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Hoffnung und Skandal

#1 von Dr.Josef Haas , 15.10.2014 14:10

Hoffnung und Skandal

Die jüngst ergangene Aufforderung des britischen Unterhauses an die Londoner Regierung,
einen "Staat Palästina" anzuerkennen, hat nicht nur in Großbritannien aufhorchen und was
natürlich nicht verwundert, die israelische Regierung dagegen Sturm laufen lassen.
Dieser Beschluss des britischen Parlamentes stellt in der Tat eine beachtliche und daher
beachtenswerte Entscheidung dar, wenngleich er für das Kabinett Cameron keine bindende
Verpflichtung darstellt,also infolgedessen nur als rein symbolischer Akt bezeichnet werden
kann.
Dennoch, oder gerade deswegen, macht er deutlich, dass sich auch die westliche Welt um
Emanzipation gegenüber dem Tel Aviver Zionistenregime bemüht und dessen permanente Verbrechen
nicht mehr länger widerspruchslos hinzunehmen scheint.
Doch wo Licht ist auch Schatten, um in diesem Zusammenhang ein deutsches Sprichwort wiederzugeben.
Die hiesige Regierung wird, dies muss leider- einmal mehr- dieser erfreulichen Entwicklung
als traurige Nachricht hinzugefügt werden, sich allerdings weiterhin jeder Initiative zur
Schaffung eines eigenen Palästinenserstaates verweigern und damit ihr Abhängigkeitsverhältnis
gegenüber Israel erkennbar genug ins Blickfeld rücken.
Zugleich macht sie mit dieser ihrer Feindschaft gegenüber dem Selbstbestimmungsrecht des
palästinensischen Volkes deutlich, dass sich an ihrer nicht vorhandenen Souveränität gegenüber
Israel nichts verändert hat.
Konkret bedeutet dies dann, die Führung des sog. "Staates Israel" kann für jedes ihrer
Verbrechen, und sei es auch noch so grausam und brutal, mit der uneingeschränkten Rückendeckung
Berlins rechnen.
Es bekommt von dort atomgetriebene U-Boote geschenkt, obwohl deren Lieferung gegen alle
Bestimmungen zum Waffenexport in Krisengebiete verstoßen, die von unserer Bundesregierung
erlassen worden sind, und wird somit durch sie in jeder Weise unterstützt.
Ja, das Berliner Kabinett ersetzt mit dem Geld des deutschen Steuerzahlers klaglos die vorher
Palästina zur Verfügung gestellte und danach von Israel zerstörte Infrastruktur.
Erschütternder Beweis für das aktuelle Verhalten Deutschlands gegenüber Israel.
Natürlich weiß jeder über die hierfür verantwortlichen Gründe und Ursachen hinlänglich Bescheid.
Sie sind eine direkte Folge der brutalen Instrumentalisierung des Holocausts durch die Zionisten.
Ein schändliches Verhalten, dessen Opfer die daran ja vollkommen unschuldigen Palästinenser sind.
Doch auch die nachgeborenen Deutschen sollten sich fragen, ob die seinerzeitige Judenverfolgung
zur Legitimierung der israelischen Mordtaten mißbraucht werden darf.
Leider dürfte die Mehrheit von ihnen dies noch immer desinteressiert lassen.
Und genau dies stellt einen Skandal sondersgleichen dar, welcher in seiner Wirkung den israelischen
Verbrechen gleichkommt!

Dr.Josef Haas  
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Registriert am: 29.07.2014


RE: Hoffnung und Skandal

#2 von Cengiz Tuna , 16.10.2014 09:30

Habe ich etwas verpasst? Palästina gibt es doch. Wieso soll man Palästina anerkennen? Ist das nicht schon wieder so eine Täuschung? Im Umkehrschluss würde es doch bedeuten, dass es Palästina nicht gibt. Solche Abstimmungen dienen doch nur dazu, Palästinas Existenzrecht abzusprechen. Daher ist die Anerkennung nicht bindet und nur symbolisch. Wieso wird stattdessen nicht andersherum, Israel nur bis zu bestimmten Grenzen anerkannt? Ich denke, wir sollten auf solche Tricks nicht reinfallen.


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zuletzt bearbeitet 16.10.2014 | Top

   

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