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Religion & Politik im Islam

RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus?

 von Franz Hall , 22.01.2015 22:49

Herr Özoguz,
Sie haben keine Schärfe aus der Debatte genommen, sondern die von Ihnen hereingebrachte Schärfe noch verstärkt.

Widerwillig akzeptieren Sie, dass es Biologen und Genetiker gibt, welche das Konzept der menschlichen Rasse vertreten, obwohl der Zeitgeist und eine gewisse Ideologie dies nicht erlauben will.

Nicht ich habe das Rassenkonzept erfunden, sondern vorgefunden.
Dieses Konzept gab es lange vor meiner Geburt, es wurde zum Teil mißbraucht, zum Teil nicht.
Dafür kann ich nichts. Kein vernünftiger Mensch wird mich für die Fehler oder Verbrechen irgendwelcher Menschen verantwortlich machen, die vor meiner Lebenszeit gelebt haben.

Am liebsten würde ich das Wort "Rasse" überhaupt nicht benutzen, weil inzwischen viele Menschen so konditioniert sind, dass sie jeden, der dieses Wort in den Mund nimmt, als "Rassist" oder als "Nazi" diffamieren.
Da ich weder ein Rassist noch ein Nazi bin, habe ich es satt, diese falschen Unterstellungen von Menschen zu ernten, die nicht in der Lage oder willens sind, die Definition von "Rassismus" korrekt anzuwenden.

Ich habe immer wieder bis ins Detail erläutert, was ich unter dem Begriff "ethnische Herkunft" verstehe.
Wenn jemand 20 Chinesen, 20 Schwarze, 20 Weisse und 20 Aborigines in einem Raum umhergehen lässt, bin ich und sogar meine 6-jährige Tochter und auch sonst jeder Mensch in der Lage, die Chinesen den Chinesen, den Schwarzen die Schwarzen usw. zuzuordnen.
Alleine wegen dieser ganz normalen und unverdächtigen Beschreibung gibt es aber Menschen, die behaupten, solch eine Zuordnung wäre nicht möglich, weil es keine erkennbaren Unterschiede zwischen Chinesen und Schwarzen geben würde.
Niemand auf der Welt sei in der Lage, eine solche Unterscheidung zu treffen, weil in dem Raum nur Menschen sind und weil diese Menschen angeblich zu 99 % genetisch gleich sind, gäbe es keine ethnische Herkunft und wer die Frechheit besitzt, trotzdem von ethnischer Herkunft und gemeinsamen Merkmalen wie Augenform usw. zu reden, sei ein verdammter Rassist und ein Nazi.

Wenn ich solche Vorwürfe bekomme, komme ich mir vor wie im Irrenhaus, weil da jemand das Offensichtliche verleugnet, weil er eine Ideologie vertritt, welche dazu dient, den normalen Menschen als böse zu diffamieren.

Genau so aber sind Sie mir hier begegnet, Herr Özoguz.
Sie haben überhaupt nicht verstehen wollen, was ich sage, sondern sind immer feindseliger geworden und haben mich als Rassisten diffamiert.

So etwas ist nicht normal und deshalb habe ich mich gegen die Verleumdung und den von Ihnen betriebenen Rufmord gewehrt.

Zitat
Für mich ist das, was Sie als Rasse bezeichnen, nur eine Tatsache wie die Tatsache, dass Menschen unterschiedliche Augenfarben haben. Ich bezweifle das ja nicht!


Nichts anderes habe ich gesagt.
Nun sind Sie laut Ihrer eigenen Überzeugung auch ein Rassist, Herr Özoguz.
Menschen haben unterschiedliche äußere körperliche Merkmale.
Das habe ich mit dem Beispiel der 20 Chinesen, der 20 Schwarzen usw. erläutert und klargemacht.

Ich war schockiert, dass Sie mich trotzdem als Rassisten bezeichnet haben und gar nicht verstehen wollten, dass die Chinesen nunmal anders aussehen als die Schwarzen.
Dass Sie nun einige Tage und viele böse Kommentare später plötzlich zur Einsicht kommen , finde ich gut.
Nicht gut finde ich, was Sie dann daraus machen.
Denn jetzt legen Sie noch einen drauf und machen es noch schlimmer, Herr Özoguz.

Zitat
Inzwischen hat hier jeder im Forum verstanden, dass bestimmte Teilnehmer daran glauben, dass Menschen in Rassen aufzuteilen sind, unabhängig davon, wie höflich es vorgebracht wurde. Das ist ihr gutes Recht daran zu glauben, selbst wenn mir der Gedanke große Schmerzen bereitet.


