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Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#1 von Kurt Nickel , 29.09.2014 13:39

Sie suchen Schutz vor Verfolgung und glauben, dass sie ihn bei uns finden ...

Eigentlich dĂŒrfte gerade Deutschland aus der Geschichte gelernt haben. ZurĂŒckblickend sollte man wissen, was es heißt, verfolgt zu werden, sowie unterdrĂŒckt und der Freiheit beraubt zu sein. Sei es, durch die GrĂ€ueltaten des NS-Regimes, als auch der ehemaligen „DDR“. Doch anscheinend scheinen wir nicht nur Weltmeister im „Steh-Auf-MĂ€nnchen-Wettbewerb“ darzustellen (in Bezug auf das Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit), sonder auch in der Kunst des VerdrĂ€ngens zu sein.

Erst jetzt wurde (wahrscheinlich so nicht gewollt) ein Video aus einem Asylantenheim in Burbach (DĂŒsseldorf) der Öffentlichkeit zugĂ€nglich gemacht, in dem ein Asylant in seinem Erbrochenen liegt und dem dabei PrĂŒgel angedroht wird, wenn er sich nicht wieder zurĂŒck in die Lache legt.

Da werden Schutzsuchende in den Asylantenheimen misshandelt und gedemĂŒtigt, wie es dabei ans Tageslicht kam, und das Schlimme daran ist, dass derartige ZustĂ€nde in vielen Asylanteneinrichtungen eine gewisse Form der NormalitĂ€t darstellen. Misshandlungen an Menschen, die die Angst zu uns trieb. Angst vor Massakern, Enthauptungen und Vergewaltigungen. Und hier, wo sie sich in Sicherheit wiegen, wird ihr grausamer Dornenpfad fortgesetzt. Fortgesetzt, durch Personen, die ihre GelĂŒste der Perversionen an den Schwachen vollends ausleben können.

Ein Skandal !!!


Des Volkes Mund sagt:
Gebt jemandem ein Amt und eine Uniform, und schon knallt er durch! Insbesondere diejenigen, die intellektuell relativ unterbelichtet sind.
Wie wahr, wie wahr ...

Doch wie kann es zu derartigen ZustĂ€nden ĂŒberhaupt kommen ...?

Ganz einfach: Bei diesen Stundenlöhnen ist nichts anderes zu erwarten: Eine Ansammlung von Schwachmaten, die im Asylheim endlich „wer sind“ und ihre Macht ausleben können! Und hier zeigt sich das eigentliche Kernproblem:

Die Wertigkeit der Asylanten wird von der Politik einfach zu gering eingestuft, als dass man ihnen qualifiziertes Fachpersonal zugestehen wollte.

Was da in Burbach abging, geht gar nicht; und die gezeigte Fassungslosigkeit der Verantwortlichen wird „Zweckentsetzen“ sein, das - nachdem sich alles wieder gesetzt hat - ohnehin nichts an der Situation Ă€ndern wird. Es wird ein gigantischer „Affenzirkus“ folgen und dieses und jener Kopf rollen. Doch letztendlich werden sich die ZustĂ€nde elementar genauso wenig Ă€ndern, wie die festgelegten Jahreszeiten.

Und warum nicht?

Weil Asylanten ein Kostenfaktor darstellen. Ein Kostenfaktor, der die ohnehin klammen Gemeinden bis in den Grenzbereich belastet und bei denen irgendwie verstĂ€ndlich erscheint, dass sie sich in der ZwickmĂŒhle befĂ€nden, wenn etwa Einschnitte in kommunalen Einrichtungen erfolgten. Welche BĂŒrger akzeptierten schon GebĂŒhrenerhöhungen bei den Kitas oder HallenbĂ€dern, um Gelder fĂŒr Asylanten frei zu bekommen ...?
DafĂŒr geht es uns einfach zu gut, als dass Mitmenschlichkeit zu Verzicht und SolidaritĂ€t gegenĂŒber Schutzsuchenden fĂŒhren wĂŒrde!

Also dann sollte der Bund zahlen!! Es sind doch jene Bundespolitiker, die sich in der Öffentlichkeit großherzig geben und anpreisen, dass unser Land fĂŒr Schutzsuchende weit offen steht!!

Wirklich??

Wahrscheinlich Pustekuchen!!

