Muslim-Forum
Willkommen im Forum der Muslime für deutschsprachige Gottesehrfürchtige

Alle Autoren des Forums zeichnen mit ihrem realen Namen



Ich konnte es mir nicht vorstellen! Wann wachen wir auf?

#1 von Yavuz Özoguz , 10.02.2021 09:51

Ich konnte es mir nicht vorstellen! Wann wachen wir auf?

Das Erscheinen des Erlösers Imam Mahdi und die Rückkehr Jesu sind feste Bestandteile des islamischen oder christlichen Glaubens, aber selbst viele Muslime oder Christen können es sich kaum vorstellen. Allerdings ereignen sich seit einiger Zeit so viele Dinge, die sich kaum jemand vorstellen konnte, und ein Blick auf einige Ereignisse sollte zu denken geben.



Ich erinnere mich an meine Pilgerfahrt nach Mekka, meine Hadsch. Es ist jetzt fast ein Jahrzehnt her. Doch eine Szene wird immer in meinem Kopf bleiben. Nachdem ich bereits alle Pflichtriten hinter mich gebracht und den Weihezustand namens „Ihram“ vollständig verlassen hatte, wollte ich unbedingt einmal den wundersamen Schwarzen Stein [1] berühren. Immer wieder hatte ich die Stelle umkreist, um mir eine Strategie zu überlegen, wie ich an den Stein herankommen könne. Doch es schien unmöglich. Tausende und Abertausende drängten sich in einem Menschenknäuel um die Stelle an der Kaaba, dem wichtigsten Haus auf Erden, dass die Gefahr erdrückt zu werden größer war, als die Chance an den Stein heranzukommen. Ich ging zurück zu unserer „Basis“, an der sich unsere Gruppe sammelte, legte meine Brille ab und alles andere am Körper, was ich hätte verlieren können. Geradezu todesmutig (so kam ich mir zumindest vor), warf ich mich in den Strom der Berührwilligen und kam dem Stein immer näher. Nur die letzten Zentimeter wurde ich so erdrückt, dass ich kaum atmen konnte. Fast eine ganze Sekunde lang gelang es mir, die Brocken zu ertasten, die von dem einst zusammenhängenden Stein übriggeblieben sind. Danach riss mich der Strom davon und ich konnte wieder atmen. Zurück an der Basis wollten diejenigen, die es aus körperlichen Gründen nicht hätten schaffen können, an diesen Stein heranzukommen, zumindest unbedingt meine nichtige Hand berühren. Was bei der Hadsch nahezu unmöglich schien, war auch sonst mit größten Schwierigkeiten verbunden. 365 Tage im Jahr 24 Stunden am Tag war der Stein so umringt, dass ein geordnetes Stehen oder Laufen im Umkreis jenes Steines unmöglich erschien. Doch eine sehr bedeutsame Überlieferung des Islam bestand darin, dass der Erlöser genau an jenem Schwarzen Steinen in aller Ruhe stehen und den Treueid von 313 treuen Anführern der Welt entgegennehmen würde. Wie sollte das jemals möglich sein? Es erschein mir wie ein Ding der Unmöglichkeit. Heute ist die Kaaba verwaist. Corona macht es möglich. Ein geordnetes und abgestimmtes Treffen beim Schwarzen Stein wäre problemlos möglich.

Als ich vor ca. 40 Jahren beim Studium regelmäßig die Bibelstunde eines wirklich gottesehrfürchtigen christlichen Ehepaares besucht habe (Gott schütze die beiden!), war unter anderem davon die Rede, dass Jesus so überraschend zurückkommen würde „wie ein Dieb in der Nacht“ [2]. Doch warum sollte es so überraschend sein, wenn doch so viele Christen so sehnsüchtig auf sein Kommen warten. Heute wartet kaum noch ein Christ darauf. Selbst beim Papst kann das bezweifelt werden, denn würde er daran glauben, dass Jesus morgen kommen könnte – möge der Geist Gottes bald erscheinen – dann würde er anders sprechen und anders handeln, insbesondere gegen die Unterdrücker dieser Welt. Es ist die Heiligkeit unserer Zeit Imam Chamenei, der so lebt, spricht und handelt – insbesondere gegenüber den Pharaonen der Zeit – als wenn der Erlöser morgen kommen könnte.

