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Religion & Politik im Islam

RE: Professor dr. Günther, Arzt, Antifaschist, Jude und mutiger Mahner

 von Brigitte Queck , 19.02.2012 20:44

Professor Dr. Günther, Arzt, Antifaschist, Jude und mutiger Mahner
interviewt am 17.2. 2012

-Herr Professor, Man nennt Sie weltweit den Entdecker des Golfkriegssyndroms, sprich
denjenigen ,der den Einsatz von Depleted Uranium-Waffen im Krieg der USA und
Großbritanniens gegen den Irak nachgewiesen hat. Wie kam es dazu ?
1990, erhielt ich eine Berufung als Professor an der Universität in Bagdad zu arbeiten.
Es war die Zeit des Wirtschaftsembargos gegen den Irak. Über Weihnachten war ich zu Hause. Kurz danach wurde Irak von den USA und Großbritannien bombardiert.
Nach dem 2.Golfkrieg bin ich in den Irak zurückgekehrt.
Auf dem Weg zwischen Bagdad und Amman fielen mir Geschosse auf, die mir seltsam vorkamen. In Basra, an der Grenze zu Kuwait, habe ich im Oktober 1991 Kinder mit Geschosshülsen spielen sehen. Eines dieser Kinder war an Leukämie, an einer für Kinder völlig untypischen Krankheit, erkrankt und kurze Zeit später gestorben.
Ich habe die Geschosse von der dortigen Polizei einsammeln lassen. Eines dieser Geschosse und Geschossummantelungen nahm ich mit nach Deutschland und ließ sie an 3 Universitäten untersuchen. Laborversuche an dem Luise Meitner –Institut, dem FU-Klinikum in Berlin-Charlottenburg und der Berliner Humboldtuniversität, erbrachten den Beweis, dass die USA von den Genfer Konventionen geächtete Waffen im Irak eingesetzt hat.

-Was genau erbrachten diese Untersuchungen ?

Das von mir nach Deutschland mitgebrachte Projektil ( mittlerweile als Depleted
Uranium-Geschoss bekannt ) hat eine raue Oberfläche, die bei
Berührung einen radioaktiven Abrieb erzeugt. Durch falschen Umgang mit dem
Geschoßprojektil entsteht die Gefahr der Kontamination und Inkorporation radioaktiven
Materials, was zu einer Gesundheitsgefährdung führen kann.
Die Dosisleistung an der Oberfläche des Projektils beträgt ca.11 MikroSivers pro Stunde.“

Wenn also Soldaten, bzw. spielende Kinder in Kriegsgebieten mit diesen Geschossen
einer 11 MikroSivers /h radioaktiven Dosisleistung nur eine Stunde umgehen, oder sich
in unmittelbarer Umgebung dieses Geschosses befinden, bekommen sie die von
Wissenschaftlern bereits als gefährlich eingestufte radioaktive Dosis für ein Jahr und
Person berechnet, schon innerhalb 1 Stunde inkorporiert !
Darüber hinaus ruft diese radioaktive Munition also unweigerlich zu Krebs,
Immunschwächekrankheiten, Missbildungen und ähnlichem!“

- Warum, glauben Sie, wurden und werden von der NATO diese DU-Geschosse
bzw.-Bomben mit radiaktiver Substanz in Kriegsgebieten eingesetzt ?

Die Rüstungsindustrie benutzt die DU-Projektile, weil sie so schwer sind, eine hohe
Dichte haben und somit in der Lage sind, Stahl, bzw. Zement wie Butter zu
durchschneiden. Dabei werden Temperaturen von 1000 -2000 Grad Celsius erzeugt !
Panzer, bzw. Wohnhäuser, Brücken u. ähnl. verbrennen teilweise nahezu rückstandlos
und es wird ein feiner Uranstaub freigesetzt, der kleiner als Blutblättchen ist und den
man weder riechen, noch schmecken kann und der durch Winde und Stürme bedingt,
rund um den Erdball verbreitet wird. Die in das Grundwasser dringenden
Uranteilchen richten zusätzlichen unermesslichen Schaden an.
Wenn man bedenkt, dass einige dieser Komponenten von Depleted Uranium-Waffen
eine Halbwertszeit von Millionen Jahren haben, erkennt man, wie bedroht unsere Mutter
Erde, ihre Bewohner und ihre Natur sind.