Das ist schon wieder ein Unding von Ihnen.
Es geht nicht darum, dass bestimmte Teilnehmer an Rassen "glauben", sondern es geht darum, dass es unbestreitbar ist, dass es Unterschiede zwischen ethnischen Gruppen gibt, die sich sogar in der DNA nachweisen lassen und die vererbt werden.

Weshalb bereiten Ihnen diese Dinge "große Schmerzen" ?
Damit drücken Sie doch schon wieder aus, dass Sie die Biologen und Genetiker und sogar sich selbst abwerten,
denn Sie selbst haben doch angeblich erkannt, dass es tatsächlich diese Unterschiede gibt.

Wenn ich erkenne, dass es rote Äpfel und grüne Äpfel gibt, habe ich deshalb keine Schmerzen, Herr Özoguz.

Jetzt konstruieren Sie einen Zusammenhang zwischen Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit mit der unbestreitbaren Erkenntnis, dass es Unterschiede gibt.

Zitat
Ich habe versucht die idealistische Ansicht des Islam zum Thema Rasse darzulegen.


Daran habe ich meine Zweifel.
Lehrt der Islam, den Sie als den Richtigen bezeichnen, dass es keine unterschiedlichen Augenformen, dass es keine Chinesen oder Schwarze, keine ethnische Herkunft gibt und dass jeder, der es wagt, von ethnischer Herkunft zu sprechen, ein Rassist ist ?
Kann ich mir nicht vorstellen, Herr Özoguz.

Dann machen Sie Ihren selbst konstruierten Konflikt, der überhaupt keiner ist, zu einem Konflikt zwischen Moslems und Nichtmoslems, in welchem Sie einen Angriff auf den Moslem sehen.

Zitat
Wenn jetzt jemand hierherkäme und behaupten würde, dass Braunhaarige anders sind als Blonde, würden wir das widerspruchlos hinnehmen?


Dieses Beispiel passt nicht, Herr Özoguz, denn ich habe nie behauptet, dass Chinesen anders sind als Schwarze, ich habe nur das Offensichtliche gesagt, dass sie äußerlich anders aussehen. Beide sind Menschen, ich habe nichts gesagt über deren Wert oder Intelligenz oder sonst etwas, was mich in die Nähe eines Rassisten rücken würde.

Zitat
Warum können wir nicht die unterschiedlichen Ansichten diesbezüglich stehen lassen?


Das habe ich von Anfang an getan, doch Sie haben mich ständig als Rassisten diffamiert.
Weshalb konnten Sie es nicht akzeptieren, dass ich kein Rassist bin ?

Zitat
Ich sehe in dem hier dargelegt Problem gar nicht so sehr das Problem der Definition der Rasse oder ob es Rasen gibt oder nicht. Ich sehe vielmehr, dass eine gewisse unbewusste Herrenmenschenmentalität in manchen Köpfen die Vorstellung hat, dass ein Muslim gefälligst seine Ansicht anzunehmen hat oder er verbal so lange zu bekämpfen ist, bis er entweder aufgibt oder es eine andere Art der Eskalation gibt.


Das ist jetzt der Hammer, Herr Özoguz.
Sie diffamieren mich hier nicht nur völlig unberechtigt als "Rassisten", was an sich schon schlimm genug ist und eine üble Verleumdung meiner Person darstellt, sondern nun unterstellen Sie mir eine "Herrenmenschenmentalität".
Das ist der Gipfel an Irrationalität, an falscher Unterstellung und ein neuer Versuch von Ihnen, mich zu dämonisieren.

Meine Weigerung, mich von Ihnen als Rassisten verleumden zu lassen, hat nichts mit Ihrem Glauben zu tun, auch nicht mit Ihrer ethnischen Abstammung.
In einem anderen Forum lief eine ähnliche Diskussion wie hier. Dort hat ein ethnischer Deutscher mich als Rassist und als Nazi diffamiert und er benutzte dieselben Scheinargumente wie Sie. Zuerst kam er mit der Genetik und als ich ihm den Spiegel-Artikel und andere wissenschaftliche Artikel (die er leider nicht verstand) präsentierte, welche seine Scheinargumente widerlegten, ging er zu reinen Beleidigungen und Schlägen unter die Gürtellinie über.
Da kam von "Vollidiot" bis zu "dreckiger Nazi" so ziemlich alles an Schimpfworten.