Neben diesen „großen“ Hoffnungen, gibt es auch scheinbar kleine – geradezu lächerlich kleine – Gegebenheiten, die sich sehr merkwürdig entwickelt haben, wie ich es mir niemals hätte vorstellen können. Praktizierende Muslime und Muslimas hatten zunehmend Schwierigkeiten irgendeinen Job im Land anzutreten, selbst wenn sie die besten Qualifikationen vorweisen konnten, weil das Bewerbungsgespräch endete, noch bevor es begonnen hat, wenn man dem anderen Geschlecht die Hand nicht geben wollte [3] aufgrund der Berührungsexklusivität [4], welche der eigene Ehepartner genoss. Im Corona-Zeitalter gibt niemand mehr die Hand.

Doch abseits der persönlichen Befindlichkeiten gibt es auch weltweit Ereignisse, die den Überlieferungen tagtäglich näherkommen. Der Islam sieht ein Finanzsystem ohne Zinsen vor, etwas, was im etablierten Raubtierkapitalismus undenkbar erschien. Heute sind wir jenem System sehr nahe. Doch die Überlieferungen besagen, dass jenes Null-Zinssystem letztendlich von einer Art Salawat-Wirtschaft abgelöst wird. Jeder Mensch könnte dann jede Ware, die er benötigt, durch ein Segnungs-Bittgebet (Salawat) erhalten. Was wie ein Traum erschien, führt ausgerechnet der Kapitalismus in diesen Tagen vor. Es wird aus dem „Nichts“ Geld gedruckt ohne Ende und damit gekauft, was immer man will. Nur an der gerechten Verteilung hapert es noch.

Zu den Vorhersagen gegenüber der Zeit kurz vor der Erlösung gehört auch eine Art Dammbruch bei der Korruption. In meiner Jugend galten alle Länder des Orients als durch und durch korrupt und die westlichen Demokratien, allen voran Deutschland, als transparent, unbestechlich und halbwegs fair. Inzwischen glauben das nur noch Menschen, die Augen und Ohren verschließen. Deutschland mit seinem rekordverdächtigen Flughafenbau in Berlin, den Merkwürdigkeiten um einen Bahnhof in Stuttgart, die Merkwürdigkeiten bei der Maskenverteilung in Deutschland [6] durch einen Gesundheitsminister, der mitten in der größten Krise des Landes seit bestehen der Bundesrepublik sich eine teure Villa leistet [7], von den Medien und Politik „geförderte“ Virologen, deren Lebenspartner einen lukrativen Posten im Ministerium erhält [8], die Lebenspartnerin eines anderen Ministers, der selbst in der Korruptionskritik steht, heuert bei einem US-Multi als Lobbyistin an [9], all das gab es im gewissen Maß schon immer, aber inzwischen scheint jegliche Schamgrenze bei Korruption von einem Dammbruch davongeschwemmt worden zu sein.

Auch andere Dinge erfolgen erstmalig. Ein Korruptionsverfahren gegen einen amtierenden zionistischen Ministerpräsidenten während er im Amt ist, hat es genau so wenig gegeben, wie ein Amtsenthebungsverfahren gegen einen US-Präsidenten, der nicht nur zum zweiten Mal erfolgt, sondern auch nach seiner Amtszeit.

Als der Prophet des Islam einstmals gesagt hat, dass eine Zeit kommen wird, in der Frauen den Männern und Männer den Frauen gleichen werden, haben alle seine Anhänger 1400 Jahre lang gedacht, dass damit gemeint ist, dass sie sich einander ähnlich kleiden, schminken frisieren und in ihrem Verhalten gleichen werden. Auf die Idee, dass eine Zeit kommen könnte, in der jeder sich sein Geschlecht aussuchen und unabhängig von seine körperlichen Gegebenheiten behaupten kann Mann oder Frau oder eines von weiteren Dutzenden nicht definierten Geschlechtern sein zu können, wären selbst die größten Phantasten oder Untergangsseher nicht gekommen.

Ein weiterer Aspekt der Erwartung nach Erlösung schien bis vor einem Jahr undenkbar. Die gesamte Menschheit wird sich nach jener Erlösung sehnen. Selbst im Zweiten Weltkrieg war das nicht der Fall, denn es gab Regionen der Welt, die kaum betroffen waren. Heute gibt es keine nicht betroffene Region mehr.

