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Religion & Politik im Islam

Wer ist den Christen wichtiger - Grußbotschaft des Muslim-Markt zum Geburtstag Jesu

 von Yavuz Özoguz , 24.12.2013 08:48

Kaum zuvor gab es eine Weihnachtsfest, in dem gläubige Christen so deutlich und unübersehbar von der den Namen Jesu missbrauchenden Westlichen Welt verraten wurden, wie in diesem Jahr!

Heute ist weltweit für die meisten christlichen Kirchen die Nacht der Weihe, die Nacht zur Geburt Jesu; zumindest feiern sie es. Die Gebildeten unter den Christen wissen, dass das Datum selbst herzlich wenig mit der wundersamen Geburt Jesu durch die wundersame Mutter Maria zu tun hat - der Friede sei mit ihnen. Tatsächlich feierte man nach dem alten julianischen Kalender am 25.12 die Wintersonnenwende, den Tag, ab dem die Tage wieder länger werden. Über jenen althergebrachten Feiertag wurde ein christlicher Mantel übergestülpt. Die Tatsache, dass jener kürzeste Tag heutzutage nicht mehr der 25.12., sondern der 21.12 ist, hängt lediglich damit zusammen, dass bei der Übertragung des alten Julianischen Kalenders in den heutzutage gültigen Gregorianischen Kalender das Datum einfach mitgenommen wurde, ohne an dessen vorchristlichen Ursprung zu denken.

Aber wie dem auch sei, selbst wenn eine der ältesten christlichen Gemeinden der Welt, die Kopten, den Geburtstag lieber am 6. Januar feiern, selbst wenn der 24/25.12 ehemals ein heidnisches Fest war, heutzutage feiern die wenigen verbliebenen Christen in der Westlichen Welt den Geburtstag Jesu durch die Jungfrau Maria. Jene Minderheit glaubt nicht an Tannenbäume oder den Weihnachtsmann, sondern feiert wirklich die Geburt des Erlösers, des Messias, wie er ja auch im Heiligen Qur'an genannt wird. Allerdings gilt das wirklich für eine verschwindende Minderheit in der Westlichen Welt! Die absolute Mehrheit der Westlichen Welt glaubt weder an eine Jungfrau Maria, noch an einen wahren christlichen Erlöser, noch an die anderen Wunder Jesu, noch an seine Botschaft!

Am Beispiel Deutschlands kann gut ersehen werden, woran die meisten Menschen glauben: An Kommerz, an das Kapital, an Triebbefriedigung und an Selbstverwirklichung. Das wahre Gefühl der Nächstenliebe - die Kernbotschaft Jesu - hat weder bei den Truppen in Afghanistan ihren Platz noch im neu gegründeten Kabinett der Großen Koalition! Schauen wir uns einmal an, welcher Ereignisse in den letzten Tagen in der Westlichen Welt - allen voran in Deutschland - mit großer Freude und Genugtuung gedacht wurde. Zwei Ereignisse seien hier stellvertretend für alle anderen Ereignisse genannt.

Das erste Ereignis bestand darin, dass zwei Sängerinnen (die können zwar nicht singen, heißen aber in der Hofberichterstattung so) aus russischen Gefängnissen frei gekommen sind. Doch warum waren sie überhaupt ins Gefängnis gekommen: Der Grund dafür war ein Nacktauftritt im Altar einer Kirche mit anzüglichen Bewegungen! Das sind die Vorzeigefreiheitskämpfer der Westlichen Welt, die behauptet, christlich zu sein!

Doch auch eine weitere Person wurde freigelassen. Er war einer der mit Abstand reichsten Menschen in Russland, ein Oligarch, wie es die Westliche Welt offen zugibt. Er hatte seinen unermesslichen Reichtum auf illegalem Weg "erwirtschaftet" (solch einen Reichtum kann man nur auf illegalem Weg erwirtschaften). Er ist weder dafür bekannt, dass er seinen Reichtum für die Armen und Bedürftigen eingesetzt hat, noch dafür, dass er sich für Frieden in der Welt eingesetzt hat. Sein einziges für die Westliche Welt bedeutsames Attribut besteht darin, dass er ein Vorreiter des kapitalistischen Imperialismus war mit der Nebenjobbezeichnung "Kremlkritiker". Einen Großteil seines Reichtums besitzt er offensichtlich immer noch und verbringt die Weihnachtstage in Hotels, die der Normalsterbliche nur als Putzfrau oder Kellner von innen sehen kann.

Das ist es, was die Westliche Welt am Ende der Weihnachtszeit feiert: Öffentliche Pornographie in der Kirche und unermessliches Horten von Geldern, die Kernbotschaft des westlichen Kapitalismus! Dabei gibt es dieser Tage durchaus Weltgeschehnisse, die direkt mit dem Christentum zusammenhängen. So haben die von der Westlichen Welt finanzierten und ausgerüsteten Terroristen in Syrien eine der ältesten christlichen Städte der Welt namens Maalula mitten in der Adventszeit überfallen und christliche Nonnen aus einem Kloster entführt, deren Schicksal unbekannt ist. Haben Sie jemals davon gehört, dass sich westliche Politiker für die Freilassung jener Nonnen auch nur halb so intensiv eingesetzt haben, wie für Nackttänzerinnen auf einem Kirchenaltar und einen superreichen Tempelritter, der den Tempel des Kommerzes auch in Russland errichten wollte? Wo sind die Vorreiter der christlichen Welt, die sich für ihre christlichen Glaubensschwestern einsetzen, die nur deshalb entführt wurden, weil sie Nonnen sind, weil sie Christinnen sind und weil sie die von der westlichen Welt unterstützte Terrorbande in Syrien nicht unterstützen? Wo bleibt der Aufschrei der Christen? Wie kann es sein, dass sich ausgerechnet die muslimische Hisbollah im Libanon für die Freilassung jener Nonnen einsetzt und sogar das Leben der eigenen Kämpfer opfert, während die gesamte so genannte christliche Welt lieber die Freilassung von zwei Kirchenstripperinnen feiert?

