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Hyperinflation der Propheten

#1 von Yavuz Özoguz , 23.03.2020 13:29

Hyperinflation der Propheten

Jahrzehntelang haben wir es in den islamischen Prophezeiungen gelesen und wollten uns darauf vorbereiten, aber wenn auch nur ein Bruchteil dessen eintritt, was angekündigt ist, stehen viel fassungslos davor.



Eine der Phänomene der Zeit ist, dass alle möglichen Kanäle nur so wimmeln von Leuten, die ziemlich genau zu wissen glauben, was morgen oder übermorgen geschehen wird. Und wenn es dann wirklich nicht so eintritt, wie sie es vorhergesagt haben, dann wissen sie wiederum, warum das so geschehen ist. Das erinnert mich an die Zeugen Jehovas Ende des letzten Jahrhunderts, die schon mehrfach den Weltuntergang angekündigt haben und später immer wussten, warum er nicht eingetroffen ist.

Einige jener Möchtegernpropheten verbreiten Skurriles und sind Spinner. Dennoch haben sie regen Zulauf und fünf- bis sechsstellige Zugriffszahlen mit ihren YouTube Videos. Andere sind durchaus viel seriöser und kündigen z.B. so etwas wie ein Hyperinflation und Geldentwertung an. Auch das steht in den Überlieferungen des Islam. Doch braucht man kein Gläubiger zu sein, um das vorherzusagen, denn so viel Geld, wie in den letzten Jahrzehnten ohne jeglichen Gegenwert allein von den USA gedruckt worden sind, können die Europäer mit ihren Notfonds während der Corona-Krise auch nicht mehr auffüllen. Die Hyperinflation wird kommen, daran gibt es keinen Zweifel. Aber es kann morgen sein oder in 10 Jahren.

Die Mortalität – Fachleute verwenden jetzt sehr gerne Fachbegriffe – des aktuellen Virus scheint höher als frühere Ausbrüche und durch die enorme Globalisierung ist die Verbreitung auch einfacher. Doch erwiesen ist nicht einmal das. So ganz genau weiß eigentlich niemand, wie sie ist. Selbst im so gebeutelten Italien, wo vorgestern 800 Menschen an Corona einem einzigen Tag gestorben sein sollen, ist das nichts Besonderes, denn in Italien sterben aktuell ca. 3200 Menschen pro Tag „ganz normal“. Man wundert sich, dass es in Italien so viel mehr Sterbende pro Tag geben soll als in Deutschland (ca. 2500), obwohl sie doch eine geringere Bevölkerung haben, aber die ist total veraltet [1]. Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten künstlich verjüngt durch Migranten. Wie ist es aber mit den Millitär-LKWs, welche die Corona-Toten abtransportiert haben? Die hängen mit der Hysterie zusammen, die jetzt normale Erdbestattungen nicht mehr zulassen und daher die örtlichen Krematorien völlig überlastet waren. In „normalen“ Zeit wären die meisten in der Erde bestattet worden. Wenig verständlich erscheinen mir aber diejenigen, die einerseits behaupten, das Virus sei völlig harmlos aber gleichzeitig fest davon überzeugt sind, dass es eine Biowaffe ist. Hysterie lässt eigene Widersprüche übersehen.

Immer mehr Stimmen werden vernehmbar, die abseits der Möchtegernpropheten sachlich zur Differenzierung aufrufen. Ich meine damit nicht jenen Arzt, der gleich die Begründung für die vielen Toten mitliefert [2]. Ich meine vielmehr Kapazitäten wie Prof. Dr. Sucharit Bhakdi. Zweifelsohne ist er ein Experte auf dem Gebiet, denn er war Sprecher des Sonderforschungsbereichs 490 der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Invasion und Persistenz bei Infektionen.“ Seine Auslassungen [3] klingen ganz anders als die täglichen Robert-Koch-Warnungen. Aber warum sagt er so etwas? Die Antwort liegt wiederum auf der Hand. Er ist emeritiert. Er hat weder Job noch Position noch gestrichene Forschungsgelder zu befürchten. Ein ähnliches Phänomen ist bei Rentner-Politikern bezüglich Aussagen zu Israel zu beobachten. Erst wenn sie keine Sorge mehr um ihre Karriere haben, sagen sie die Wahrheit.