Für mich geht es in einer Diskussion um die Sache und nicht darum, ob Sie ein Eskimo, ein Jude oder ein Atheist oder ein Chinese oder Russe sind.

Für mich dient eine Diskussion immer dazu, meinen Standpunkt soweit es geht, verständlich auszudrücken und zu schauen, ob der Diskussionspartner eventuell andere Ideen oder andere Überzeugungen hat. Dabei passiert es mir immer wieder, dass ich durch eine kontrovers geführte Diskussion auf neue Gesichtspunkte stosse und dann beginne, meine eigene Meinung zu ändern.
Manchmal führt das dazu, dass ich die Überzeugung meines Diskussionspartners annehme.

Es geht mir nicht darum, den anderen zu "besiegen" oder zu "unterwerfen", wie Sie es mir unterstellen.

Ein Kampf wird es nur dann, wenn ich zu Unrecht beschuldigt und in eine Ecke gestellt werde, in die ich nicht gehöre.
Ganz übel wird es, wenn es um Rufmord geht, um Verleumdung, um falsche Unterstellung.

Um genau diese Straftatbestände ging es bei Ihren ständigen Beschuldigungen, dass ich ein Rassist sei, Herr Özoguz.
So etwas lasse ich mir von keinem Deutschen, von keinem Italiener, von keinem Chinesen und keinem Russen vorwerfen.

Zitat
Sind nicht Tausende von Völker und "Rassen" durch Deutschlans gezogen und haben sich gemischt? Dürfen Menschen unterschiedlicher "Rasse" nach ihrer Ihrer Definition von Rasse sich "mischen" oder nicht?


Das kommt darauf an, Herr Özoguz.
Wenn jemand, so wie ich, seine Frau in Moskau kennenlernt und sie dann zu mir zieht und wir in Deutschland leben, ist das überhaupt kein Problem, denn es geschieht freiwillig.

Etwas ganz anderes ist es, wenn Schlesier oder Ostpreussen wie Vieh aus ihrer Heimat vertrieben werden, ihnen ihr Hab und Gut geraubt wird und sie völlig neu anfangen müssen. In diesem Fall ist das ein Unrecht, ein Verbrechen, das von Mördern begangen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie so etwas gut finden.

In diesem Fall waren die Vertriebenen Deutsche, deshalb ist es ein Unterschied zu anderen Fällen.
Es gab keine kulturell bedeutsamen Unterschiede, es gab keine Sprachbarrieren usw.

Das sieht ganz anders aus, wenn die Amerikaner ein Land wie Syrien kaputtmachen, indem sie islamistische Mörderbanden finanzieren, bewaffnen und steuern, welche in Syrien einfallen und dort ganzen Familien samt Kindern die Kehlen durchschneiden und diese Gräueltaten dann den Truppen von Assad in die Schuhe schieben.

Es sieht auch anders aus, wenn gewisse "Eliten" einen Plan zur Weltherrschaft verfolgen, zu dem es gehört, dass die Nationen und Völker durch Zwang aufgelöst werden. Zu diesem Plan gehört die Überflutung eines Landes mit Migranten und Flüchtlingen, welche aufgrund ihrer Sprache, ihrer ethnischen Herkunft und ihrer Religion nicht in das Land passen, in welches sie gezielt geschleust werden.

Wenn dann obendrein noch angeblich "Fachkräfte" geholt werden, die aber keine sind, obwohl wir schon mehr als 10 Millionen Arbeitslose haben.

Das sind ganz andere Dinge, Herr Özoguz.
Da verfolgen gewisse Leute eine Politik der Destabilisierung, einer Umvolkung, einer Zerstörung einer Nation und sie benutzen dann die Migranten, um gegen die Einheimischen zu klagen, ihnen Fremdenhass, Rassismus und Herrenmenschentum vorzuwerfen, um die Gesellschaft zu spalten.

Der neue Trick ist der Kampf der Kulturen und dieses Aufstacheln von Moslems gegen Christen oder andere Ungläubige gehört zu dieser Strategie dazu, die in den Protokollen gewisser Weisen und anderen Dokumenten lange vor dem ersten Weltkrieg niedergeschrieben wurde. Übrigens sind das dieselben Herrschaften, welche den ersten und zweiten Weltkrieg geplant und angezettelt haben.
Der dritte Weltkrieg soll nach deren Plänen zwischen den Moslems und den "Christen" organisiert werden und wir sehen die Umsetzung dieser teuflischen Pläne direkt vor unseren Augen.

