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Israel = Terror

#1 von Dr.Josef Haas , 24.04.2021 19:08

Israel = Terror

Meiner subjektiven Meinung nach dürfte das Thema Palästina hier nur (noch) relativ
wenige Leserinnen und Leser interessieren. Auch wenn ich damit Gefahr laufe, mit
einem weiteren Beitrag zu dieser Problematik nur allgemeine Langeweile zu verbreiten,
ist und bleibt es mir dennoch eine Sache des Herzens, hier auf die jüngsten israelischen
Verbrechen aufmerksam zu machen.
Als Quelle dient mir in diesem Zusammenhang- einmal mehr- die Berliner marxistische
Tageszeitung "junge Welt". In ihrer Ausgabe vom 24./25.April 2021 berichtet sie von den
neuesten Überfällen sogenannter jüdischer "Siedler" auf friedliche Palästinenserinnen
und Palästinenser. Vor zwei Tagen wurden dabei mehr als 120 von ihnen verletzt.
Anlass für die Straßenschlacht, auf der sich die Kolonisten-Gewalt austobte, war dabei
ein Marsch zur "Wiederherstellung der jüdischen Würde", den mehrere hundert rechtsextreme
Juden durch Jerusalem durchführten, bei dem sie auch den Ruf "Tod den Arabern" von sich
gaben.
Ein unvorstellbarer Rassismus wurde damit von ihnen auf die Straßen getragen, der hier-
zulande aber- selbstverständlich- kaum einen publizistischen Widerhall gefunden hat.
In dieser Republik ist man derzeit zwar dabei, sich an allen Zeugnissen der deutschen
Geschichte zu vergreifen, welche irgendwie mit dem Kolonialismus des 19.Jahrhunderts
oder den nachfolgenden Jahrzehnten in Verbindung gebracht werden könnten.
Jüdisch-israelischer Rassismus spielt hier aber nicht nur keine Rolle, er wird sogar weitest-
gehend gerechtfertigt, denn Israel ist ja für die allermeisten hierzulande ein Tabu, von dessen
Unantastbarkeit sich Uninformierte kaum eine Vorstellung machen können.
Daher dürfte allein die Erwähnung der Aussagen ultrarechter Israelis, die im Vorfeld des
faschistischen Aufmarsches in den sozialen Medien unverhüllt zur Gewalt gegen die palästinensische
Bevölkerung aufriefen, von nicht wenigen deutschen Irrläufern schon als "Antisemitismus" an-
gesehen werden.
Original-Zitat dazu aus der heutigen "jungen Welt": "Wir müssen ihnen die Gesichter brechen,
begrabt sie lebendig!"
Selbstredend werden die Führungskräfte des "Zentralrates der Juden in Deutschland" mit Dr. Joseph
Schuster an der Spitze dies nicht kommentieren und durch ihr Stillschweigen damit gleichsam recht-
fertigen. Aus Feigheit gegenüber Israel wird sich die Bundesregierung dem selbstredend anschließen.
Demgegenüber, und dies sei hier lobend hervorgehoben, berichtet die liberale israelische Tageszeitung
"Haaretz" regelmäßig über diese mörderischen Umtriebe der staatstragenden zionistischen Siedler,
welche ja bekanntlich im Fastenmonat Ramadan stattfinden.
"Haaretz" wörtlich, zitiert nach der "jungen Welt": "Jeden Abend ziehen junge, ultrarechte Juden durch
die Straßen, die sich traditionell nach dem Fastenbrechen mit muslimischen Palästinensern füllen.
Sie beleidigen die Passanten, greifen sie mit Tränengas an und werfen mit Steinen. ...
Als ein jüdischer Einwohner der Altstadt ... einem jungen Palästinenser zur Hilfe eilte, der von einer
Handvoll Rechter attackiert wurde, wurde er selbst zum Ziel der Gewalt." Der Mann wörtlich:
"Sie traten mich, dann packte mich ein Mann mit einer weißen Kippa und schrie mich an, dass sie unsere
Schwestern vergewaltigen und dass ich ein Verräter sei."
"Haaretz" weiter: "Die Polizei verhält sich gegenüber Palästinensern aggressiv, während sie jüdischen
Angreifern gegenüber gleichgültig ist."
Daher kann auch dem Urteil dieser Zeitung aus Israel uneingeschränkt zugestimmt werden, welches
Benjamin Netanjahu und seinem Kabinett die Hauptverantwortung für diese "gewalttätige, rassistische
Atmosphäre" zuweist.
Zitat: "Die Tatsache, dass sie (gemeint Netanjahu und sein Führungsklüngel) es jahrelang nicht für
angebracht hielten, Angriffe von Juden zu verurteilen, verbunden mit ihrer Aufstachelung gegen die
arabische Gemeinschaft, bedeutet, dass sie Verantwortung tragen."
Die tragen aber auch all die Muslimas und Muslime, denen das so traurige Schicksal ihrer
palästinensischen Glaubensschwestern und- brüder scheinbar oder sogar tatsächlich gleichgültig
ist. Sie vergehen sich damit am Solidaritätsgebot des Propheten und und zeigen, dass ihnen all
das mit dem Ramadan Zusammenhängende eigentlich nur noch ein inhaltsleerer Ritus ist.
Ein beschämendes Verhalten, das natürlich den jüdischen Verbrechersiedlern förmlich in die Hände
arbeitet.
Doch zur Umkehr und Buße ist es auch heute nicht zu spät. Nur sollte diese nicht auf eine ferne
Zukunft verschoben werden, sondern gerade jetzt ihren sichtbaren Ausdruck in einer diese
Bezeichnung wirklich verdienenden Unterstützung des Volkes von Palästina finden.
Der Boykott aller israelischen Waren wäre hier ein ebenso nützlicher wie vor allem notwendiger
Anfang!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
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