Wenn jemand vor nur 50 Jahren behauptet hätte, dass in Deutschland und Nachbarländern Homosexuelle heiraten und Kinder adoptieren dürfen, dass Menschen anderen beim Selbstmord helfen dürfen und Eltern von schwerkranken Kindern sogar helfen dürfen, diese zu töten [10], dass Mitglieder eine Bundestagspartei öffentlich Inzest legalisieren wollten [11], was in Nachbarländern bereits der Fall ist, dann hätte man jenen Menschen wohl eingewiesen wegen offensichtlichem Realitätsverlust und Wahnsinn. Heute müsste man ihn wieder freilassen.

Ein letztes Beispiel: Wer immer die Gnade hatte einmal den historischen Friedensmarsch von Nadschaf nach Kerbela [12] mitzulaufen und anschließend noch die Moschee des Imam Mahdi, die neue Sahla-Moschee [13] in Kufa besucht hat, konnte sich kaum vorstellen, dass hier einstmals die Weltregierung des Erlösers eine Hauptstadt haben würde. So schön die Moschee mit Geldern von Spendern aus dem Iran und Irak erbaut worden ist, so unwirklich erscheint die Umgebung der Moschee. Aber in wenigen Wochen will erstmalig in der Geschichte des Papsttums ein Papst den Irak bereisen. Das sind alles Zeichen zum Nachdenken.

Die Liste der „Zeichen“ wächst jeden Tag. Aber es gibt weltweit nur noch wenige, die sie genüsslich wahrnehmen, erkennen und sich dafür in Dankbarkeit niederwerfen. Niemand kann wissen, wann der Erlöser kommt. Es kann schon heute sein oder erst in 100 Jahren. Doch es gibt einige Fakten, die jeder gottesehrfürchtige Mensch niemals vergessen sollte: Nie waren wir der Erlösung so nahe wie heute. Möglicherweise ist es eine Chance, wie der „große Reset“ [14], den teuflische Mächte geplant haben. Bereits vor etlichen Tausend Jahren hat der Teufel einen „großen Reset“ für den Menschen geplant. Damals musste der Mensch das gemütliche Paradies verlassen. Das Ergebnis ist aber die Option zu einer Rückkehr mit der Fähigkeit zu einem Genuss, welcher weit über alle Fähigkeiten des Teufels hinausragt und zu einer viel höheren und menschlicheren Stufe als vor dem Abstieg auf die Erde. Auch dieses Mal könnte es so kommen – so Gott will.

Entscheidend dabei ist folgende Frage: Wo stehe ich? Wenn ich an der Seite des Erlösers stehe, wenn ich keine Angst vor den Unterdrückern dieser Erde habe und meine Menschlichkeit jeden Tag versuche in der Gnade Gottes weiterzuentwickeln, dann spielt es keine Rolle, ob der Erlöser jetzt erscheint oder später, denn ich bin dabei. Und wenn ich das nicht tue, wenn ich die die Abgründe des unmenschlichen, ja tierischen Daseins abstürze, in die mich die zunehmend teuflisch werdende Welt drängen will, dann würde es mir nichts nützen, wenn der Erlöser morgen kommt.

Ich konnte es mir nicht vorstellen! Wann aber wache ich auf?

Das dargestellte Gemälde stammt von http://www.eslam.de/begriffe/r/ruhulamin_hasan.htm
[1] http://www.eslam.de/begriffe/s/schwarzer_stein.htm
[2] 1. Thessalonicher - Kapitel 5
[3] http://eslam.de/manuskripte/buecher/wir_...emde_frauen.htm
[4] http://eslam.eu/begriffe/b/beruehrungsexklusivitaet.htm
[5] http://www.eslam.de/begriffe/s/segnungs-bittgebet.htm
[6] https://www.youtube.com/watch?v=5UH1ULXG4e4&t=5s
[7] https://www.tagesspiegel.de/politik/berl...a/26650754.html
[8] https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichte...-posten-im-bmg/
[9] https://www.handelsblatt.com/politik/deu...l?share=twitter
[10] https://www.youtube.com/watch?v=8qC5HPk9dmc&t=2s
[11] https://www.youtube.com/watch?v=-E25azrIkXI&t=782s
[12] http://www.eslam.de/begriffe/f/fussmarsc...haf_kerbela.htm
[13] http://www.eslam.de/begriffe/s/sahla-moschee.htm
[14] https://www.youtube.com/watch?v=rAA9pocCiTI&t=8s


Yavuz Özoguz  
Yavuz Özoguz
Beiträge: 1.067
Registriert am: 27.12.2011

zuletzt bearbeitet 12.02.2021 | Top

RE: Ich konnte es mir nicht vorstellen! Wann wachen wir auf?

