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Die Sonne im Herzen mit dem Brief Imam Chamene’is

#1 von Yavuz Özoguz , 06.02.2016 17:52

Die Sonne im Herzen mit dem Brief Imam Chamene’is

Aktiviere den Imam Ali (a.) und die Fatima (a.) in Dir, denn dafür bist Du erschaffen!

Die zwei Briefe Imam Chamene’is an die Jugend im Westen haben einerseits zu vielen Aktivitäten und Euphorie unter seinen Anhängern geführt, aber gleichzeitig zu einigen Ernüchterungen, sobald man aktiv versucht hat die Inhalte zu verbreiten. Auf der Straße stieß man am Häufigsten auf Gleichgültigkeit, einige Ablehnung und wenig Interesse, im Internet war es nicht anders, und selbst unter Schiiten schien die Ablehnungsrate größer als die Befürwortung. Ein Handvoll Gemeinden haben sich um den Brief gekümmert, die meisten haben ihn verworfen. Selbst diejenigen, die vorgeben, Imam Chamene’i zumindest zu respektieren, haben die Briefe ignoriert. Dieses Situation hat bei einigen glühenden Anhängern die Glut der Liebe etwas abkühlen lassen, aber warum?

Im Heiligen Qur’an steht:

„Und so jemand sie (eine Menschenseele) belebt hat, ist es so, als hätte er die Menschheit allesamt belebt.“ (Heiliger Qur’an 5:32)

Wenn man sich diesen Teilvers ansieht, so kann man erkennen, dass es gar nicht darum geht, dass man sich um die Probleme in der ganzen Welt kümmern soll. Jeder von uns hat nur die Aufgabe, eine einzige Seele zu retten! Wenn wir einmal von der tiefer gehenden Interpretation absehen, die unsere eigene Seele damit beschreibt, so bedarf es nur einer einzigen Seele im Laufe eines Lebens, die wir „beleben“ müssen. Und die Regel ist nicht neu. Sie galt auch schon für die Juden! Ist es da nicht angebracht, dass wir nach jener einen Seele intensiv suchen? Denn wenn wir sie gefunden haben, ist es so, als wenn wir die gesamte Menschheit belebt haben!

Die Briefe Imam Chamene’is sind Briefe der Belebung in der westlichen Welt! Er gibt uns mit diesen Briefen die Chance, endlich unserer ureigenen Aufgaben nachzugehen, die gesamte Menschheit zu beleben, indem wir eine einzige Seele beleben! Was macht es da schon, wenn wir tausende Briefe verteilt haben und jedes Mal auf Ablehnung gestoßen sind? Was macht all der Ärger, der mit solchen Aktionen verbunden ist? Was machen die Mühen und Anstrengungen? Was macht es, dass so viele andere nicht mitgemacht haben? In unserer ureigenen Hand liegt das Glück und Wohl der gesamten Menschheit! Tausende von Ablehnungen, Tausende von Enttäuschungen und Kränkungen und nur eine einzige Belebung, und schon ist es so, als wenn die gesamte Menschheit belebt haben. Doch es kann sein, dass wir jene „Belebung“ selbst gar nicht mitbekommen. Es kann sein, dass wir die Grundlage legen, und ein anderer die Gnade erhält, Belebungsmittel sein zu dürfen. Dann haben auch wir unseren Anteil an jener Gnade! Imam Chamene’i sagt zu uns allen am Ende des zweiten Briefes:

„Dann werdet Ihr in nicht allzu ferner Zukunft sehen, dass das Bauwerk, welches Ihr auf diesem Fundament errichtet habt, einen Schirm der Zuversicht und des Vertrauens über den Häuptern seiner Architekten ausbreitet, ihnen wärmende Sicherheit und Ruhe spendet und das Licht der Hoffnung auf eine leuchtende Zukunft in der Welt ausbreitet.“

Was für eine Verheißung; in nicht allzu ferner Zukunft! Lohnt es da nicht, nach dieser einen Seele zu suchen, intensiv zu suchen, auch an Stellen, an denen man jene Seele vielleicht nicht vermutet, in Foren, in der Mensa einer Universität, in Einkaufstraßen, in der Nähe von Plakaten, in der Bahn. Warum haben wir nicht jedes Mal, wenn wir das Haus verlassen, solch einen Brief bei uns? Wer weiß, welches Gespräch sich unterwegs ergeben wird, wobei wir den Brief verschenken können. Eine einzige Seele genügt!

