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Religion & Politik im Islam

RE: Jürgen Elsässer berichtet über die Podiumsdiskussion

 von Fatima Özoguz , 07.06.2013 13:11

Manches ist richtig , aber manche von Jürgen Elsässers Ausführungen halte ich auch für falsch. Z.B. äußerte er die Sorge, dass bei der Einführung des islamischen Religionsunterrichts ausländische Organisationen wie Ditib oder die Fethullah Gülen-Leute Einfluss gewinnen könnten. Dagegen bin ich auch, die deutschen Muslime sollten sich selbst verwalten nicht und sich nicht aus der Türkei lenken lassen. Aber das kann man verhindern. So muss es eine Voraussetzung sein, dass für den islamischem Religionsunterricht keine Lehrer aus dem Ausland geholt werden, dafür wird der Staat ja wohl sorgen können. Jedenfalls taugt das nicht als Ausrede, Islamunterricht nicht an die Schulen zu bringen. Sollen die Kinder denn lieber in obskuren Hinterhof-Moscheen unterrichtet werden? Und dass die Christen uns "schützen" werden, wenn hier Sunniten an die Macht kommen, dieses Vertrauen habe ich im Falle eines Falles leider nicht. Sie schützen ja noch nicht einmal ihre christlichen Brüder in Syrien. Warum sollten sie dann uns schützen? Außerdem halte ich gar nichts von der Panikmache,so zu tun, wie du auch im Türkei-Thread, dass die Machtübernahme von Milli Görüs und anderen Gruppen praktisch unmittelbar bevorstünde.

Zitat
Herr Elsässer teilte weiterhin wahrheitsgemäss mit das bei diversen Anschlägen sunnitischer fanatiker Shiiten und Christen oft die Opfer sind.



das hatte ich auch immer geglaubt, aber Fakt ist, dass die meisten Opfer die "einfachen" Sunniten zu beklagen haben, also die nicht-Salafis. Das hat Sayyed Hassan Nasrallah kürzlich in einer Rede gesagt. Salafistische Umtriebe dürfen nicht dazu führen, alle Sunniten zu verteufeln.


Fatima Özoguz
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