#2 von Dr.Josef Haas , 10.02.2021 16:44

Wie immer, haben Sie, lieber Herr Dr.Özoguz, ebenso nachdenklich wie aufrüttelnd
geschrieben. In diesem Zusammenhang erscheint mir dabei dieser Satz besonders wichtig:
"Entscheidend ist folgende Frage: Wo stehe ich? Wenn ich an der Seite des Erlösers
stehe, wenn ich keine Angst vor den Unterdrückten dieser Erde habe und meine
Menschlichkeit jeden Tag versuche in der Gnade Gottes weiterzuentwickeln".
Dies ist aber nun leider zugleich ein wahrhaft erschütterndes Urteil über den aktuellen Zustand
großer Teile des Islams.
Denn wie soll man denn die Tatsache, dass immer mehr islamische Staaten den Verursacher
des palästinensischen Leides, also Israel, diplomatisch anerkennen, damit in Übereinstimmung
bringen?
Deren Verrat an den tatsächlich "Unterdrückten dieser Erde" stinkt doch zum Himmel und kann
nur tiefste Verachtung auslösen.
Leider sind Sie darauf nicht eingegangen- schließlich würde diese Realität mit Ihrem, nicht nur
hier, häufig ausgesprochenen Optimismus über die individuellen Möglichkeiten zur Weltverbesserung
kollidieren.
Bittere Lebenserfahrungen haben es allerdings mit sich gebracht, dass ich gegenüber großen Worten,
welche in keiner Weise (mehr) mit den tatsächlichen Realitäten dieser Zeit in Übereinstimmung gebracht
werden können, ebenso vorsichtig wie auch allergisch geworden bin.
Sie wissen, seit meiner Anmeldung im "Muslim-Markt", die nun schon sieben Jahre zurückliegt, versuche ich,
oft ebenso verzweifelt wie deprimiert, einen winzigen Beitrag zur Solidarität mit dem Volk von Palästina
zu leisten. Daher kann ich nur fragen: Wie ist all das, was Sie hier in Ihrem jüngsten Beitrag geschrieben
haben, auf die dortige Situation, angesichts des schon erwähnten furchtbaren Verrates von Menschen, welche
sich doch als gläubige Anhänger des Propheten charakterisieren würden, übertragbar?
Um nicht zu lügen- kann und muss ich antworten: Es lässt die aktuelle Situation im Nahen und Mittleren Osten
außer acht.
Schöne Worte, mögen sie auch noch so richtig und mit einem guten Willen im Hintergrund geschrieben worden
sein, laufen leider Gefahr, zur Illusion oder gar Phrase zu verkommen.
Das haben aber gerade die Menschen, die große persönliche Hoffnungen damit verbinden, nicht verdient!
Noch einmal: Es geht m.E. nicht so sehr um die Interpretation von Ereignissen, welche möglicherweise aus Zufälligkeit
entstanden sind, sondern um wirkliche Fortschritte für Unterdrückte dieser Welt.
Und hier ruft Palästina nicht nur den Mahdi oder wen auch immer sonst, sondern Menschen, die ihm solidarisch zur
Seite stehen- leider ist aber gerade dies in der islamischen Welt inzwischen eher nicht mehr der Fall.
Infolgedessen sollte, ja müsste, gerade diese endlich aufwachen und aufhören, den Palästinensern ständig in den Rücken
zu fallen!

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
Beiträge: 725
Registriert am: 29.07.2014


RE: Ich konnte es mir nicht vorstellen! Wann wachen wir auf?

#3 von Tobias Martin Schneider , 10.02.2021 17:32

Man muss wissen, dass die meisten Herrscher in der sogenannten ,,islamischen" Welt genauso viel mit dem Islam am Hut haben, wie jene Partei mit dem ,,C" im Parteinamen mit dem Christentum am Hut hat! (bzw. genauso viel wie die meisten Herrscher & Politiker in der sogennannten ,,christlichen" bzw. westlichen Welt mit dem Christentum am Hut haben!)