Zu diesen Plänen gehört die Installierung der EU gegen den Willen der Bürger.
Dazu gehört die Zwangseinführung des Euro zur Verarmung der Menschen.

Da werden Konflikte und Probleme gezielt erschaffen, um die Menschen zu zermürben und zu spalten.
Es führt jetzt zu weit, das alles zu erläutern.

Ich bringe jetzt noch einmal einen Text, um Ihnen aufzuzeigen, was ich als Deutscher nicht will.
Dabei muss ich zugeben, dass es längst zu spät ist, daran etwas zu ändern. Deutschland ist bereits abgeschafft, gezielt und gewollt. Uns wurde die Heimat genommen. Das mögen Sie als Zuwanderer gut finden, wir finden es nicht gut, denn es hat nichts mit Liebe, nichts mit Freiheit und Gerechtigkeit zu tun.

Und bitte kommen Sie mir nicht damit, dass die Deutschen es ja so wollten, sonst hätten sie sich doch gewehrt und andere Parteien gewählt. Es gab immer Deutsche, die sich gewehrt haben, die sogar politische Parteien gegründet haben, um über den gewaltlosen Weg etwas zu ändern. Diese mutigen Deutschen wurden diffamiert, Berufsverbote erteilt, deren Ruf wurde ruiniert, die wirtschaftliche Existenz wurde ruiniert, sie wurden als Nazis und Rassisten diffamiert und wenn das alles nichts half, wurden sie durch falsche Gutachten in die Psychiatrie gesteckt oder es wurden Mordanschläge gegen sie verübt.

Die Welt, von der Sie träumen, wo es keine Grenzen gibt und keinen Krieg und keinen Hass zwischen Menschen, gibt es leider noch nicht, Herr Özoguz und es ist fatal, diese Wunschvorstellung auf ein Land anzuwenden, welches durch seine Nachbarn in Kriege verwickelt und zerstört wurde. Ein Land, das immer noch besetzt ist und von Leuten geführt wird, die nicht dem deutschen Volk dienen, sondern fremden Herren, die in Washington und Tel Aviv herrschen.
Wenn Sie sagen, dass aber doch das Dt. Reich allein schuld ist am ersten Weltkrieg, weil das so in den Geschichtsbüchern steht, dann sage ich Ihnen, das dies die Lügen der Sieger sind. Exakt jene Sieger, welche die wahren Schuldigen am Krieg waren und ihn angezettelt haben, weil die Deutschen ihnen auf dem Weltmarkt immer mehr Kunden abnahmen. Deshalb schrieben die großen Tageszeitungen in England seit 1905 täglich "Germany must perish", Deutschland muss vernichtet werden.


Hier nun die Realität in Deutschland, das tatsächlich vernichtet worden ist.