Ob der Virus von Menschenhand erzeugt wurde oder nicht, ob er als Biowaffe eingesetzt worden ist oder nicht, ob er im Frühling abklingen wird oder nicht, für alle Ansichten gibt es hinreichend Meinungen im Netz, wobei der Meinungsvertreter zufällig immer der Autor eines Buches ist, das diese oder jene Meinung schon immer vertreten hat oder Lobbyist eines Interesses, das mit seiner Meinung übereinstimmt. Zweifel habe ich auch daran, dass unsere Versorgungssicherheit gewährleistet sei, seitdem ich seit über eine Woche nirgends mehr Hefe kaufen kann, weder nass noch trocken. Dabei hat meine Liebe Frau (zu der ich keine 1,5 m Abstand halte!) manchmal zu unseren wöchentlichen Vereinstreffen so schöne Poatscha mit Käsefüllung gemacht; ein wunderbares türkisches Gebäck. Das persönliche Vereinstreffen ist jetzt verboten und wir mussten es ins Internet verlagern. Bekanntlich ist das Reichen von Poatscha über das Internet etwas schwierig, so dass wir die Zeiten abwarten müssen, in denen es wieder möglich ist.

Doch ein Ausstiegsszenario ist sehr ungewiss. Denn selbst wenn die Zahlen rückläufig sein sollten wie in China oder im Iran und Italien, weiß kein Mensch, was geschieht, wenn man sich wieder frei bewegen kann. Und wer soll das Risiko auf sich nehmen alles freizugeben? Denn wenn dann etwas passiert, ist jener Freimütige der Schuldige und wenn nichts passiert, dann wird jeder fragen, warum wir überhaupt eingesperrt worden sind? Also müssen die Politiker jetzt einige Wochen den heruntergefahrenen Zustand aufrechterhalten. Nicht die von uns gewählten Politiker bestimmen über unser Leben, sondern die von Weltmonopolen bezahlten Presstituierten.

Die Folgen sind schon jetzt absehbar auch ohne die Möchtegernpropheten. Die Zahl der Insolvenzen wird dieses Jahr jeden Rekord brechen. Die Zahl der Harz4-Empänger auch. Und die Staatsverschuldung steigt in allen Ländern ins Unermessliche. Die Einzigen, die vom dem Weltfinanzsystem unbetroffen bleiben werden, ist die Islamische Republik Iran, die ja bekanntlich „entkoppelt“ sind.

In all diesem Chaos lese ich voller Freude die gelassenen und besonnen Wort der Heiligkeit unserer Zeit Imam Chamenei, der zwar einerseits auf die Gefahren hinweist aber andererseits auch darauf, dass es ein vorübergehendes Phänomen ist und der Iran viel schwierigere Tage hinter sich hat. Corona ist immer nur ein kleiner Teil seiner Reden! Manche besonders sensible Anhänger versuchen in jedem Wort Imam Chameneis eine Art Panik zu erkennen. So habe Imam Chamenei vor wenige Tagen darauf hingewiesen, dass das Reisen im Iran derzeit verboten ist, und wer es dennoch tut, nicht das Reisegebet, sondern dass im Sündenreisefall notwenige vollständige Gebet zu verrichten hat. Aber in der Fatwa steckte absolut nichts Neues. Gesetze der Islamischen Republik Iran vorsätzlich zu brechen ist eine Sünde und eine Reise im Verbotsfall anzutreten auch. Das war schon immer so, auch vor Corona. Auch manche weitere vorsichtige Formulierung verdeutlicht seine Sachlichkeit und Gelassenheit. Obwohl er mit aller Entschiedenheit gegen die USA und ihre heuchlerischen Hilfsangebote spricht, gibt er gleichzeitig zu, dass nicht bekannt ist, ob und von wem das Virus als Biowaffe genutzt wurde, falls es denn der Fall ist.

Während die halbe Welt im Chaos versinkt, kann jede Gemeinde jetzt erkunden, wie sehr ihre Mitglieder auf das vorbereitet sind, worum sie jeden Tag beten. Noch ist die Rückkehr des erwarteten Erlösers nicht absehbar und Imam Chamenei macht keine Andeutung diesbezüglich. Doch eines ist klar. Zu der Zeit wird das Chaos erheblich intensiver sein mit viel massiveren Einschnitten in das Leben. Die Corona-Krise ist eine Gelegenheit seine eigene Selbsterziehung zu prüfen und gleichzeitig in der Gemeinde zu schauen, in wie weit man gemeinschaftlich gerüstet ist für den Tag, für den man jeden Tag betet. Mir scheint, dass die materillen Kellerlager hinreichend gefüllt sind, um ein halbes Jahr den Magen zu füllen, aber die spirituellen Herzenslager noch einiger Hamsterkäufe bedürfen. An denen sollten wir – so Gott will – die nächsten Tage und Wochen gemeinschaftlich arbeiten, selbst wenn es „nur“ über das Internet erfolgt.

Manche Entwicklung kann man nur mit Humor meistern. Ich bin weder ein Fan von Popmusik, noch habe ich diesen Sänger jemals gehört, seine Stimme ist mittelmäßig und seine Lyrik grauenvoll, aber das Video hat es in sich [4]. Ich empfehle alternativ die islamischen Hygienevorschriften und empfinde in diesem Sinn eine gewisse Sympathie für die Handdusche direkt an unserem WC. In diesem Sinn wünsche ich uns allen: Verliert nicht Euren Humor und Gott schütze Euch!