Das Perverse an diesen ganzen VorgÀngen ist:
HĂ€tten jene Schutzsuchenden einen Haufen Geld in der Tasche, dann sĂ€he das Ganze völlig anders aus: Sie wĂŒrden wie die Könige hofiert ...

Kurt Nickel  
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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#2 von Fatima Özoguz , 01.10.2014 09:48

DafĂŒr geht es uns einfach zu gut, als dass Mitmenschlichkeit zu Verzicht und SolidaritĂ€t gegenĂŒber Schutzsuchenden fĂŒhren wĂŒrde!

Genauso sieht es aus, es geht uns (noch) zu gut. Und die FlĂŒchtlingswelle ist erst angerollt, es werden noch viel mehr kommen.
Wer Krieg sĂ€t, durch Waffenlieferungen, UnterstĂŒtzung von Diktaturen oder Milizen wie IS, erntet FlĂŒchtlinge. Daher soll auch der Bund dafĂŒr aufkommen.

Wir sollten uns auch darauf einrichten, dass wir irgendwann FlĂŒchtlinge in unseren HĂ€usern werden aufnehmen mĂŒssen.


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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#3 von Kurt Nickel , 01.10.2014 19:36

Wer sollte denn diese "unerwĂŒnschten Kostenverursacher" in seinem Haus aufnehmen mĂŒssen, Fatima? Diese armen Menschen werden doch allesamt abgelehnt und eher bei uns geduldet, als dass man ihnen Hilfe vom Herzen zuteil werden lĂ€sst. Alles andere ist Heuchelei und Schaulaufen.

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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#4 von Fatima Özoguz , 02.10.2014 16:04

Noch nicht, aber es könnte bald nötig sein, so wie nach dem 2. Weltkrieg, wo die Leute im Westen verpflichtet waren, FlĂŒchtlinge aus dem Osten aufzunehmen, die vor den heranrĂŒckenden Russen geflohen waren.

Gott sei Dank gibt es auch solche Leute:

http://www.bz-berlin.de/berlin/treptow-k...t-fluechtlingen


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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#5 von Cengiz Tuna , 02.10.2014 18:18

Zitat
[...]Alles andere ist Heuchelei und Schaulaufen.


Also ich sehe das nicht so. Heuchlerisch finde ich die ganzen Sendungen und Menschen, die sich jetzt ĂŒber den Fall mit den Asylanten echauffieren, aber zu den ganzen anderen Verbrechen schweigen. Genau die gleichen Sender, die jetzt einen auf Entsetzt machen, veranstalten Talkrunden, wo sie die Muslime und den Islam ins schlechte Licht rĂŒcken, und somit der Fremdenfeindlichkeit erst Vorschub leisten. Genau die selben Moderatoren, die jetzt einen auf Empört tun, sitzen mit Kriegsverbrechern zusammen und verschweigen die wirklichen HintergrĂŒnde ĂŒber die ganzen Terrororganisationen wie ISIS usw.

Außerdem sollte man sich fragen, was die Medien mit dem Thema bezwecken wollen. Wer glaubt, unsere Systemlinge machen sich Sorgen um Asylanten, der hat unser Propagandasystem nicht verstanden. Denen geht es weder um unser Wohl, noch um das der Asylanten. Wie auf Knopfdruck sind die Nachrichten und Talkrunden voll damit. Eigentlich hĂ€tten sie uns solche Nachrichten auch vorenthalten können. Sogar Hofgeistliche melden sich wie auf Knopfdruck zu Wort und brabbeln was von NĂ€chstenliebe, christlichen Werten und von „wir mĂŒssen noch mehr Menschen aufnehmen“. Wo waren die Geistlichen denn, als Christen im Irak und in Syrien abgeschlachtet wurden?

Im Übrigen wĂŒrde mich auch die Gegenseite interessieren, was die zu sagen hat. Ich glaube nicht, dass die aus Lust und Laune Gewalt angewendet haben. So friedlich und unschuldig wie die Asylanten hier oft dargestellt werden, sind sie nicht immer. Es gibt regelrechte Bandenbildungen, Alkohol- und Drogenprobleme. Die Heime sind ĂŒberfĂŒllt und die Sicherheitsleute vermutlich ĂŒberfordert. Und wenn es deswegen mal zum gewalttĂ€tigen Konflikt kommt, wird an den bösen bösen Deutschen erinnert.

