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Ein ehrenvoller Kampf

#1 von Dr.Josef Haas , 22.03.2015 16:21

Ein ehrenvoller Kampf

Ein altes deutsches Sprichwort kommt der derzeitigen Situation des Volkes von Palästina
sehr nahe. Es lautet: "Wo Licht ist auch Schatten!"
Zu den traurigen Begleitumständen, unter denen die dortige Bevölkerung letztlich schon seit
Ende des zweiten Weltkrieges zu leben gezwungen ist, gehört bekanntermaßen ihr
skandalöser Verrat durch die arabischen Nachbarn, wie er erst jetzt wieder durch einen
ägyptischen Gaskauf in Höhe von rund 2,5 Milliarden Dollar bei Israel so sinnfällig zum Ausdruck
kommt.
Wenn sich also die palästinensische Bevölkerung nur auf ihre muslimischen Schwestern und
Brüder verlassen hätte, gäbe es sie so heute bereits mit Sicherheit nicht mehr.
Stattdessen träte sie als ein identitätsloses Völkergemisch in Erscheinung, dessen einzige
Aktivität in devoter Unterwerfung unter den Willen seiner israelischen Unterdrücker bestünde.
Dass- trotz aller Probleme- den Palästinensern dieses erbärmliche Schicksal erspart blieb,
verdanken sie allein ihrer Freiheitsbewegung- und hier insbesondere der Hamas.
Deren Gründer, Scheich Ahmad Yasin, besiegelte diesen seinen ebenso unbedingten wie
idealistischen Einsatz für sein Volk, wie zigtausende Frauen und Männer vor ihm, vor elf Jahren
mit dem Märtyrertod.
In den frühen Morgenstunden des 22.März 2004 griffen nämlich israelische Luftmörder die Moschee
"al-Madschma al Eslami" im Osten von Gaza mit Bomben an, denen der an den Rollstuhl gefesselte
Freiheitskämpfer zum Opfer fiel.
Damit fand ein in jeder Hinsicht tapferes Leben seinen Abschluss, in dessen Mittelpunkt von
Anfang an der Kampf um die Befreiung des von den Zionisten seit Jahrzehnten gequälten und
gedemütigten palästinensischen Volkes stand.
Dessen Speerspitze war dabei seit dem 14.Dezember 1987 die Hamas, als deren Inspirator Scheich
Yasin in die Geschichte einging.
Bereits die Umstände seines Todes machten deutlich, um was es im genannten Zusammenhang schon
immer gegangen ist: das Ringen mit einem Feind, dem die Werte des Islam nicht das allergeringste
bedeuten- eine Denkweise, welche ja mit dem Überfall auf das Gazaer Gotteshaus in deutlichster
Weise zum Vorschein kam.
Diese antireligiösen Beweggründe der Zionisten dürfen infolgedessen niemals aus den Augen
verloren werden.
Die Beherzigung dieser Erkenntnis wird beweisen, dass sie mit den Palästinensern auch deren Glauben
treffen wollen, welcher diesen von Anfang an ein wertvoller Kraftquell in der Auseinandersetzung
mit den zionistischen Kolonisatoren gewesen ist.
Darüber hinaus- und auch dies soll hier nicht verschwiegen werden- besitzt dieser Freiheitskampf
auch eine internationale Komponente, wie erst unlängst wieder eine wahrlich furchtbare Nachricht
aus dem Land der Opfer, wie sich Israel ja gerne nennen lässt, bewiesen hat.
So berichtete die "Times of Israel" am 11.März 2015, dass der zionistische Journalist Chen Ben-
Eliyahu in der Internetpublikation "Israel National News" dazu aufgefordert habe, den Iran sowie
Deutschland nuklear auszulöschen.
"20 bis 30 Atombomben genügen, um diese Aufgabe zu erfüllen", plauderte er in diesem widerlichen
Kontext aus.
Ohne diesen Autor überbewerten zu wollen, beweist dessen blutrünstige Forderung aber doch das
Vorhandensein eines faschistischen Bodensatzes in Israel, der allein durch sein Vorhandensein
den Frieden zumindest im Nahen Osten akut bedroht.
Man stelle sich dabei aber einmal vor, irgendein Palästinenser hätte das gleiche, auf den Judenstaat
bezogen, von sich gegeben. Die Reaktion darauf wäre ein publizistisches Erdbeben in der gesamten
westlichen Hemisphäre gewesen.
Das kollektive Schweigen bezüglich der Völkermordphantasien aus Israel beweist aber nun nicht nur
die Gefährlichkeit des radikalen Zionismus. Noch mehr illustriert es, dass seine Abwehr bislang nur
seitens des palästinensischen Volkswiderstandes stattgefunden hat.
Und genau dies ist, auch für die Sicherung des Weltfriedens, entschieden zu wenig!

Dr.Josef Haas  
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