Zitat
Die verdrängte Deutschenfeindlichkeit
von Higgs

Von Wolfgang Reith

Das Problem der Deutschenfeindlichkeit an deutschen Schulen ist keineswegs neu, wird aber jetzt erst im Rahmen der durch das Sarrazin-Buch angestoßenen Integrationsdebatte „plötzlich“ entdeckt. Erfreulich daran ist zumindest die Tatsache, dass nun wenigstens öffentlich darüber diskutiert werden darf, denn bisher wurde das Phänomen ja schlichtweg ignoriert oder sogar bestritten. Dazu einige Anmerkungen aus eigener Erfahrung:
Von 1973 bis zu meiner Pensionierung 2009 war ich erst Lehrer und schließlich Schulleiter an einer Schule im Duisburger Norden (dort, wo seit zwei Jahren die bislang größte Moschee Europas steht). In den siebziger und achtziger Jahren waren die türkischen Schüler und deren Eltern voll integriert, die Schüler waren fleißig und strebsam, sie waren im Deutsch-Unterricht manchmal sogar besser als einige deutsche Schüler, weder gab es Schülerinnen noch Schülermütter mit Kopftuch. Das änderte sich Ende der 80er Jahre, als nach und nach eine türkische Infrastruktur und damit eine gewollte Ghettoisierung im Stadtteil entstand und sich eine Parallelgesellschaft bildete, in der bald eigene Gesetzmäßigkeiten herrschten. 1988 überschritt die Zahl der türkischen Schüler an unserer Schule die 50-Prozent-Marke, und da wurden die ersten Forderungen erhoben, nun müssten sich die Deutschen assimilieren. Türkische Schüler der 10. Klassen betonten, im Geschichtsunterricht hätten sie gelernt, Demokratie heiße „Herrschaft der Mehrheit des Volkes“, und weil nun die Türken im Stadtteil die Mehrheit bildeten, sollten sich die Deutschen ihnen anpassen, und Türkisch sei als gleichberechtigte Sprache neben dem Deutschen zuzulassen. Tatsächlich gab es plötzlich türkischsprachige Formulare im Rathaus und in den Banken, und ebenso tauchten erste zweisprachige Schilder in der Öffentlichkeit auf. Man wollte sich betont „ausländerfreundlich“ geben, und die Ausländer ihrerseits sahen keine Notwendigkeit mehr, die deutsche Sprache zu lernen. Kaum stellten die Türken die Mehrheit, bestanden sie darauf, dass bei Konferenzen übersetzt würde. Natürlich hing das auch damit zusammen, dass ab Ende der 80er/Anfang der 90er Jahren verstärkt Ehefrauen aus der Türkei importiert wurden (im Gegensatz zu den hier aufgewachsenen türkischen Frauen waren jene wenigstens noch nicht von der westlichen Kultur „verdorben“), die auch hierzulande nicht die deutsche Sprache erlernten, weil sie von ihren Ehemännern isoliert wurden. Übrigens ließen in den letzten Jahren Eltern, die als Kinder selbst unsere Schule besucht hatten und jetzt ihre eigenen Kinder zu uns schickten, ihre Aussagen von Dolmetschern übersetzen. Wenn ich erstaunt fragte, warum sie dies täten, denn schließlich hätten sie doch an unserer Schule einen deutschen Abschluss erreicht, dann erhielt ich oft in radebrechendem Deutsch die Antwort, man habe zwischenzeitlich alles verlernt.
Bald trug auch die Mehrheit der türkischen Mädchen und Frauen Kopftücher – selbstverständlich „freiwillig“, wie immer wieder betont wurde –, und wer das nicht tat, dem wurde gelegentlich vom Hodscha gesagt, dass dies nicht nur unislamisch sei, sondern dass man als „nackt herumlaufende Frau“ auch keine Chance habe, nach dem Tode ins Paradies zu kommen. Oft waren die Eltern fortschrittlicher im Denken als ihre Kinder, die nachmittags immer häufiger in die wie Pilze aus dem Boden sprießenden Koran-Schulen gingen.
Die türkischen Lehrer, die seit 1980 für den muttersprachlichen Unterricht an unserer Schule tätig waren – in der Regel modern, europäisch gebildet und durchweg aus der Westtürkei stammend –, wurden gerade deswegen von den rückständigen anatolischen Landsleuten nicht akzeptiert, sondern von vielen abgelehnt, weshalb mehr und mehr Eltern ihre Kinder vom Unterricht in der Muttersprache (!) abmeldeten. Einen türkischen Lehrer, der in der Nähe von Izmir zu Hause war, meinten einige Schüler bei mir „anschwärzen“ zu müssen, indem sie mir erklärten, der sei ja „halber Grieche“ und deshalb nicht ernst zu nehmen. Eine türkische Kollegin wurde, weil sie kein Kopftuch trug, von den Eltern so unter Druck gesetzt, dass sie sich schließlich unter Tränen an eine andere Schule am Niederrhein versetzen ließ.
In den 90er Jahren kam es dann zu ersten antideutschen Handlungen. Es waren weniger körperliche Auseinandersetzungen, vielmehr wurden deutsche Schüler, aber auch manche Lehrerinnen wegen ihrer „unislamischen Lebensweise“ als Schweinefresser, Schlampen (vor allem Mädchen, die bereits Freunde hatten), Ungläubige und schlimmstenfalls als Nazis beschimpft. Wenn ich bei Schulleiter-Konferenzen oder im Jugendausschuss der Stadt solche Probleme ansprach, wurde ich sofort ausgegrenzt, ja man bezichtigte mich einer offenkundig fremdenfeindlichen Haltung. Höchstens zwei oder drei weitere Schulleiter unterstützten mich, der große Rest hüllte sich in Schweigen.
In einer Nacht des Jahres 2002 wurde die Fassade der Turnhalle unserer Schule mit den Worten beschmiert: „Deutsche raus! Deutschland den Türken!“ Wir benachrichtigten die Kriminalpolizei, die auch tatsächlich kam, doch erklärten mir die Beamten, es handele sich da um keine Straftat, und so gebe es auch keinen Anlass zu ermitteln. Als ich Unverständnis bekundete, wurde ich belehrt, dass der Fall umgekehrt hätte laufen müssen: Wenn nämlich an der Wand die Worte „Ausländer raus! Deutschland den Deutschen!“ gestanden hätte, wäre dies ein Fall für den Staatsschutz gewesen.
Seit 2003 gab es in Nordrhein-Westfalen einen Schulversuch mit „Islamischer Unterweisung“ (seit 2006 „Islamkunde“), einem islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache, an dem auch unsere Schule teilnahm, weil wir dies nicht nur für sinnvoll erachteten, sondern darin zugleich ein Korrektiv zu den zahlreichen Koran-Schulen im Umfeld sahen. Anfangs war es noch Neugier, die viele (nicht die meisten!) islamischen Schüler dorthin „trieb“. Doch schon nach zwei Jahren ließ das Interesse merklich nach, ältere Schüler und vor allem Schülereltern beschwerten sich über diesen Unterricht, weil der (moderne) Lehrer „keinen richtigen Islam“ lehre. Obwohl ich jedes Jahr einen Bericht über den Schulversuch und seine Erfolge (Nichterfolge waren nicht vorgesehen!) vorlegen musste und meine Beobachtungen sehr deutlich zum Ausdruck brachte, reagierte man amtlicherseits überhaupt nicht darauf. Stattdessen nimmt der Zulauf zu den Koran-Schulen und den Moschee-Vereinen im Stadtteil zu, und was dort „gepredigt“ wird, ist hinreichend bekannt.
Die jetzt begonnene Debatte um dieses bisherige Tabuthema ist dringend vonnöten, und sie darf auf keinen Fall „ergebnis-offen“ diskutiert werden. Deutschenfeindlichkeit muss endlich als das gesehen werden, was sie ist, nämlich als diskriminierende und kriminelle Handlungsweise vor allem islamischer jugendlicher Machos und Rambos, die glauben (und das auch sagen!), in Deutschland gebe es ja keine Gesetze, weil eine Demokratie eben ein freier Staat sei, in dem man ungestraft alles tun und lassen dürfe. Dieser Einstellung gehört dringend ein Riegel vorgeschoben.

