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Religion & Politik im Islam

RE: Warum setzen Juden in Deutschland alles auf eine Karte?

 von Dr.Josef Haas , 29.05.2020 17:39

Ich sehe diesen Beitrag, lieber Herr Dr.Özoguz, als einen ihrer Wichtigsten an, der je im "Muslim-Forum" veröffentlicht
wurde, setzt er sich doch auch und gerade kritisch mit dem hiesigen Judentum auseinander.
In diesem Zusammenhang machen Sie zu Recht auf dessen Undankbarkeit gegenüber dem Islam aufmerksam und do-
kumentieren diese Tatsache an Einzelbeispielen.
Allerdings sollte man dabei auch wissen, dass der Prophet vier Jahre vor seinem Tod, also 628 nach unserer Zeitrechnung,
nur sehr knapp dem feigen Mordanschlag der Jüdin Sainab entging und der heilige Quran den Juden eine kritische Darstellung
ihres Wirkens nicht vorenthalten hat.
Sie wissen darüber viel besser Bescheid als ich- aber auch mir sind diese Stellen bekannt.
Es ist in dieser BRD natürlich- und allein dies wirft schon ein sehr bezeichnendes Licht auf die hierzulande herrschende geistige
Unfreiheit -sehr schwer, auf all dies, auch anhand der Originalquellen, aufmerksam zu machen- läuft man dann doch sofort
Gefahr, strafrechtlich wegen "Volksverhetzung" belangt zu werden.
All dies geschieht, obwohl tagtäglich die Legende verbreitet wird, man befinde sich bei uns im "freiheitlichsten Staat deutscher
Geschichte"!
Allein das Stellen der Frage, warum Juden schon im Altertum, und danach erst recht, in vielen Teilen dieser Welt so denkbar
unbeliebt waren, dient ja in unseren Breiten oft genug schon als Vorwand, gegen entsprechende Frager staatsanwaltschaftliche
Ermittlungen einzuleiten.
Diese absolute Hörigkeit unserer Behörden führt dann natürlich, irgendwie zwangsläufig, zu einem Satz in Ihrem Beitrag, den ich,
seiner Wichtigkeit willen, zitieren möchte: "Es ist inzwischen zur Normalität in Deutschland mutiert, dass jegliches Verbrechen des
Zionismus von den jüdischen Vereinen und Verbänden gerechtfertigt und jede Kritik daran mit der Antisemitismuskeule erschlagen
wird."
Schließlich scheinen sich also ,wie viele Juden auch immer, noch an den "Babylonischen Talmud" zu halten, in dessen Traktat Avodah
Zarah, 26:2, der Begriff des "Din Moser" in Erscheinung tritt.
Darunter versteht man wiederum, dass es jüdische Pflicht sei, einen Juden zu töten, der einen anderen Juden an die Feinde Israels
ausliefern will.
In den 1990er Jahren tauchte diese so scheinbar lange und infolgedessen vermeintlich vergessene Denkweise übrigens wieder in der
israelischen Innenpolitik auf, als sogenannte "Strenggläubige" in den Zeiten des damaligen Osloer Friedensprozesses der damaligen
Tel Aviver Regierung unterstellten, Israel an die Palästinenser ausliefern zu wollen.
Infolgedessen könnte genau eine solch verquere Einstellung zu der Nibelungentreue des "Zentralrats der Juden in Deutschland" und anderer
Organisationen beigetragen haben, auf die Sie den analytischen Spiegel der Betrachtung gehalten haben.
Natürlich wird all das, und auch da möchte ich Sie gerne wieder zitieren, durch jene deutschen Feiglinge tatkräftig unterstützt, welche
"ihr gesamtes Dasein, ihre gesamte Würde als Mensch und ihre ganze Seele dem Zionismus geopfert haben."
Über diesen willfährigen Dienern des jüdischen Faschismus, genannt "Zionismus", geraten dann aber wiederum die mutigen Juden aus
dem Blickfeld, welche, wie die "Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden im Nahen Osten", für ein gleichberechtigtes Zusammenleben mit
den Palästinensern eintreten und für diese menschliche Selbstverständlichkeit in unseren Breiten mittlerweile ebenfalls bereits als "Antisemiten"
diffamiert werden.
Vor diesen couragierten Frauen und Männern sollte man den aller höchsten Respekt empfinden, zeichnen sie sich doch durch ein zivilcouragiertes
Handeln aus, welches man in unserer Gesellschaft gegenüber Israel leider immer weniger findet.
Sie fragen abschließend: "Was aber geschieht, wenn auch das Verbrechersystem Israel eines Tages nicht mehr existieren wird?"
Ihrer Antwort darauf kann ich mich zwar unschwer anschließen, möchte aber trotzdem feststellen, dass das zionistische Gebilde nicht wie weiland
die Mauern von Jericho einstürzen wird, nachdem die Juden vor ihnen kräftig ihre zeitgenössischen Musikinstrumente betätigt hatten.
Eine derartige, modernisierte Denkweise, wonach Israel gleichsam von selber, wegen was auch immer, verschwunden wird, ist ebenso dumm wie vor
allem gefährlich.
Nein: Der zionistische Raubstaat kann und wird nur durch eine heute noch unvorstellbar scheinende Intensivierung der BDS-Aktivitäten (=Boykott,
De-Investitionen, Sanktionen) sowie eine neue, gewaltige Intifada beseitigt werden können.
Vor Hirngespinsten oder vielleicht sogar gut gemeinten Illusionen sei daher nachdrücklich gewarnt.
Nur die erwähnte Handlungsweise bringt m.E. Palästina weiter.
Aber schließlich geht es in diesem Kontext ja auch um ein heute noch visionäres Ziel: Schaffung eines Staates, in dem Muslimen, Christen und Juden
ein einvernehmliches Zusammenleben ermöglicht wird.
Visionen haben es aber bekanntlich an sich, dass sie nicht von heute auf morgen realisierbar sind.
Man benötigt für ihre Umsetzung also einen sehr langen Atem.
Es besteht aber die konkrete Hoffnung, dass ihn gerade die palästinensische Jugend schon heute besitzt.
Und genau dies macht mir große Hoffnung für die Zukunft des Volkes von Palästina!

Dr.Josef Haas
Beiträge: 686
Registriert am: 29.07.2014

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Betreff Absender Datum
Warum setzen Juden in Deutschland alles auf eine Karte? Yavuz Özoguz 29.05.2020
RE: Warum setzen Juden in Deutschland alles auf eine Karte? Dr.Josef Haas 29.05.2020
 

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