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Religion & Politik im Islam

Wenn ein Jude in der Springerpresse die zionistische Besatzung kritisiert

 von Yavuz Özoguz , 21.11.2019 12:59

Wenn ein Jude in der Springerpresse die zionistische Besatzung kritisiert

In dem Artikel „Das Imperium will den Endsieg – Oder warum der Hochmut vor dem Fall Israels kommt und viele Juden am Ende in den Iran fliehen werden!“ [1] wurde bereits dargelegt, warum die Existenz Israels nicht mehr lange währen kann. Das scheinen auch eingefleischte Zionisten erkannt zu haben, denn heute kritisiert ein Vorreiter des Zionismus ausgerechnet in einem Flaggschiff der zionistischen Propaganda in Deutschland namens „die Welt“ die zionistische Besatzungspolitik. In seinem Artikel „Bibel ist Bibel. Völkerrecht ist Völkerrecht“ [2] fordert Jacques Schuster die Europäer dazu auf, nicht der US-Politik zu folgen und die Siedlungen Israels auf besetztem Boden nicht anzuerkennen. Offensichtlich befürchtete auch er, dass die Europäer früher oder später der US-Vorgabe folgen würden, wie sie es immer tun.

Eine Passage aus dem Artikel lässt mehr als aufhorchen! „Und die Europäer? Sie tun gut daran, sich an das Völkerrecht zu halten. Ob es einem passt oder nicht, die Resolution 2334 des Sicherheitsrates aus dem Jahr 2016 ist völkerrechtlich verpflichtend. Darin fordert der Sicherheitsrat Israel auf, alle Maßnahmen zu unterlassen, „die darauf abzielen, die demografische Zusammensetzung, den Charakter und den Status des seit 1967 besetzten palästinensischen Gebiets, einschließlich Ostjerusalems, zu ändern“.“

Die Welt scheint auf dem Kopf gestellt. Bisher haben die zionistischen Propagandisten mit allen Mitteln die Expansion Israels gerechtfertigt. Wann ist es jemals vorgekommen, dass die Schreiber der Zionsmus sich auf die Seite einer UN-Resolution gegen Israel gestellt haben? Was führt zu dieser Kehrtwende? Hat die Springer-Welt überraschenderweise einmal einen Antizionisten zu Wort kommen lassen, um eine alternative Meinung zuzulassen? Mitnichten!



Der Kommentator Jacques Schuster ist nicht irgendwer. Er ist vielmehr der Chef-Kommentator der Welt und Ressortleiter Politik und das schon seit mindestens fünf Jahren. Bereits während seiner Studienzeit war er Vorsitzender der jüdischen Studenten in Berlin. Es ist erst wenige Monate her, dass er mit seinem Kommentar in „der Welt“ versucht hat die Europäer davon abzuhalten sich über Netanjahus Annexionspläne zu empören [3] und damit Israel zu schützen, wie er es immer getan hat. Und auch diese Mal denkt er an den Schutz Israels. Offensichtlich hat er erkannt, und er ist nicht allein, dass die aktuelle Politik der immer deutlicheren und offensiveren Demütigung der Palästinenser nicht zum Vorteil Israels ist.

Die maßlose Arroganz, mit der die Sklavenhalter namens „Siedler“ ihre palästinensischen Sklaven in Reservaten halten gepaart mit dem immer offensiveren Einsatz für das Großisrael lässt immer mehr Völker dieser Erde immer deutlicher ihre Abneigung gegen den Zionismus und die Zionisten zum Ausdruck bringen. In Deutschland wird die zunehmende Abneigung gegen die Unterstützer jenes expandierenden Besatzungsstaates mit der Antisemitismuskeule unterdrückt, doch selbst das gelingt immer weniger.

Am Ende werden selbst eingefleischte Zionisten, die das Judentum in Palästina retten wollen verstehen, dass nur der von Imam Chamenei seit Jahrzehnten vorgeschlagene Friedensplan für Palästina [4] die Zukunft für Juden in der Region absichern wird. Wie viel Leid hätte man bisher vermeiden können und wie viel Leid würde man in Zukunft vermeiden – auch für Juden – wenn man den Vorschlag der Heiligkeit unserer Zeit umsetzen würde? Aber so weit ist die Springer-Presse noch nicht. So schnell, wie sich die Welt aktuelle dreht, würde ich mich allerdings nicht wundern, wenn weitsichtige Zionisten schon bald ähnliche Vorschläge verbreiten würden.

[1] Das Imperium will den Endsieg
[2] https://www.welt.de/debatte/kommentare/a...elkerrecht.html
[3] https://www.welt.de/debatte/kommentare/a...ung-warten.html
[4] http://www.muslim-markt.de/Palaestina-Sp...riedensplan.htm

Yavuz Özoguz
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