Wolfgang Reith war von 1973 bis 2009 Lehrer und Schulleiter einer Hauptschule im Duisburger Norden, einem sozialen Brennpunkt. Er ist Träger der Ehrennadel des Preußeninstituts und außerdem Präsident der Afrika Fördergesellschaft e.V.


https://zukunftskinder.wordpress.com/201...nfeindlichkeit/

Franz Hall

Themen Überblick

Betreff Absender Datum
In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Yavuz Özoguz 22.01.2015 08:46
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Franz Hall 22.01.2015 09:24
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Yavuz Özoguz 22.01.2015 10:18
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Dörte Donker 22.01.2015 11:40
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Franz Hall 22.01.2015 12:39
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Dörte Donker 22.01.2015 13:39
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Yavuz Özoguz 22.01.2015 15:20
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Franz Hall 22.01.2015 16:00
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Dörte Donker 22.01.2015 16:32
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Yavuz Özoguz 22.01.2015 20:15
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Franz Hall 22.01.2015 22:49
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Dörte Donker 22.01.2015 23:41
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Yavuz Özoguz 23.01.2015 08:38
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Dörte Donker 23.01.2015 08:41
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Dörte Donker 23.01.2015 09:12
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Franz Hall 23.01.2015 10:58
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Yavuz Özoguz 23.01.2015 13:38
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Dörte Donker 23.01.2015 14:41
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Franz Hall 23.01.2015 15:03
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Cengiz Tuna 23.01.2015 15:13
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Franz Hall 23.01.2015 15:35
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Cengiz Tuna 23.01.2015 15:50
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Fatima Özoguz 23.01.2015 16:18
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Franz Hall 23.01.2015 17:01
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Daniel Hader 24.01.2015 03:15
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Franz Hall 24.01.2015 08:59
Was wollen Sie von mir sehen? Thomas Steffen 15.08.2016 06:50
Verbietet man das dann auch allen anderen? Thomas Steffen 22.08.2016 17:55
Verbietet man das dann auch allen anderen? (II) Thomas Steffen 22.08.2016 22:40
Wir können auch anders Thomas Steffen 25.08.2016 17:18
"Unter Weißen" Thomas Steffen 27.02.2017 08:19
RE: In wie vielen Deutschen schlummert Rassismus? Franz Hall 23.01.2015 12:58
 

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