- Was geschah damals ,als sie die Ihnen auferlegte hohe Geldstrafe des Amtsgerichtes Tiergarten für das Schmuggeln eines „radioaktiven Projektils“, wie es im Bericht des Polizeipräsidenten in Berlin hieß, nicht bezahlten ?

Ich wurde daraufhin wie ein Verbrecher ins Gefängnis geworfen und dort misshandelt, so wie das in von mir dokumentierten Büchern „Stumme Zeugen eines Krieges“ und „Uran-Geschosse: Schwergeschädigte Soldaten, missgebildete Neugeborene, sterbende Kinder“, beschrieben wurde.

- Wir haben Ihnen also quasi zu verdanken, dass Sie durch die Untersuchung dieses Depleted Uranium-Geschosses an 3 Instituten in Deutschland den Beweis erbrachten, dass es sich bei Depleted Uranium- Geschossen- und Bomben um atomare Waffen handelt ?

Ja, natürlich. Man kann in meinem Straf Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten in
Berlin am 15.01.93 wie folgt nachlesen:
„Sie werden angeklagt, in Berlin und anderen Orten des Bundesgebietes im Juli 1992
radioaktive Abfälle, zu deren Ablieferung Sie nach dem Atomgesetz oder einer aufgrund
des Atomgesetzes ergangenen Rechtsverordnung verpflichtet waren, nicht abgeliefert zu
haben, indem Sie etwa Mitte Juli 1992 in die Bundesrepublik Deutschland einreisten und
dabei eine aus metallischen Uran bestehende Geschoßhülse mitbrachten, um diese hier als
Demonstrationsobjekt zu benutzen, wobei Sie es in der nuklearmedizinischen Abteilung
des Rudolf-Virchow Krankenhauses abgaben.....
Die Dosisleistung an der Oberfläche des Projektils beträgt ca.11 MikroSivers pro Stunde.“

- Obwohl Sie Anfang der 90 iger Jahre von vielen als Verschwörungstheoretiker
verhöhnt wurden ,erkannten die Regierenden nur zu gut die Gefahr der
Verbreitung der Wahrheit durch Sie und versuchten Sie 1999, kurz vor dem NATO-Krieg
gegen Jugoslawien, in dem ebenfalls diese Waffe zum Einsatz kam ( der unabhängige
Wissenschaftler Wilms sprach von ca. 100 t radioaktiver Munition, die allein im NATO-
Krieg gegen Jugoslawien, vor allem im Kosovo, verwendet wurden !) zum Schweigen zu
bringen.

Ja. Als Anlass nahm man eine seitens der Rentenversicherungsanstalt mir verweigerte Zahlung.
Im Schreiben des Amtsgerichtes Husum vom 14.07.99 hieß es lapidar:
„Ich muss Sie... nochmals darauf hinweisen, dass von hier aus weder direkt eine Zahlung
veranlasst werden kann, noch eine Einflussnahme auf die Rentenversicherungsanstalt möglich ist. In diesem Verfahren geht es ausschließlich um die Frage, ob Ihnen eine
Person als Betreuer zur Seite gestellt werden kann oder muss....Sofern hier nicht bis zum
30.7.1999 eine Mitteilung über einen mit Herrn Dr. Platz ( er war 1999 Leiter der
Psychatrie der Karl Bonhoeffer Klinik, d. Verf. ) abgesprochenen zeitnahen
Untersuchungstermin eingeht, muss ich davon ausgehen, dass Sie nicht bereit sind, sich
freiwillig zu einer Untersuchung zum Sachverständigen zu begeben.Für diesen Fall beabsichtige ich - wie schon anlässlich vom 7. 01.1999* erörtert - Ihre (geschlossene) Unterbringung und Beobachtung –zunächst für den Zeitraum von 10 Tagen -anzuordnen zur Vorbereitung des Gutachtens. Nach der Einschätzung des bei der Anhörung vom 07.01.1999 anwesenden Dr. Mulke besteht der Verdacht, dass bei Ihnen eine paranoide Entwicklung vorliegt, die die Kritikfähigkeit partiell einschränkt.“

- Man hat Sie daraufhin sogar mit der Zwangseinweisung in die Psychatrie bedroht ?

