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Warum ist die Hand Alis verletzt?

#1 von Yavuz Özoguz , 06.07.2015 14:58

Warum ist die Hand Alis verletzt?

Wie konnte diese gesegnete Hand jemals verletzt werden? Dieser Träger des Wunderschwertes, dem keine irdische Macht gewachsen war. Dieser Träger der heiligen Kinder Hasan, Husain, Zainab und Umm Kulthum, diese Hand, die die Hand des Propheten (s.) küssen durfte und voller Freude die Verpflegung auf den Berg geschleppt hat, in den sich der Prophet (s.) zurückgezogen hat. Was ist mit der Hand, die liebevoll die gesegnete Fatima (a.) berühren durfte? Diese Hand hatte sich laut erhoben, als der Prophet gefragt hatte, wer ihn unter seinen Verwandten unterstützen wolle und niemand reagierte. Gleich drei Mal erhob sich die Hand voller Freude und Dankbarkeit. Diese Hand war es, mit der Lebensmittel in das Tal Abu Talibs geschmuggelt wurde, um die von den Quraisch verbannten und dem Hungertot ausgelieferten Muslime zu versorgen.

Diese Hand hat mehrfach dem Propheten des Islam das Leben gerettet und wurde dabei schwer verletzt. In Uhud haben die versorgenden Ärzte voller Verwunderung gesehen, wie die Hand blutüberströmt war, aber nicht einen Moment bereit war die Verteidigung aufzugeben. Es ging nicht um die eigene Verteidigung, sondern die Verteidigung des besten aller Menschen. Diese Hand hörte auf den Befehl des Befehlshabers des Gläubigen und schütze den Propheten (s.) selbst dann noch, als sie sich selbst nicht mehr schützen konnte, denn die Hand wusste, was es bedeutet, den Befehl des Amir-ul-Muminin zu befolgen. Diese Hand wurde vom Propheten höchstpersönlich in die Höhen des Himmels gehoben, dass alle Menschen für alle Zeiten wissen, wer derjenigen ist, der die Hand des Propheten weiter wirken lassen wird. Die Füße des Heiligen standen auf der Erde, dessen Vater er genannt wurde und seine Hand reichte in die Himmel, geführt vom Propheten (s.) des Herrn der Himmel und der Erde.

Diese Hand wird eines Tages denjenigen unter seinen Anhänger gereicht, die über dem Sirat schwanken, denn er lässt seine Anhänger nicht allein. Diese Hand hat voller Trauer den Propheten (s.) der Liebe gewaschen und begraben. Wie schwer fiel es dieser Hand an den Tagen, denn sie musste sich entscheiden, ob sie den Befehl ihres Herrn erfüllt oder die Tränen ihres Herrn abwischt. Viele denken, dass ein ganz besonderes Schwert das Merkmal Imam Alis (a.) war, aber es war die Hand, die dieses Schwert trug, welches dem Schwert seine besondere Stellung unter den Verteidigungswaffen der Menschheit gegeben hat. Diese Hand hat das Wasser von Kauthar geschöpft und den Heiligen Qur’an als allererster aufgeschrieben. Diese Hand gehörte zu den ersten Händen, die sich zum Takbirat-ul-Ihram erhoben haben.

Wir konnte es geschehen, dass diese Hand sich wehrlos auf den Boden gelegt hat und mit ansehen musste, wie der Hieb eines Verdammten den Kopf des Heiligen traf? Wie gerne hätte die Hand reagiert, sich selbst aufgeopfert, um den Kopf des Heiligen zu schützen. Aber die Hand durfte nicht reagieren. Sie musste gehorchen; gehorchen dem Befehl des Befehlshabers des Gläubigen. Gibt es eine größere Zeugenschaft für Glauben als das Verhalten dieser Hand? Wie gerne wäre die Hand in dieser Welt geblieben, um den in Not geratenden Söhnen zu helfen. Aber sie durfte nicht bleiben. Wie gerne hätte die Hand die Pfeile abgewehrt, die auf den Sarg von Imam Hasan (a.) durch Muslime abgefeuert worden sind. Wie gerne wäre die Hand in Kerbela dabei gewesen, um Abbas (a.) zu helfen, zumindest eine letzte Wasserversorgung bereit zu stellen und dem erschöpften Imam Husain (a.) zu helfen, zumindest vom Pferd abzusteigen. Warum durfte sie im Tal von Abu Talib Wasser bringen aber im noch viel trockeneren Tal von Kerbela nicht dabei sein um Abbas zu helfen, dessen beide Hände der vorbildhaften Hand des Vaters nacheifern wollte? Wie gerne hätte die Hand den Pfeil abgefangen, der einen Säugling treffen sollte.

Doch die Hand musste ruhen. Sie durfte nicht mehr eingreifen. 1400 Jahre lang musste die Hand schweigen. Die Hand war schon in Vergessenheit geraten. Nur noch das Weinen um seinen Enkel ließ einen Rest an Erinnerung überleben.

Doch eines Tages stand ein mutiger Gelehrter auf. Er verschaffte der Hand neues Leben. Voller Liebe und Dankbarkeit erlaubte Allah es diesem Gelehrten durch die Liebe zu seinem Propheten Muhammad (s.) und durch die Liebe zu Imam Ali (a.), dass er den Weg ebnet zu einer neuen Hand, einer reinen und fehlerfreien Hand, zu einer Hand, die die Welt verändern wird. Aber zuvor musste die Aufgabe wieder an einen Ali übergeben werden. Auch dieser Ali hatte eine mutige Hand, eine Hand, die von den Feinden der Menschheit zerfetzt wurde, aber eine Hand, die ihren Träger nie verlassen hat, selbst wenn sie jetzt stark geschädigt ist. Wer diese Hand küssen darf, kann den Duft Imam Alis (a.), die Liebe des Propheten (s.) und die Gnade Gottes spüren. Diese Hand ist verletzt aber sie steht aufrecht gegen die größten Pharaonen und Tyrannen, die die Menschheitsgeschichte jemals gesehen hat. Ein einziger Hinweis auf die Verletzung dieser Hand bei einem Freitagsgebet hat sämtliche Verschwörungen der heutigen Supermächte zunichte gemacht.

Was wäre es für ein wunderschöner Traum, wenn der Träger von Imam Alis Hand eines Tages zurückkommt und genau diese verletzte Hand heilt? Was wäre es für eine schöne heilige Nacht, wenn wir zumindest im Herzen eine dieser heiligen Hände küssen dürften, und sei es nur im Traum, aber mit einem aufrichtigen und gereinigten Herzen? Die Hand ist immer da, wir müssen sie nur sehen lernen! Und dann gibt es keine verletzte Hand der Aufrichtigen mehr, sie werden alle geheilt. Die Hände der der Diener des Goldenen Kalbes werden dann in Ketten gelegte.

Wie wertlos sind unsere Hände neben der erwarteten Hand. Und doch hat Allah jedem einzelnen von uns Hände gegeben, die wir zum Bittgebet zusammenführen können, um mit der Gabe des erfrischenden Wassers von Kauthar unsere Gesichter zu erquicken. Nutzen wir die verbleibenden Nächte der Macht dafür!

Sprich: Allah unser, Herrscher des Königtums, du lässt das Königtum zukommen, wem du willst, und nimmst das Königtum, wem du willst; und du bemächtigst, wen du willst, und du schmähst, wen du willst. In deiner Hand ist das Gute; wahrlich, du bist über jedes Etwas mächtig. (3:26)

Yavuz Özoguz  
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