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Religion & Politik im Islam

RE: Ist der Inzidenzwert ein Betrugswert?

 von Werner Arndt , 01.04.2021 08:27

Zitat
27. März 2021

Politische Angstmache mit Inzidenz-Wahn

Ich muss gestehen, es fällt mir schwer, angesichts des anhaltenden politischen Wahns noch etwas zu schreiben, was zur Aufklärung beitragen könnte. Längst haben sach- und fachkundige Menschen – alles andere als vermeintliche „Coronaleugner“ – alle Fakten und Daten benannt und beschrieben. Die auf dieser fachlichen Grundlage eingeforderte Kurskorrektur ignorieren die Regierenden von Bund und Ländern. Und so setzen sie ihre Lockdown-Politik fort – aktuell mit einem „harten Oster-Lockdown“, wie nun seit der Nacht zum Dienstag bekannt ist, auch wenn inzwischen darüber gestritten wird. ...

Derzeit wird die allgemeine Bevölkerung mit Hilfe der etablierten Medien weiterhin in Angst und Panik gehalten, so dass beispielsweise viele freiwillig die untauglichen FFP2-Masken tragen, selbst an der frischen Luft. Dafür nutzen die regierenden Politikdarsteller die angeblich steigenden „Infektionszahlen“ bzw. „Fallzahlen“ sowie die Inzidenz-Angaben. Als „Infektionen“ und „Fälle“ werden weiterhin die positiven Ergebnisse der PCR-Tests sowie der sogenannten Schnelltests auf Antigene bezeichnet. Das geschieht unabhängig von der Fehlerhaftigkeit der Tests und ungeachtet der mehrfach belegten Tatsache, dass ein positiver Test keine Erkrankung der jeweiligen Person nachweist. Politisch und medial werden die Ergebnisse aber weiterhin so dargestellt, dass der Eindruck entsteht, dass die gemeldeten Zahlen für Erkrankte stehen. Auf den Testergebnissen gründet die sogenannte Inzidenz – mit dieser wird die Anzahl neu auftretender Fälle in einer gegebenen Population während einer bestimmten Zeit bezeichnet (Quelle).

Im Fall der laut Weltgesundheitsorganisation WHO vom Virus Sars-Cov-2 ausgelösten Krankheit Covid-19 gibt das in der Bundesrepublik zuständige Robert-Koch-Institut (RKI) den entsprechenden Wert pro 100.000 Einwohnern im Zeitraum von sieben Tagen an. Das Institut untersteht dem Bundesgesundheitsministerium und wird derzeit vom Tiermediziner Lothar Wieler geleitet. Den Meldungen zufolge steigt seit kurzem die „Sieben-Tage-Inzidenz“ wieder an, nachdem sie im Februar fiel. Das ist der offizielle Grund für die Regierungen von Bund und Länder, den Lockdown nun (vorerst) von Ende März auf den 18. April zu verlängern. Zuvor hatten sie bereits beschlossen, dass bei einem Anstieg der Zahlen auf einen Wert über 100 die „Notbremse“ gezogen wird. Damit sollen eventuelle vorherige „Lockerungen“ zurückgenommen und die bisherigen Maßnahmen wieder verschärft werden können. Genau das geschieht nun – unabhängig von der Ursache der steigenden Werte und ungeachtet der zahlreichen Kritik an den Inzidenz-Zahlen als Kriterium.

„Gewaltiges Problem“

Diese Kritik wird bereits seit etwa einem Jahr geäußert, seit die regierende Politik die Inzidenz als mitentscheidenden Wert in der Pandemie einführte. In den letzten Wochen war sie vermehrt zu vernehmen – ohne Reaktion bei den Regierenden.

Die als ‚Inzidenzrate‘ bezeichnete, auf 7 Tage bezogene Zahlenangabe des RKI beruht auf einer unsystematisch gewonnenen Stichprobe und ist nicht als valide Angabe zur Neuerkrankungsrate zu verstehen.

Das erklärte unter anderem die Expertengruppe um den Gesundheitswissenschaftler Matthias Schrappe am 12. März auf der von ihnen betrieben Webseite „corona-netzwerk.info“.

Schrappe hat mit verschiedenen Kollegen bereits in mehreren gemeinsamen Thesenpapieren zur Pandemie auf diesen Umstand hingewiesen, so im sechsten Thesenpapier vom 24. November 2020. „In der gegenwärtigen Situation liegt kein einziges Merkmal vor, das für die Verwendung des Begriffs ‚Inzidenz‘ notwendig wäre“, wurde dort unter anderem festgestellt. Und weiter:

Letztlich lässt sich die Situation leicht auflösen: bei den täglichen Berichten des Robert Koch-Institutes (RKI) handelt es sich nicht um eine Inzidenz oder eine ‚7-Tage-Inzidenz‘, sondern um eine Kombination von mehreren ‚1-Tages-Inzidenzen‘“, so die Wissenschaftler.

Der Begriff der „Sieben-Tages-Inzidenz“ werde auf der europäischen Ebene gar nicht verwendet. Das European Center of Disease Control (ECDC) spreche „richtigerweise von notification rates, also von Melderaten“.

„Das Problem ist gewaltig“, hob die Gruppe um Schrappe hervor, denn es bestimme die gesamte weitere Diskussion. Wer den Begriff der „Inzidenz“ verwende gebe vor, er habe eine Kenntnis der in einem Zeitraum (sieben Tage) tatsächlich neu auftretenden Infektionen und könne daran die Entwicklung zutreffend ablesen. Die Wissenschaftler stellten fest:

Allerdings ist diese Handlungsgrundlage nicht tragfähig, zum anderen wird auf diese Weise der dringend notwendige Weg zur Nutzung sinnvollerer Vorgehensweisen versperrt.

Sie warnten zudem:

Der durch den Begriff ‚Inzidenz‘ bzw. ‚7-Tages-Inzidenz‘ geweckte Eindruck, man wisse über den Stand der Epidemie und die tatsächlich in einem Zeitraum auftretenden Neuerkrankungen Bescheid, täuscht und untergräbt die Glaubwürdigkeit des politischen Handelns.

...

https://www.textstelle.news/2021/03/27/p...-inzidenz-wahn/

Werner Arndt
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