Zusammengefasst kann man das doch so sehen: Der Westen und ihre Hofschreiber helfen mit beim Feuer legen in der Welt, und wir dĂŒrfen dann das Problem mit den FlĂŒchtlingen ausbaden. Solche Nachrichten dienen nur dazu, uns auf die FlĂŒchtlingsströme einzustellen. Das gehört eben mit zur Globalisierung. Ein Teil der Bevölkerung im Nahen Osten, wird in den Westen verschoben.


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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#6 von Kurt Nickel , 02.10.2014 20:45

Es wird immer Menschen in allen Schichten und Religionen geben, die Lust empfinden, andere zu demĂŒtigen, Chengiz. Und diese DemĂŒtigungen können sogar zur Besessenheit werden, die letztendlich in Eigendynamik endet bis hin zu grausamen Morden. Besonders intellektuell spĂ€rlich ausgekleidete können mit dem Faktor Macht nicht umgehen. Endlich "sind sie wer" ...

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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#7 von Fatima Özoguz , 03.10.2014 09:28

@Kurt: Es stimmt natĂŒrlich, dass da einige Loser nun das gefĂŒhl bekommen haben, dass sie endlich mal Macht haben.

Aber Cengiz meint glaub ich was anderes. Man hĂ€tte diese FlĂŒchtlingsströme von vornherein verhindern können, in dem man die "syrische Opposition" nicht noch weiter unterstĂŒtzt hĂ€tte. Man hat es sich zu leicht vorgestellt, nĂ€mlich dass Assad im Handstreich weggefegt werden wĂŒrde, dem war aber nicht so.
Statt dessen jetzt ein zerstörtes Land, wie Irak es schon lange ist.

Zur Asylantenproblematik: Was hindert die Behörden eigentlich daran, jeden, der sich danebenbenimmt, umgehend in den nĂ€chsten Flieger in die Heimat zu setzen? Wenn Tschetschenen jetzt christliche Syrer und Ägypter terrorisieren, gesetzt den Fall das stimmt, dann sofort raus mit denen, so schlimm kann es ja dann mit der Verfolgung nicht gewesen sein in Tschetschenien. Wenn man sie in Deutschland belĂ€sst, zeigt das nur mehr die Unaufrichtigkeit und dass keiner an sozialem Frieden interessiert ist. Oder werden diese Terrorsympathistanten noch fĂŒr "höhere Aufgaben" in Deutschland gebraucht?


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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#8 von Kurt Nickel , 03.10.2014 12:57

Weißt du, Fatima, jeder Verfechter seiner Partei, Religion oder sonstwas wird in irgendeiner Form in Bezug auf seine Sache ja irgendwie aus seiner Sicht Recht haben. Das Problem ist doch einzig, dass keiner dem anderen bereit ist, zuzuhören, Toleranz zuzugestehen und Angst davor hat, dass seine Sache an Stellenwert verliert. Überall sehen wird Ansammlungen von Interessengemeinschaften, die allesamt als Sieger verloren haben. Die anderen sind immer die Bösen und wir sind die Guten. Die Bösen schneiden Köpfe ab und verbreiten Angst und Terror, und dass wir Guten selbst Millionen Juden ermordeten, die Atombombe warfen und alle Indianer ausrotteten, zĂ€hlt nicht mehr. Zeitgleich treiben wir tausende von unschuldigen Föten ab. Ja, wer ist denn nun gut und böse ...?


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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#9 von Fatima Özoguz , 03.10.2014 13:54

es geht hier doch nicht darum, wer "gut" und wer "böse" ist. Es ging mir konkret darum, einen lösungsansatz anzubieten, und ich verstehe nicht, warum nicht dementsprechend verfahren wird.

1. Keine Waffenlieferungen mehr in Krisengebiete, egal wie es die Waffenindustrie Àrgert.


2. FlĂŒchtlinge aufnehmen, aber Kriminelle umgehend ausweisen, im Interesse der anstĂ€ndigen Asylanten.

3. Alles vermeiden, was FlĂŒchtinge zur Flucht treibt. Es muss eine gerechtere Wirtschaftspolitik her.
Es regt mich auch auf wie stĂ€ndig in den Medien ĂŒber Ebola und ISIS geflennt wird, aber 40000 Hungertote am Tag nehmen wir achselzuckend in Kauf.