Und haben Sie je davon gehört, dass immer mehr große und großartige christliche Persönlichkeiten im Libanon öffentlich mit der Hisbollah sympathisieren? Warum nicht? Sind gläubige Christen in der Welt für die sich christlich bezeichnenden Westler unbedeutend? Und wie ist es mit Bethlehem? Immerhin werden doch an vielen Schulen und Kindergärten Krippenspiele durchgeführt! Denkt dabei jemand daran, dass Bethlehem, die Geburtsstadt Jesu, heute besetztes Gebiet ist, in dem die Christen durch Zionisten unterdrückt werden? Was ist los mit den Christen der Westlichen Welt, wenn sie mehr Solidarität mit den Besatzern praktizieren als mit den besetzten eigenen Glaubensgeschwistern? Ist das die Lehre Jesu? Oder ist das eher der Irrglaube, den Jesus gewaltsam aus dem Tempel Gottes verjagt hat? Hat Jesus nicht gleich in mehreren Evangelien unmissverständlich zu jenen Kapitalisten gesagt: "Mein Haus soll heißen ein Bethaus allen Völkern, ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht."

Der zu reinigende Tempel ist das Herz eines jeden Gläubigen wie auch das Herz eines Volkes. Ein "selbstverwirklichtes" Volk hat das "Wir" vergessen. Und so verbreitet sich immer mehr Mord, Hungernot und Elend in dieser Welt, ohne dass es die immer reicher werdenden Westler bemerken. Und noch weniger bemerken sie, wie ihre eigenen Soldaten so viel Leid in der Welt verbreiten bei so vielen unschuldigen Menschen. Die größten Verbrecher unserer Zeit sind die Anführer jener "Mördergruben" in den Regierungssitzen der Westlichen Welt, die den Namen des Judentums und des Christentums missbrauchen, um ihren mörderischen Zielen des irdischen Imperiums zu dienen. Und in diesem gottlosen Gebaren setzen sie sich für Menschen ein, die ebenfalls ihren Zielen dienen, nicht aber für Christen in Syrien, Libanon oder Palästina!

An der Stelle der Tempelaustreibung heißt es dann weiter im Matthäus-Evangelium:
"Und es kam vor die Schriftgelehrten und Hohenpriester; und sie trachteten, wie sie ihn umbrächten."

Was hat sich seither geändert? Wer unterstützt die Mörder der Nonnen in Maalula und wer verteidigt sie? Nur ein Blinder kann das übersehen! Und welcher Vertreter von Gottes Tempel auf Erden ist derjenige Heilige unserer Zeit, dem die gesamte Welt der kapitalistischen Mördergruben am liebsten nach dem Leben trachten würde, wenn sie es nur könnten? Zweifelsohne ist es Imam Chamene'i - Gott schütze ihn! Ihn lieben viele Muslime und auch Christen in der Welt, in der die Religionen entstanden sind, während das altrömische Imperium ihn hasst.

Immer mehr Menschen erhoffen die baldige Erlösung der Menschheit durch das Erscheinen eines Erlösers. Christen warten auf Jesus. Doch es steht geschrieben:

"Von den Zeiten aber und Stunden, liebe Brüder, ist nicht Not euch zu schreiben, denn ihr selbst wisset gewiss, dass der Tag des HERRN wird kommen wie ein Dieb in der Nacht." (1. Thessalonicher - Kapitel 5:1)

Die meisten Christen werden überrascht werden! Den sie rechnen nicht damit. Würden sie damit rechnen, würden sie nicht zulassen, dass im missbrauchten Namen des Christentums so viel Unheil auf Erden gestiftet wird. Zumindest in ihrem Gebet würden sie sich mit allen Unterdrückten der Welt solidarisieren und sich von allen Unterdrückern lossagen.

Aber genau jene Christen gibt es immer noch - Gott sei Dank - selbst wenn es wenige sind. Es gibt sie im Libanon, in Syrien in Palästina, aber sicher auch noch in Deutschland und Österreich! An jene wenigen verbliebenen Christen wenden wir uns heute mit unserer Grußbotschaft und wünschen Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest in der Erinnerung an die großartigen Menschen Jesus und Maria.

Das gesamte Muslim-Markt-Team wünscht allen Christen, die Jesus und Maria ehren, eine besondere Gottesnähe an diesen Tagen und den Tagen danach, die gelebte Nächstenliebe, die die Liebe zu Gott im Herzen widerspiegelt, und einen Tempel des Friedens und der wahren Freiheit durch Liebe.

Im Auftrag des gesamten Muslim-Markt-Teams
Ihr Dr. Yavuz Özoguz


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