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Christen und Muslime kämpfen Hand in Hand gegen die Terroristen der Westlichen Welt

#1 von Yavuz Özoguz , 24.01.2014 10:01

Christen und Muslime kämpfen Hand in Hand gegen die Terroristen der Westlichen Welt

Es gibt kaum eine Meldung darüber in Westlichen Medien und man muss einmal mehr in Deutschland (wie einst in der DDR) den „Feindsender“ hören, um von den Gräueltaten der eigenen Leute zu erfahren.

In dem christlich dominierten Dorf Saidnaya in Syrien, in dem eines der ältesten christlichen Klöster steht, kämpfen Muslime der syrischen Armee, logistisch unterstützt von den Kämpfern der muslimischen Hizbollah, gegen die von der westlichen Welt aufgerüsteten, von den Saudis finanzierten und von ausländischen Söldnern verstärkten Front der fanatischen Terroristen, die Christen jegliche Daseinsberechtigung abstreiten. Eigentlich ist das Dorf militärisch weniger bedeutend. Es liegt in den Qalamoun Bergen und würde sich aus dem Krieg der Westlichen Welt gegen Syrien am liebsten raushalten, beherbergt es doch eine der ältesten Klöster der christlichen Welt. Aber es kann sich nicht raushalten, da die von der Westlichen Welt – darunter auch Deutschland – unterstützten Terroristen sich auf die Flagge geschrieben haben, ausgerechnet jenes Kloster zerstören und alle Christen verjagen zu wollen. Mehrfach haben sie die Stadt angegriffen und konnten kurzerhand auch die Oberhand gewinnen, aber nur so kurz, dass es zur Zerstörung des Klosters nicht gereicht hat. Inzwischen werden die Stadt und das Kloster tatkräftig verteidigt.

Und wer verteidigt das Kloster? Wer hilft dem Kloster und seinen unbewaffneten christlichen Geistlichen? Es ist die syrische Armee, bestehend aus zumeist Muslimen, unterstützt von der Hizbollah, bestehend aus Muslimen! Wäre das nicht eine Meldung wert? In Syrien verteidigen Muslime Hand in Hand mit Christen eines der ältesten Klöster der christlichen Welt gegen die Söldner der Westlichen Welt.

Aber es gibt jene Meldungen nicht; und schon gar nicht in Deutschland! Warum nicht?! Denn Deutschland ist – zumindest indirekt – Kriegspartei. Das konnte man sehr gut bei der aktuellen sogenannten Friedenskonferenz erkennen. Deutschland war dabei, Iran wurde demütigend von der Westlichen Welt ausgeladen. Gemäß Außenminister Steinmeier sei Deutschland bereit, „unseren syrischen Freunden zu helfen, wo immer wir können“. Er und seine Chefin sollten aufpassen, dass deutsche Politiker nicht eines Tages wieder vor einem Tribunal enden, bei dem die Unterstützer von übelsten Verbrechern zur Rechenschaft gezogen werden.
Solche Gedanken sind deutschen Politikern heute fern. Zu sehr wähnen sie sich in der Arroganz der Macht im Recht. Nicht einmal das Leid der eigenen christlichen Glaubensgeschwister kann ihre Verblendung aufheben. Der Heilige Qur‘an beschreibt sie leicht erkennbar mit folgenden Worten:

„Sie trachten danach, Allah und diejenigen, die überzeugt sind zu überlisten, und nichts überlisten sie außer ihren (eigenen) Seelen, und sie erahnen es nicht. In ihren Herzen ist eine Krankheit, dann hat Allah ihre Krankheit gemehrt, und für sie ist leidvolle Pein dafür, dass sie logen. Und wenn ihnen gesagt wird: Stiftet kein Unheil auf der Erde, so sagen sie: Wir sind doch Versöhnende. Doch sind sie gewiss die, die Unheil stiften, aber sie erahnen es nicht einmal.“ (Heiliger Qur‘an 2:9-12)

Wer also den „Feindsender“ zum Thema hören will (leider nur auf Englisch), der kann das unter:

http://www.presstv.ir/detail/2014/01/21/346829/syria-christian-town-under-militant-raid/

Und es ist sicherlich kein Zufall, dass jener Sender von westlichen Satelliten verboten worden ist. Zudem läuft jeder Verein in Deutschland Gefahr, die Gemeinnützigkeit zu verlieren, würde er jenen Sender öffentlich zeigen. Sender der Chinesen, der Russen, der Saudis und selbst der syrischen Terrorgruppen sind hingegen immer noch empfangbar. Keinem einzigen pro-saudischen Verein, der Christen hasst, wurde in Deutschland das angedroht, was den Anhängern der christlich-muslimischen Allianz im Libanon und Syrien angedroht wurde. Deutschland steht einmal mehr auf der Seite der Imperialisten, der Kapitalisten, der Kolonialisten, und ist auch bereit, Soldaten für die Besetzung ferner Länder mit zur Verfügung zu stellen. Natürlich handelt es sich dabei immer wieder um „Friedensmissionen“, aber haben die Verbrecher der Vergangenheit jemals ihre Eroberungsfeldzüge anders genannt?