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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#10 von Kurt Nickel , 03.10.2014 16:57

Deinen edlen Geanken, denen ich vollends zustimme in allen Ehren, Fatima. Doch das mit den Waffenlieferungen erzĂ€hl mal der RĂŒstungsindustrie. Und das mit den FlĂŒchtlingen solltst du mit den Schleuserbanden diskutieren. Die gerechte Wirtschaftspolitik könntest du mit den MĂ€chtigen der Weltwirtschaft bereden, und die Berichterstattung ĂŒber Ebola und ISIS mit den Mediengiganten, die mit ihrer Berichterstattung steinreich werden. Nein, machen wir uns doch nichts vor: Ihnen allen sind doch die Schicksale der armen Teufel doch völlig wurscht. Das einzige, was zĂ€hlt ist Gewinnoptimierung ...

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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#11 von Cengiz Tuna , 03.10.2014 19:29

Merkst du eigentlich, lieber Kurt, dass du dir widersprichst?

Heute werden wieder Millionen Menschen ermordet. Wieder lassen sich die meisten Menschen tĂ€uschen. Genau darum geht es doch. Diejenigen, die die Indianer fast ausgerottet haben, wĂŒten jetzt im Nahen Osten. Und die Medien, die uns jetzt wegen den Asylanten auf die TrĂ€nendrĂŒse drĂŒcken, sind genau diejenigen, die den millionenfachen Mord unterstĂŒtzen und mitzuverantworten haben. Sie sind es, die uns belĂŒgen, uns die Wahrheit vorenthalten und Voraussetzungen dafĂŒr schaffen. Und genau das ist das Heuchlerische.

Wo sind denn die Medien, die uns auf die TrĂ€nendrĂŒse drĂŒcken, wenn Israel hunderte Kinder ermordet? Weißt du das ganze Landstriche im Irak radioaktiv verseucht sind und viele Menschen fĂŒr die nĂ€chsten Generationen missgebildet zur Welt kommen werden. Und das genau die Medien, Sender, Moderatoren und Talkrunden so etwas nicht ansprechen und mitverantwortlich sind dafĂŒr? Warum jetzt die Aufregung wegen den Asylanten?

Das ist immer typisch! Es wird immer an die Millionen Toten vom zweiten Weltkrieg erinnert, aber zu den aktuellen Genozids schweigen sie! Man mĂŒsse miteinander reden, kommt nur im aktuellen Fall. Und genau die Leute, die heute schweigen und nach Ausreden suchen, hĂ€tten auch damals geschwiegen.

Sonst schreibst du immer, man mĂŒsse miteinander reden, und hier in der Antwort mit der RĂŒstungsindustrie, Schleuserbanden etc., machst du eine Ironie draus. Also bestĂ€tigst du das, dass man nicht mit jedem reden kann.

Nicht dass du mich falsch verstehst, selbstverstĂ€ndlich mĂŒssen wir Menschen helfen, die wirklich Hilfe nötig haben, aber wenn SchundblĂ€tter wie Spiegel und Bild uns auf die TrĂ€nendrĂŒse drĂŒcken, haben die ganz andere Absichten als HumanitĂ€t.

Was sollen wir deiner Ansicht denn machen? Hoffnungslos resignieren, weil man ja doch nichts Ă€ndern kann? Und wenn wir versuchen die HintergrĂŒnde aufzuklĂ€ren, kommst du nur mit, es gibt keine Wahrheit und alle sind schuld. Nein, so ist es nicht!


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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#12 von Kurt Nickel , 03.10.2014 21:32

Ich wĂŒsste nicht, an welcher Stelle ich mich widersprochen habe, lieber Cengiz. Ich verurteile genauso die schlimmen Taten, die die Israelis an den Palistinensen verĂŒben und verĂŒbt haben genauso, wie die Raketen, die auf israelische Kinder abgeschossen wurden (darauf spieltest du doch im Kern deiner Aussage an). Man sollte ein Volk nicht an seiner derzeitigen (und versagenden) Regierung messen. Ansonsten mĂŒssten gerade wir Deutschen mit allzeitiger Verachtung leben.