Ja. In einem Brief des Amtsgerichtes in Husum vom 22.10.99 (Az: 2C861/97 und
C 1224/97 AG Husum )der mir nicht per Post , sondern an der Haustür und mit absichtlicher Verspätung an einem Donnerstagabend zugestellt worden ist ( meine geschlossene Unterbringung in
einer Psychatrie sollte dann gewaltsam an einem Montag erfolgen !!) wurde mir darin u.a.
mitgeteilt:
„Urlaubsbedingt kann eine Untersuchung des Betroffenen in dem vorgesehenen Fachkrankenhaus nicht vor dem 02. November 1999 beginnen.
Das Gericht hat dementsprechend auch die maximale Dauer der Unterbringung zur Untersuchung des Gesundheitszustandes auf den 10. November 1999 beschränkt.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird zu überprüfen sein, ob eine weitere geschlossene
Unterbringung zur Untersuchung des Geisteszustandes erforderlich ist!“
Und weiter heißt es dort:
„ Die Unterbringung des Betroffenen in einer geschlossenen Einrichtung der Psychatrie
zum Zwecke der Vorbereitung eines Gutachtens zur Erforderlichkeit einer Betreuung
wird bis zum 03.11.1999 angeordnet. Wirkt die zuständige Behörde bei der Zuführung
mit, darf sie - erforderlichenfalls mit Hilfe der polizeilichen Vollzugsorgane - GEWALT ANWENDEN"


- Die Herrschenden in diesem Lande waren offenbar sehr genau darüber informiert, dass
Sie
1. weder auf die Unterstützung ihrer Familie rechnen konnten
( Ihre Frau, Ärztin wie Sie, war nach Hakenkreuzschmierereien an Ihrem Haus und
Naziparolenbrüllereien vor Ihrem Grundstück aufgeschreckt, zumal sich nach
diesem Vorfall keine Patienten mehr sehen ließen ,hatte sich von Ihnen scheiden lassen
und lebt jetzt irgendwo im Süden Deutschlands);
2. noch eine Rechtsschutzversicherung besaßen.

Es wäre in dieser Zeit also ein Leichtes gewesen ,Sie, Herr Professor, stillschweigend zu
isolieren und somit für immer mundtot zu machen.

Natürlich. Auf einer Erfurter Tagung über den Jugoslawienkrieg 1999 lernte ich die
„Mütter gegen den Krieg“ ( heute nennen sie sich „Mütter gegen den Krieg Berlin-
Brandenburg“) kennen.
Als mir die briefliche Drohung an einem Donnerstagabend überbracht wurde, mich
am kommenden Montag gewaltsam in die Psychatrie abholen zu wollen, rief ich sie an
und bat um Hilfe.
Die „Mütter gegen den Krieg“, setzten sich anderntags mit Dr. Diestel, in Verbindung
und baten ihn, den Rechtsbeistand für mich zu übernehmen. Darüber hinaus informierten
sie zusammen mit einem Hamburger Verein alle wichtigen Zeitungen, Rundfunk- und
Fernsehstationen darüber, dass ich in Gefahr bin.
Einer von dem Verein der „Mütter...“ fuhr außerdem nach Sankt Peter Ording, um zu
verhindern, dass ich am kommenden Montag durch die Polizei abgeholt werde.
Nach diesen Aktionen war ich nicht mehr allein und als ich dennoch in der Karl-
Bonhoeffer Klinik auf meinen Geisteszustand untersucht werden sollte, begleiteten mich dann schon 5 Mitglieder dieses Vereins, sowie Professor Schott.
Rechtsanwalt Schulz richtete sogar eine Telefonkette ein, über die im Ernstfall die
Medien informiert werden sollten !

- Sie haben Einsicht in das Gutachten der Bonhoeffer Klinik erhalten. Was konnte man
darin lesen ?