Was aber ist zu tun? Zunächst einmal muss man sich informieren, auch beim „Feindsender“ wie IRIB und PressTV. Noch darf man als Privatperson ungestraft dazu aufrufen. Wie lange noch? Zudem ist jede Form von friedlichem erlaubtem Widerstand gegen dieses Unrecht durch Verbreitung von Wahrheit anzustreben. Die Menschen müssen informiert werden über ihre eigene Regierung, damit Sie wissen, dass sie von skrupellosen Menschen regiert werden.

Warum aber betonen wir immer wieder den friedlichen erlaubten Widerstand? Weil wir niemals so werden wollen wie die Regierenden der Macht und Arroganz. Schauen Sie doch einmal, wie die Bundesregierung und deren Hofschreiber in der Ukraine mit Menschen sympathisieren, die Brandsätze auf Polizisten werfen! Schauen Sie doch und sehen Sie doch, wie Menschen, die behaupten für Frieden und Gerechtigkeit zu sein, keinerlei Skrupel haben, wenn Polizisten verbrennen! Ist es kein Verbrechen, Brandsätze auf Polizisten zu werfen und dabei auch Passanten zu gefährden? Ist das der friedliche Widerstand? Wer zu so etwas schweigt, der zerstört doch vor allem seine eigene Seele! Und die Seelen solch einer Regierung sind zerstört! Niemals darf ein Mensch seine Menschlichkeit aufgeben. Daher dürfen - vor allem Muslime in diesem Land - nur friedlich gegen das Unrecht vorgehen, das immer mehr von deutschen Politikern und ihren Hofjournalisten zu verantworten ist. Mag sein, dass wir dabei nicht besonders erfolgreich erscheinen werden. Aber darum geht es nicht! Es geht nicht um den „Erfolg“ in diesem kurzen Leben, sondern um den Einsatz für Wahrheit und Wahrhaftigkeit, und das ist nur mit wahrhaftigen Mitteln möglich.

Die Vertreter des Kapitalismus machen uns vor, wie es nicht sein darf: Um ihre Ziele zu erreichen, sind sie zu jedem Verbrechen bereit. Sie überfallen Syrien, lassen 100.000 Menschen ermorden und eine Million vertreiben. Sie bauen auf den Erfahrungen auf, die sie seit 65 Jahren in Palästina gewonnen haben. Sie schicken ihre Söldner und Einpeitscher in fremde Länder und lassen kleine Minderheiten für ihre Interessen sterben. Es sei daran erinnert, dass die Westliche Welt in der Ukraine abgewählt wurde! In Asien wird die Westliche Welt immer wieder abgewählt. Wenn der Kapitalismus seine Ziele mit Wahlen erlangen kann, dann lässt sie Wahlen zu. Führen Wahlen zu antiwestlichen Regierungen, werden Putsche inszeniert. Die „Wertegemeinschaft“, der sich Deutschland mit seinen Politikern verbunden fühlt, hat Afghanistan zerstört, hat den Irak zerstört, hat jetzt Syrien zerstört, versucht seit 35 Jahren den Iran zu zerstören, will jetzt diverse Länder in Afrika zerstören, hat Jugoslawien zerstört und würde jedes Land der Erde zerstören, wenn Aussicht besteht, dass die eigene Macht dadurch ausgedehnt werden kann. Aber sie stößt dabei auf immer mehr Widerstand. Der militärische Widerstand ist besiegbar.

Aber es gibt einen anderen Widerstand, der sich immer weiter unaufhaltbar ausbreitet. Es ist der Widerstand der Befreiungstheologie der Islamischen Revolution. Es ist der Widerstand der ungebrochenen Hoffnung auf Erlösung. Es ist der Widerstand der Herzen, die Christen und Muslime verbindet. Es ist der Widerstand gegen die Ungerechtigkeit einer ausbeuterischen Westlichen Welt, die selbst ihre größten Kapitalverbrechen in Form von Hollywood Filmen zelebriert und damit Geld verdient. Es ist der Widerstand der Armen gegen die Ausbeuter. Es ist der Widerstand der Hungernden gegen die Unterdrücker. Dieser Widerstand wird immer lauter und deutlicher, und entsprechend brutaler werden die Imperialisten.

Wir leben unter einer Regierung, die sich offensichtlich dem Imperialismus verkauft hat (selbst wenn es manchmal überraschende Indizien gibt, dass sie sich zu befreien versucht). Das Volk in Deutschland aber ist zweifelsohne genau so wenig imperialistisch, wie jedes andere Volk der Erde. Daher ist es bedeutsam, dass dieses Volk aufsteht und seinen Machthabern erklärt, dass sie nicht an der Seite von Verbrechern stehen will, weder beim körperlichen Abschlachten, noch beim monetären abschlachten, noch beim wirtschaftlichen Abschlachten, noch beim moralischen Abschlachten, noch bei irgendeinem anderen Abschlachten.

Die Basis dafür kann nur der Mensch legen, der die Friedensbotschaft Jesu verinnerlicht: „Fürchtet euch nicht“. Wir dürfen uns nicht fürchten auch in Deutschland friedlich für Frieden einzutreten. Die sogenannte Friedensbewegung ist tot. So ist es die Aufgabe von deutschen Muslimen Hand in Hand mit der verbliebenen Minderheit gläubiger Christen sie wiederzubeleben. Und mit Gottes Hilfe wird das möglich sein.


Yavuz Özoguz  
Yavuz Özoguz
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