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Krieg gegen Kinder

#1 von Dr.Josef Haas , 12.12.2022 18:35

Krieg gegen Kinder

Der in Berlin erscheinenden marxistischen Tageszeitung "junge Welt" sind immer wieder sehr lesenswerte
Berichte über die furchtbare Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung durch Israel zu entnehmen.
Beispielsweise auch am 9.Dezember dieses Jahres, wo dieses Blatt über die systematische Zerstörung von
Schulen durch das zionistische Besatzerregime berichtete.
Jüngste Stätte dieses natürlich ungesühnt bleibenden israelischen Verbrechens war dabei die im Westjordanland
liegende Grundschule in Masafer Jata. Nach vorheriger Billigung durch das "Oberste Gericht" des zionistischen
Gebildes, wurde sie am 23.November zerstört, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt in ihr 22 Schülerinnen und Schüler
aus vier benachbarten palästinensischen Dörfern befanden. Darüber berichtete der Fernsehsender Al Dschasira, der
außerdem darüber informierte, dass die Okkupanten während des Unterrichtes ihr Zerstörungswerk begannen und
dazu mit Blendgranaten in die Klassenzimmer feuerten.
Man stelle sich nur einmal den weltweiten Aufschrei vor, wenn anstatt der palästinensischen jüdische Kinder ein
derartiges Schicksal erlitten hätten! Natürlich stellt ja hierzulande für viele allein das Aussprechen einer solchen
Wahrheit "Antisemitismus" dar, weshalb sie aus Angst davor auch sofort verschwiegen wird.
Gleiches geschah selbstverständlich auch, als sich die Lehrkräfte entschlossen, den Schulbetrieb nach der Schul-
zerstörung in Zelten fortzusetzen. Diese wurden umgehend von der Soldateska Israels mit Bulldozern niedergewalzt.
Für das feige deutsche Establishment, aber auch für viele "muslimische" Verräterinnen und Verräter in der islamischen
Welt, selbstredend völlig richtig, was hier Tel Aviv wieder einmal an Verbrechen beging.
Da "Schweigen Zustimmung bedeutet", kann, ja muss man sogar diese harte Feststellung treffen, die sich jährlich
ebenso fürchterlich wie tausendfach wiederholt hat und künftig leider auch erneut wiederholen wird.
Ergreifend waren und sind in diesem so traurigen Zusammenhang allein die Worte der palästinensischen Aktivistin
Abier Khatib: "Das ist ein Akt des Widerstandes in einer Welt der Feigheit", womit die kurzzeitige Unterrichtserteilung
in provisorisch aufgestellten Zelten gemeint gewesen ist.
Deren sofortige Vernichtung hat dem israelischen Militär-Pöbel sicherlich auch ein besonderes Lusterlebnis beschert-
wahrscheinlich mit ein Grund für die Durchführung dieses Übergriffes auf eine Bildungseinrichtung, von der weiß Gott keine
Gefahr für die innere Sicherheit ausging. Dies war natürlich den Staatsterroristen aus Israel hinreichend bekannt, kümmerte
sie aber keineswegs, friedliche Kinder zu tyrannisieren.
Dabei hat diese perverse Verhaltensweise absolut Methode in Israel. Nach Angaben der von der UNO geförderten
Zivilorganisation Global Coalition to Protect Education from Attack (=Weltweite Koalition zum Schutz der Erziehung vor Angriffen)
die im März dieses Jahres veröffentlicht wurden, waren "zwischen Januar 2019 und September 2021 bei Angriffen auf
palästinensische Schulen durch Tränengas, Blendgranaten und andere Waffen 480 Schüler und Lehrkräfte verletzt worden.
305 Schulen und Kindergärten waren Angriffen ausgesetzt gewesen."
"Zwischen 2015 und 2019 wurden über 4.000 palästinensische Schüler und Studenten bei Angriffen verletzt, was weltweit den
höchsten Wert darstellt."
Furchtbare Einzelheiten, doch der überwiegende Teil der Welt schweigt diese Verbrechen tot und legitimiert sie damit sogar
letztlich noch. Fällt es allerdings einmal einem Prominenten dieser Republik ein, sich mit diesen Kindern zu solidarisieren,
ist die Vernichtung seiner beruflichen Existenz gleichsam vorprogrammiert. Keine Phrase, sondern- stattdessen- das traurige
Erleben von Matondo Castlo, bislang Moderator der Sendung "Baumhaus", welche vom ARD-Kinderkanal "KIKA" ausgestrahlt wird.
Der aus dem Kongo stammende Fernsehschaffende besuchte nämlich im Juni dieses Jahres ein im palästinensischen Dorf Farkha
stattfindendes Jugendfestival. Für "BILD" und seinen Anhang aus dem Deutschen Bundestag, sofort Grund und Anlass genug, seine
Entlassung zu verlangen, die dann auch umgehend ausgesprochen wurde.
In dieser Atmosphäre der Verbreitung von Angst und Einschüchterung, können natürlich die israelischen Verbrechen bestens gedeihen-
sie ist ja die Voraussetzung für deren Zustandekommen.
Palästina leidet und stirbt also weiter, was leider auch 2023 wieder der Fall sein wird.
Auch hier im Forum wird diese so schreckliche Realität leider kaum viel Interesse auszulösen vermögen, Briefe an den "designierten",
aber schon mehr als ein Jahr im Amt befindlichen, Bundeskanzler Scholz, sind und bleiben da natürlich viel interessanter.
Doch ein Trost bleibt: Palästinas Jugend kämpft weiter gegen die Okkupation ihrer Heimat durch Israel. Und dies, obwohl sie durch viele
"Muslime", von anderen ganz zu schweigen!, schon lange verraten und verkauft worden ist!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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