Bereits in seinen Tagen in Nadschaf war Ayatollah Maraschi sehr besorgt, da viele Handschriften des Islam kaum noch zugänglich waren, weil sie zum einen weit verstreut und zum anderen von den britischen Kolonialisten mitgenommen worden waren. Bereits mit seinem geringen Einkommen als Student fing er an, überall wo er hinkam, Manuskripte aufzukaufen. Da ein Einkommen dafür nicht ausreichte, musste er nach manchen Käufen einige Tage fasten. Als sein Geld dennoch nicht reichte, bot er an, für Verstorbene deren fehlende Fastenzeiten nachzuholen gegen eine Bezahlung aus dem Erbe. Das so verdiente Geld steckte er wiederum in den Aufkauf von Manuskripten. Sein Einsatz ging so weit, dass er Zeit seines Lebens nicht zur Pilgerfahrt [hadsch] gehen konnte, weil er die finanziellen Voraussetzungen nicht erfüllte.
Mit der Zeit wuchs seine Sammlung beträchtlich an. In Qum brachte er die Sammlung in seinem Heim unter, und die Sammlung wurde schnell berühmt unter Studenten, die die Sammlung für ihre Studienzwecke nutzten. In 1394 n.d.H. erhielt er ein kleines Stück Land in dem er eine kleine Bibliothek mit 1500 seltenen Manuskripten eröffnete worauf dann 1410 n.d.H. (1988 n.Chr.) die Marashi-Bibliothek errichtet wurde. Ayatollah Maraschi Nadschafi legte selbst den Grundstein für das nach ihm benannte Gebäude als er 93 Jahre alt war.
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