Tobias Martin Schneider  
Tobias Martin Schneider
Beiträge: 504
Registriert am: 06.03.2019

zuletzt bearbeitet 10.02.2021 | Top

RE: Ich konnte es mir nicht vorstellen! Wann wachen wir auf?

#4 von Dr.Josef Haas , 10.02.2021 19:53

Lieber Herr Schneider,

leider ist es genauso, wie Sie es hier so treffend festgestellt haben.
Man muss daher diese von Ihnen richtig interpretierte Wahrheit sehen,
oder um es mit einem alten deutschen Sprichwort zu sagen: "Gefahr
erkannt, heißt sie halb gebannt zu haben!"

Dr.Josef Haas  
Dr.Josef Haas
Beiträge: 725
Registriert am: 29.07.2014


RE: Ich konnte es mir nicht vorstellen! Wann wachen wir auf?

#5 von Dörte Donker , 11.02.2021 09:34

Es ist immer erstaunlich, wie jeder sofort mit seinem Anliegen auf das reagiert, was der Bruder Yavuz sagt.
Es geht hier aber mehr um Hoffnung und die Tatsache, dass wir als Menschen, egal ob Christ, Jude oder Muslim, so gut wie nichts Gutes für die Menschheit hervorgebracht haben. Für müssen erkennen, dass wir als Menschen immer noch im gleichen Maße im Schlechten verbunden sind. Wir haben aus unserer viel gewegten Geschichte nichts gelernt, außer uns weiter von Gott abzuwenden und einen Götzen anzubeten, nämlich daas Geld.
Für jeden erkennenden Menschen bleibt daher die Hoffnung, dass sich das ändert und es verdichten sich die Zeichen, dass uns unser Weg durch die Welt uns jetzt in größte Zustände der Bedrängnis bringt. Es mehren sich aber auch die Zeichen, dass wir in einer Endzeit leben und viele,was uns offenbart würde über diese Zeit sich jetzt verwirklicht. Und in dieser Zeit wird etwas geschehen, sei es durch zwei Erlöser ausgelöst, die physisch erscheinen, sei es durch das Wirken der Erlöser in uns, dass wir unsere wahre menschliche Natur erkennen. Eine Natur, die sich mit allem verbunden fühlt und wahrlich nicht auf die Idee käme, jemand anderen etwas anzutun.
Natürlich, in dem Zustand der Endzeit, wo das Böse nochmal richtg triumphiert, müssen wir uns immer wieder selbst abschecken, wie weit es uns nich beeinflusst und wie weit wir dagegen Widerstand leisten, oder schwach werden uns vielleicht unserer fleischlichen Natur hingeben, die alle möglichen Triebe kennt. Und gerade darin ist doch die Verwirklichung der Erlöser in UNS zu erkennen.
In dieser Zeit ist es kaum möglich Oasen der Gerechtigkeit zu schaffen, denn wir sind alle in dem Sog des Teuflischen. Wenn man das jetzt erwartet, ohne das sich unsere menschliche Natur grundlegend ändert, macht sich Illussionen. Im Gegenteil, wir müsen davon ausgehen, dass es noch schlimmer wird, denn das Böse ist genauso eng verwoben mit allem, wie es bald das Gute sein wird.

Daher werdet euch dessen bewusst, in welcher Zeit wir leben, erwartet nicht, dass es jetzt besser sein muss, aber arbeitet dran, dass es gut wird. Und nehmt die Worte der Hoffnung an. Denn das ist Teil unserer inneren Gewissheit, eine Gewissheit die uns angeboren ist. Erkennt, so wie wir jetzt alle im Zeichen des Satans gebunden sind, so können wir auch in Zeichen Gottes gebunden sein. Denn wir sind alle verbunden. Und nur in dieser Verbundenheit kann man die Welt des WIRK-lichen verstehen und sehen, was sie für Schätze birgt.


Dörte Donker  
Dörte Donker
Beiträge: 711
Registriert am: 18.01.2015


   

„… Satan tarnt sich als Engel des Lichts.“ (2 Korinther Kapitel 11, Vers 14)
Wie können wir Grundlegendes ändern?

Xobor Forum Software von Xobor
Datenschutz