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Traumtänzer Abbas

#1 von Dr.Josef Haas , 11.05.2017 22:27

Traumtänzer Abbas

Es kann einem nur absolut unverständlich bleiben, warum Mahmut Abbas, seines
Zeichens Präsident der "Palästinensischen Autonomiebehörde", ernsthaft glaubt,
US-Präsident Trump würde nach einer mehr als siebzigjährigen Unterdrückung
des Volkes von Palästina durch Israel einen ebenso ehrlichen wie dauerhaften
Frieden zustande bringen können.
Zwar bestärkte ihn inzwischen der Chef des Weißen Hauses in dieser Torheit
bzw. Tollheit- dies kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das
Fundament für die Abbas´schen Hoffnungen allein aus Illusionen besteht.
Daran ändert auch die angebliche Tatsache nichts, wonach Benjamin Netanjahu
zu einem Treffen mit ihm bereit sein soll.
Dieser Zionistenführer würde ja dabei, dies ist und bleibt wohl absolut sicher,
allein die harte israelische Linie vertreten, welche bereits in den ersten Ansätzen
für einen Palästinenserstaat ein unüberwindliches Friedenshindernis erblickt.
Daher bleibt das nachfolgende auch für alle Zukunft eine bittere Realität:
Solange extreme Zionisten wie Netanjahu Israel regieren, kann und wird es keinen
diesen Namen verdienenden Frieden im Nahen Osten geben können,
geschweige wird es dort zur Bildung eines Staates kommen, welcher die
Menschen Palästinas zu repräsentieren vermag.
Alle diesbezüglichen Hoffnungen sind folglich auf Schwemmsand gebaut- aber nicht
nur dies: Sie missbrauchen das Vertrauen unzähliger Palästinenser, denen solche
Israel-Kollaborateure wie Mahmut Abbas ernsthaft einreden wollen, sie bekämen
durch einen Donald Trump einen unabhängigen Staat.
Leider scheint dieser verantwortungslose Ungeist mittlerweile vor der Hamas
nicht Halt zu machen, soll doch deren neuer Chef Ismail Haniyya angeblich auch
dem süßen Gift dieser Illusion erlegen sein und mit Israel, unter USA-Schirmherrschaft,
verhandeln wollen.
Dazu Nein und nochmals Nein!
Israel, dies hat die Geschichte dieses Fremdkörpers seit seiner Einpflanzung durch
die UNO in diese Region hinlänglich genug bewiesen, lässt sich allein durch
militärische Machtdemonstration beeindrucken.
Infolgedessen bleibt sie auch zukünftig für die palästinensischen Freiheitsbewegungen
Hamas und Hizb´Allah ein unbedingtes Muss.
In diesem Zusammenhang spielen aber deren bisherige Verbündete, also insbesondere der
Iran, eine sehr wichtige Rolle.
Daher kann es einen nur verwundern, ja erschüttern, wenn dessen Präsident Rohani
nach einer in der "jungen Welt" veröffentlichten Meldung Anstoß an israelkritischen
Aufschriften bei iranischen Raketen genommen haben soll.
Anders als der leider vom Wächterrat gar nicht erst zu den bald stattfindenden
Präsidentenwahlen zugelassene Dr.Mahmout Ahmadinedschad, muss also dessen
Nachfolger nach wie vor, ja mehr denn je, mit dem Verdacht leben, er könne die
kämpferische iranische Position gegenüber dem Zionismus aufweichen.
Der auf solche Mutmaßungen hin sofort gebrachte Einwand, dies würde Revolutionsführer
Chamenei doch sicher zu verhindern wissen, mag formal gesehen richtig sein, bleibt aber
dennoch unter Umständen keine die Zukunft überdauernde Antwort.
Zweifel bezüglich der künftigen Israel-Linie des Iran bleiben also durchaus angebracht,
was die Verhandlungsposition des palästinensischen Widerstandes selbstverständlich nicht
eben verbessert.
Umso notwendiger bleibt daher dessen eigene militärische Initiative, die dann allein dessen
eher geringes Gewicht gegenüber dem Aggressor Israel verändern kann und wird!

Dr.Josef Haas  
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