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RE: G20-Protest

 von Werner Arndt , 08.08.2017 17:13

Zitat
Polizeiübergriff bei G20: Ein verhängnisvoller Abend

Als Torben F.* am Freitag, den 7. Juli ins Hamburger Schanzenviertel aufbricht, ahnt er nicht, was ihm kurze Zeit später widerfahren wird. F. hat das Alter von 40 Jahren bereits überschritten, ist erfolgreicher Hamburger Unternehmer mit eigener Firma. Auf seinem Gebiet ist er ein gefragter Fachmann, selbst im Bundestag hat er schon referiert - als geladener Gast einer Expertenanhörung. …

Als Hobby-Fotograf zwischen den Fronten

Es ist zwischen 21.30 und 22.00 Uhr, als F. einen fatalen Fehler begeht. Getrieben von Neugier und Sensationslust, und angespornt durch den vermeintlichen "Auftrag", doch mal ein paar Bilder zu besorgen, stellt er sich in einen Hauseingang der Lerchenstraße, einer kleinen Seitenstraße, in der der Mob heftig tobt. Autonome Gewalttäter bauen Barrikaden, wollen die Polizei so aus einem weiteren Teil des Schanzenviertels zurückdrängen. …

F. steht in einem Pulk von Fotografen und Presseleuten, die die Szenerie dokumentieren. Zunächst befürchtet er noch, die Randalierer könnten sich am Gefilmtwerden stören, doch die haben sich an die zahlreichen Kameras längst gewöhnt.

Dann geht auf einmal alles ganz schnell: Die Polizei rückt mit Wasserwerfer und mehreren Einsatzgruppen vor. Die Autonomen ergreifen die Flucht, auch viele Pressevertreter ziehen sich zurück. Im Bruchteil einer Sekunde trifft F. eine Entscheidung - und zwar die falsche: "Ich dachte, ich habe ja nichts gemacht, also habe ich auch nichts zu befürchten", erinnert er sich. "Wegrennen hätte mich doch erst recht verdächtig gemacht, außerdem hatte ich mir ja gar nichts vorzuwerfen." Doch als Pressevertreter zu erkennen ist der Hobby-Fotograf eben auch nicht.

"Wie die Tiere"

Nach seiner Darstellung wird er plötzlich von einem Polizisten am Kragen gepackt und aus dem Hauseingang gezogen. Er nimmt nach eigenen Angaben die Hände hoch, leistet keinerlei Widerstand und ruft den Beamten zu, dass er nur Fotos gemacht habe. Doch F. wird zu Boden gerissen, seine Brille fliegt weg und geht zu Bruch. Anschließend schlagen und treten angeblich mehrere Beamte auf ihn ein.

"Die sind über mich hergefallen wie die Tiere", erinnert sich F., "ich habe so etwas noch nie erlebt - und auch nicht für möglich gehalten." F. schildert Tritte und Schläge gegen den Kopf, sowie den ganzen Körper. Als einer der Beamten "verpiss Dich" gerufen habe, habe er aufstehen wollen, doch sofort sei wieder auf ihn eingetreten worden. "Ich bin kein Jurist, aber für mich war das versuchter Totschlag", schildert er die Massivität der Gewalteinwirkung aus seiner Sicht. Zumindest habe man seiner Ansicht nach mit einer derartigen Anzahl an Schlägen und Tritten schwere Verletzungen billigend in Kauf genommen.

Verprügelt aber nicht verhaftet

Als die Prügelorgie vorbei ist, wird F. weder verhaftet noch in Gewahrsam genommen. Er bleibt am Boden liegen und schleppt sich schließlich zurück Richtung Dönerladen im Schulterblatt, wo er an der nächsten Ecke zusammenbricht. Sanitäter kümmern sich um ihn und raten ihm, sich in eine Notaufnahme zu begeben, um seine Kopfverletzungen näher untersuchen zu lassen.



*Name von der Redaktion geändert

Werner Arndt
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