[1] https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/
[2] https://www.youtube.com/watch?v=f4oir54WV1k&feature=youtu.be
[3] https://www.youtube.com/watch?v=MARVdS-pHdQ&feature=youtu.be
[4] https://www.youtube.com/watch?v=8pYrhHkNnKE


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RE: Hyperinflation der Propheten

#2 von Dr.Josef Haas , 24.03.2020 10:17

Bei aller Verehrung der Werte des revolutionären Islam im Iran, sollte man aber dennoch nicht übersehen,
wie sehr dieses Land, auch und nicht zuletzt wegen der USA-Sanktionen, durch die gegenwärtige Corona-
Pandemie in Mitleidenschaft gezogen worden ist.
Zu deren Bekämpfung sind aber nur Realismus und die Bereitschaft der Menschen geeignet, ihr durch
Befolgung aller notwendigen Quarantäne-Vorschriften entgegenzutreten. Genau daran scheint es aber,
zumindest derzeit noch, nach den mir vorliegenden Berichten im Iran erheblich und erkennbar zu mangeln.
Diese Feststellung hat nichts mit einer wie auch immer gearteten Kritik an der dortigen Staatsführung zu tun,
sondern ist und bleibt lediglich eine Äußerung gesunden Menschenverstandes, und- noch dazu- Ausdruck in-
dividueller Sympathie für die dortigen Menschen, welche nun schon seit 1979 dem permanenten USA-Terror
ausgesetzt sind.

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RE: Hyperinflation der Propheten

#3 von Yavuz Özoguz , 24.03.2020 15:42

Zitat
So habe Imam Chamenei vor wenige Tagen darauf hingewiesen, dass das Reisen im Iran derzeit verboten ist, und wer es dennoch tut, nicht das Reisegebet, sondern dass im Sündenreisefall notwenige vollständige Gebet zu verrichten hat.



Ich entschuldige mich bei allen Lesern für meinen Fehler, denn es verdichten sich die Zeichen, dass es solch eine Fatwa gar nicht gegeben hat, selbst wenn sie nichts Neues gewesen wäre!


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RE: Hyperinflation der Propheten

#4 von Dörte Donker , 25.03.2020 07:04

Salam
ja wir befinden uns mitten in einem Infokrieg.
Natürlich wird man nur von "fertigen" Experten kritische Stimmen hören. Ich kenne den Kampf um Forschungsgelder, ich war mal selbst in den Geschäft und bin froh, dass ich dort aussteigen konnte, denn ich konnte nicht glauben, mit was für Mitteln dort gekämpft wurde und musste mir die Frage stellen, ob ich auch so werden wollte. Ich will davon jetzt hier nicht erzählen, aber jeden den ich bisher gewarnt habe und der mir am Anfang nicht glauben wollte, wie das so läuft, musste mir hinterher bestätigen, dass es so ist.

Ich befürchte nicht nur Schaden für unsere körperliche Gesundheit, vielmehr befürchte ich Schaden für unsere seelische Gesundheit. Nicht nur, weil jetzt alte Menschen, die wir ja angeblich schützen wollen, vor mir weinend stehen und mir erzählen, dass niemand sie mehr besuchen kommt oder wir keine Ahnung haben, wie sich die Isolation auf die Jüngsten auswirkt und wie die Familien, neben den finanziellen Belastungen, das verkraften; von unserer Wirtschaft mal ganz abgesehen. Ich befürchte auch, dass während wir hier abgelenkt sind, ganz andere Agenden durchgesetzt werden. Das werden wir aber anscheinend, bei der Flut an Informationen und Angstmache, denen wir täglich ausgesetzt sind, wohl erst bemerken, wenn es zu spät ist. Daher klinke ich mich für mein Teil aus.
Mir ist meine Beziehung zu Gott wichtiger, als dass ich jetzt mein Gehirn davon beschießen lassen werde und mir noch mehr zugesandte Youtube Videos anschaue, die mir Muslim aus aller Welt zuschicken. Ja gerade Muslime, das frage ich mich immer öfter? Dabei fand ich es immer gut, dass gerade Muslime sich dieser Medien bedienen, aber wenn es so weit geht, dass kein normales Gespräch mehr möglich ist und man nur noch über Youtube Kanäle kommuniziert oder über den, der gerade am lautesten klappert und der damit am meisten Geld verdient, dann ist für mich die Zeit gekommen, mich auszuklinken. Und wenn die Zeit gekommen ist, dass jeder jeden nur noch missversteht, weil wir uns wohl am Ende der Zeit befinden, dann weiß ich, worauf ich mich zu besinnen habe. Dann kann ich nur noch dafür beten, dass ihr, meine lieben Mitmenschen, eure innere Führung nicht verliert, sofern ihr und ich sie jemals hatten.


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