
des hiesigen Judentums kritisch zu hinterfragen, selbst wenn deren Inhalt
menschenverachtend genannt werden müsste.
Denn genau darum hätte es ja zu gehen gehabt, um die energische Zurück-
weisung der flüchtlingsfeindlichen Auswürfe eines Mannes, der die teilweise
furchtbare Not von hunderttausenden armer Frauen und Männer gnadenlos
den Interessen seiner jüdischen Anhängerschaft unterordnet und sich
sogar nicht scheut, rechtspopulistischer Denkweise zumindest anzunähern.
Wenn Herr Schuster auch möglicherweise annehmen sollte, sich weiterhin im
übertragenen Sinne auf Lukas 24,36 verlassen zu können, wo ausdrücklich die
"Furcht vor den Juden" beschrieben wird, so sollte er vielleicht trotzdem
beginnen, darüber nachzudenken, dass die Humanität, und die Flüchtlings-
aufnahme stellt ja einen Teil von ihr dar, weit über dem egoistischen Denken
eines Judenchefs zu rangieren hat.
Alles andere wäre jedenfalls ein Verbrechen gegenüber der Menschlichkeit!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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