Was man machen kann ...? Dazu fĂ€llt mir eigentlich nur eines ein: Auf jeden Fall nicht mit Gewalt und Terror antworten. WĂŒrde sich etwa jeder Christ wie ein wirklicher Christ verhalten und ein Moslem wie ein wahrer Moslem (ich hoffe, ich habe das richtig geschrieben, sorry), dann wĂ€re man schon einen Schritt weiter ...

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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#13 von Cengiz Tuna , 03.10.2014 22:17

Genau das ist der Kern! Du verurteilst und relativierst zugleich. Das ist dein Widerspruch. Dein zweiter Widerspruch ist, dass du zu erst behauptest, dass man aufeinander zugehen muss, miteinander reden muss und dann bestÀtigst du mit deiner Ironie an Beispielen, dass man mit einigen nicht reden kann. Einer dieser mit denen man nicht reden kann, ist Israel! Das willst du aber nicht wahr haben.

Und es geht nicht um ein Volk, dessen Regierung derzeit versagt, sondern um ein Gebilde, dass auf Unrecht aufgebaut ist! Und das schon seit der GrĂŒndung. Die GrĂŒndung dieses Unrechtsstaates hat schon mit einem Massenmord und Vertreibung angefangen. Und es geht hier auch nicht darum, so wie du es fĂ€lschlicherweise siehst, mit Gewalt und Terror zu antworten, sondern um Verteidigung. Ohne diese Verteidigung, gĂ€be es jetzt kein Gaza mehr. Ohne diese Verteidigung wĂ€re PalĂ€stina ganz von der Karte gestrichen worden. Wie kannst du an die Ausrottung der Indianer erinnern und siehst die Vertreibung der PalĂ€stinenser nicht? Das ist nicht glaubwĂŒrdig und dein dritter Widerspruch!

Du vermischt Unrecht mit Recht und UnterdrĂŒcker mit UnterdrĂŒckten. Du gibst beiden Seiten die Schuld, obwohl es nicht der Wahrheit entspricht. Auch der Vergleich mit den Kindern ist voll daneben! Leben tausende Kinder der Israelis im riesigen FreiluftgefĂ€ngnis? Wie kannst du bei dem VerhĂ€ltnis von Ungerechtigkeit neutral (dem Anschein nach, du bist aber nicht neutral) bleiben?

Keiner hier verurteilt ein Volk wegen seiner derzeitigen Regierung. Wir verurteilen ein Gebilde, dass seit Jahrzehnten auf Unrecht gebaut ist und seit Jahrzehnten Verbrechen begeht! Wir verurteilen ein Gebilde, dass rassistisch ist und keinen Frieden will.

Unrecht bleibt Unrecht! Und ohne Gerechtigkeit, wird es keinen Frieden geben!


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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#14 von Kurt Nickel , 04.10.2014 07:59

Alle Seiten begehen Unrecht und tun Böses, allen Seiten wird Unrecht angetan und alle Seiten bestehen auf ihre Standpunkte. Wo soll dort der Widerspruch sein...? Doch in allen heiligen Schriften wird das Gute als Grundelement zugrunde gelegt, und keine Seite hĂ€lt sich daran. Lieber erschießt man sich gegenseitig. Eitelkeiten lassen es nicht zu, dass man einander zugeht und das GeschĂ€ftsinteresse der Außenstehenden heizt das Ganze auch noch an.

Jesus sagte einst: Wenn dir jemand auf die Backe schlĂ€gt, dann halte auch die andere hin. Vielleicht wĂ€re das der SchlĂŒssel, um aufeinander zuzugehen. So mancher auf beiden Seiten wollte das sogar, doch er hat keine Chance. Angst vor Macht- und Kompetenzverlust verhindert dies.

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RE: Über die wahre (Un)- Wertigkeit unserer Asylanten

#15 von Fatima Özoguz , 04.10.2014 11:17

Die Schiiten und glÀubigen Christen in der Region dort haben lange genug die "Backe hingehalten", und werden jetzt vernichtet. Man will keine glÀubigen Christen haben, man will kapital-hörige angepasste Christen haben wie in Europa, deshalb hat man jahrelang zugesehen.

Ich weiß auch, dass die Kapitalinteressen zu groß sind...


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