Es hieß dort, meine Person betreffend u. a., auch auf die wachsende Unterstützung von
Teilen der Friedensbewegung hinweisend:
„Es wurden jedoch paranoide Züge festgestellt. Ob diese jedoch ausreichen, um den
Betroffenen geschäftsunfähig zu erklären, muss vom Gericht (medizinisches Sachverständigengutachten) geprüft werden.
Herr Prof. G. ist nicht mit einer Betreuung einverstanden, sodass zur Einrichtung einer
Betreuung gegen den erklärten Willen des Betroffenen dessen Geschäftsunfähigkeit
nachgewiesen werden müsste.....

In seinem energetischen Potential schien Herr Prof. G. gemindert, inhaltsbezogen
(Urangeschosse, Umweltschädigung, radioaktive Verseuchung von Menschen ) wurde
eine gesteigerte Emotionalität deutlich....“
Abschließend kam man jedoch im Gutachten zur Überzeugung
„dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt Herr Prof. G. auch außerhalb einer gesetzlichen
Betreuung in der Lage ist, seine Angelegenheiten selbst zu besorgen.“
Allerdings wurde angeregt:
„Sollte sich auf diesem Weg keine Lösung für die zu klärenden Angelegenheiten finden
lassen, wird aus nervenärztlicher Sicht weiter angeregt unter dem Aspekt einer
Verlaufsbeobachtung nach einem gewissen Zeitraum ( nicht vor einem halben Jahr ) eine
Nachexploration durchzuführen“..

- Wagten die staatlichen Organe, eine sogen. Nachexploration bei Ihnen durchzuführen?

Eine solche Nachexploration wagte man sich denn doch nicht angesichts meines immer
mehr steigenden Bekanntheitsgrades und durch die weltweite Anerkennung meiner Entdeckung der Gefährlichkeit von Depleted Uranium-Waffen.

- Sie sind mit Dr. Leuren Moret einer internationalen Expertin über Strahlungen, der
früheren Mitarbeiterin von Marian Falk- einem früheren Manhattan – Projekt –
Wissenschaftler und anerkannten Insider in den Livermor Laboratorien, einem Experten
des radioaktiven Fallouts- bekannt.

Ja, natürlich. Sie hat Depleted Uranium-Waffen als Trojanisches Pferd eines Atomkrieges bezeichnet.
Es muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass bis heute überall auf der Welt in
Kriegsgebieten ausschließlich Depleted Uranium Waffen eingesetzt werden und sowohl
Vertreter der Rüstungsindustrie, als auch regierungsamtliche Kreise in den USA und allen
kapitalistischen Ländern der Welt ihren Einsatz nach wie vor geheim halten und leugnen,
dass es sich bei Depleted Uranium- Waffen um Kernwaffen handelt.
Das hat seinen Grund ! Wurde doch bereits vom Internationalen Gerichtshof von 1996 den Einsatz von
Atomwaffen verboten !!

- Was würden Sie den Friedensbewegten, einschließlich den Atomkraftgegnern, in
Deutschland und der Welt, heute mit auf den Weg geben wollen ?

Krieg ist ein Verbrechen. Aber ein Atomkrieg, wie ihn die USA und ihre Verbündeten bereits unterschwellig führen, ist ein Verbrechen an der Menschheit, das nicht wieder gut zu machen ist.
Die Aufgabe als Friedensbewegten, aber auch aller Gegner des Einsatzes von Atomenergie ist es, die Menschen über die unermesslichen und nicht rückgängig zu
machenden Veränderungen im Natur, -Menschen, -und Tierreich durch die Anwendung der neuzeitlichen atomaren Depleted Uranium-Waffen aufzuklären und dahin zu wirken,
dass deren endliches Verbot, vom Internationalen Gerichtshof bereits 1996
ausgesprochen, endlich umgesetzt wird.
Dazu gehört Mut und Durchsetzungsvermögen.
Doch im Interesse unserer Nachfahren ist dringliches Handeln geboten !!

Interviewt wurde Professor Dr. Günther durch Brigitte Queck, Diplomstaatswissenschaftlerin Außenpolitik, und Vorsitzende des Vereins „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“

Brigitte Queck
Beiträge: 565
Registriert am: 02.01.2012

Themen Überblick

Betreff Absender Datum
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RE: Professor dr. Günther, Arzt, Antifaschist, Jude und mutiger Mahner Brigitte Queck 19.02.2012
 

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