Haben wir nicht die Religion von Bismillahirrahmanirrahim (Im Namen Allahs des Gnädigen des Begnadenden)? Beginnt nicht fast jede Sure damit? Ist nicht Allah „ar-Rahman“ (der Gnädige) zu allen Seinen Geschöpfen. Und ist diese Verfahrensweise (Sunna) Allahs nicht eine Aufforderung an uns alle, auch gnädig zu allen Geschöpfen zu sein? Allah ist gnädig zu Seinen Geschöpfen, selbst wenn sie Ihn schmähen, Ihn ablehnen oder gar bekämpfen! Was kann derjenige schon gegen Allah ausrichten? Und Allah ist dennoch gnädig zu ihm. Müssten wir es nicht auch sein, selbst wenn wir auf Ablehnung stoßen? Was kann irgendwer uns anhaben, wenn Allah uns schützt? Und was nützt es uns, dass niemand uns angreift, wenn Allah uns nicht schützt? Und Allah ist zudem „ar-Rahim“ (der Begnadende). Diejenigen, die sich ihm zuwenden, erhalten zu der allgemeinen Gnade die Begnadung. Sollten wir nicht nach jenen suchen, die diese Begnadung von Allah erhalten können? Warum werden wir so schnell müde?

Wir lieben den Propheten (s.) und Chadidscha (a.) und wissen, dass Sie die Vorbilder für uns sind, die Gnade für die gesamte Schöpfung und die Mutter aller Gläubigen. Und wir wissen, dass wir durch Imam Ali (a.) und Fatima (a.) diese Gnade verstehen können. Sie haben den Geist Gottes in sich getragen und gelebt! Sie haben das Ich in sich besiegt und das Licht des Geistes Gottes durchscheinen lassen. Aber tragen wir nicht alle denselben Geist in uns? Was ist mit uns, dass wir den Imam Ali (a.) in uns und die Fatima (a.) in uns so verkümmern lassen? Was hätten die beiden mit einem Brief des Propheten an die Menschheit getan in einem Umfeld, in dem jeder gegen sie war? Eine Reihe von Abgesandten des Propheten sollten Briefe an benachbarte Herrscher überbringen mit der Gefahr dafür getötet zu werden! Wir hingegen werden gebeten einen Brief an Menschen zu überbringen, die keine Könige sind und uns dafür auch nicht töten werden. Wollen wir wirklich mit den Abgesandten zusammen kommen, wenn wir nicht nach der Seele suchen, die von uns gesucht werden möchte?

Die Geschichte mit der einen einzigen zu belebenden Seele folgt auf die Geschichte von Kain und Abel. Wollen wir nicht den Abel in uns aktivieren? „Würdest du deine Hand nach mir ausstrecken, dass du mich tötest, so werde ich meine Hand nicht nach dir ausstrecken, um dich zu töten. Ich fürchte Allah, der Universen Herrn“ (5:28). Ist das nicht die Methode, mit der die heutige weltweite Unterdrückung besiegt werden kann? Und ist das nicht die Methode des Briefes Imam Chamene’is, der sie an jene Völker schreibt, deren Oberhäupter den Iran bis heute bekämpft haben!

Imam Chamene’i schreibt: „Gräben sollten gefüllt und nicht vertieft werden“. Damit sind auch Gräben gemeint, die in unserm eigenen Herzen zwischen den Geist Gottes darin und dem Ich bestehen! Die Aufgabe ist nicht zu schwer. Das Ziel ist nicht unerreichbar. Nur eine einzige Seele retten, der Rettungsbrief ist in unserer Hand, was hält uns noch auf?

Sollte der Fall eintreten, dass uns Gott mit der Gnade beschenkt, dass wir die Belebung sogar miterleben dürfen, dann sollte niemand denken, dass er es bewirkt hat, niemand sollte damit angeben oder prahlen. Niemand sollte es zur Schau stellen. Denn der Vers ist ein Geschenk Gottes, der Aufruf zur Suche ist ein Geschenk Gottes, das Finden jener Seele ist ein Geschenk Gottes und die Freude darüber auch! Und alle Dankbarkeit ist vom Herrn der Welten, sie kommt von ihm und kehrt zu ihm zurück. Wie glücklich darf derjenige sein, der beim Kreislauf um das Haus Gottes seinen Platz gefunden hat. Und dann strahlt die Sonne in seinem Herzen für die gesamte Menschheit. Aktiviere den Imam Ali (a.) und die Fatima (a.) in Dir, denn dafür bist Du erschaffen! Und dann trage voller Freude die Sonne im Herzen mit dem Brief Imam Chamene’is, als wenn es die Flagge des Chorrasani wäre. Sie kommt vom Osten in den Westen.


Yavuz Özoguz  
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