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Wo er recht hat

#1 von Dr.Josef Haas , 03.05.2018 22:09

Wo er recht hat

Bislang galt ja Mahmoud Abbas, Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde,
wegen seiner Konzilianz gegenüber Israel als ein den Zionisten durchaus genehmer
Mann.
Dies scheint aber nach seinen jüngsten Ausführungen vor dem Palästinensischen
Nationalrat eher anders geworden zu sein.
Wenn er auch mit seiner dortigen Feststellung, "Die Juden seien nicht wegen ihres
Glaubens verfolgt worden, sondern weil sie eine besondere Rolle in der Bank- und
Zinswirtschaft gespielt hätten", einen wichtigen Grund für ihre schon im Mittelalter
begonnene Verfolgung nannte, erntete er damit bei der israelischen Staatsführung
und ihren weltweiten Mitläufern doch nur wüste Proteste.
Ausdrucksstarker Beleg dafür, dass Israel nichts mehr zu fürchten scheint als die
Wahrheit.
Denn ihr entspricht es ja nur, wenn Abbas daran erinnerte, dass das Judentum in
der Geschichte wegen seiner oftmals das europäische Wirtschaftsleben dominierenden
Stellung bei zahlreichen, damals lebenden, Menschen auf ein starkes Misstrauen stieß.
Dieses konnte dann durchaus zur offenen Gewalt gegen Juden führen.
Die Beispiele hierfür reichen dabei bis ins frühe Mittelalter zurück, und sind selbst-
verständlich nicht auf Deutschland beschränkt.
Gerade Russland, Polen und Rumänien sind Länder, wo es im 19. und frühen 20.Jahr-
hundert, gerade aus den von Herrn Abbas genannten Gründen, immer wieder zu
judenfeindlichen Ausschreitungen kam- das sie als Oberbegriff zusammenfassende Wort
"Pogrom" stammt ja bekanntlich aus der russischen Sprache.
Ein Grundwissen, über das allerdings Bundesaußenminister Heiko Maas nicht zu ver-
fügen scheint, der in einer ersten Stellungnahme auf die Äußerungen des Palästinenser-
präsidenten allein Deutschland in der Rolle des historischen Judenvernichters sehen
möchte.
Würde er es allerdings wagen, von seinem womöglich doch vorhandenen Wissen über
die Akteure der Judenverfolgungen seit Beginn der Menschheitsgeschichte Gebrauch
zu machen, wäre er aber wohl die längste Zeit Chef des Berliner Auswärtigen Amtes
gewesen.
Infolgedessen sondert er, wie so viele andere, seine vorgestanzten Sprüche ab, um sich
damit die Sympathie des heutigen herrschenden Zeitgeistes zu verschaffen.
Die ganze Wahrheit kann aber genau damit nicht gesagt werden.
Aber was kümmert diese denn schon Zionisten und deren bundesdeutsche Gefolgsleute.
Deren Reaktionen auf die Abbas´schen Erinnerungsstützen haben es ja wieder einmal
deutlich genug bewiesen!

Dr.Josef Haas  
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RE: Wo er recht hat

#2 von Dr.Josef Haas , 04.05.2018 20:26

Es kam wie es wohl kommen musste.
Mahmut Abbas ist umgefallen und hat sich für seine
wahrheitsgemäße Äußerung, wonach das "soziale Verhalten
der Juden" seinerzeit eine Ursache für deren Verfolgung gewesen
sei, entschuldigt.
Er tat dies wohl auch deshalb, um seine Wiederwahl zum Vorsitzenden
des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO)
nicht zu gefährden.
Infolgedessen erklärte er, "es sei nicht seine Absicht gewesen, Menschen
jüdischen Glaubens zu beleidigen."
Mit dieser seiner Feigheit kam er allerdings gerade beim israelischen
Kriegsminister Avigdor Lieberman schlecht an.
Der lehnte von vorneherein dessen Entschuldigung brüsk ab, womit- einmal
mehr- deutlich wurde, dass es zwar viele Maulhelden gibt, aber nur wenige
Menschen, die auch nach Angriffen auf ihre Person tapfer zu ihrer zuvor
geäußerten Meinung stehen.
Herr Abbas hat jedenfalls mit seinem Verhalten deutlich genug gezeigt, dass
er eher zu der ersten Kategorie zählt.
Darüber hinaus- und dies ist eigentlich viel wichtiger- hat er sich damit ein für
allemal auch als Führer im palästinensischen Freiheitskampf disqualifiziert.
Und gerade dies sollte die entsprechenden Konsequenzen für ihn nach sich
ziehen!

Dr.Josef Haas  
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