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Religion & Politik im Islam

RE: Warum meiner Frau der Burkini-Kragen platzen soll!

 von Erna Müller , 13.10.2016 19:21

Vielen Dank, Herr Yavuz Özoguz, für Ihre schnelle Rückmeldung. Ihrer Anregung zum Nachdenken kam ich gerne nach und versuche, genauer auf die Thematik einzugehen. Ihre Formulierung, dass wir alle Kinder Adams und Evas sind und die künstlichen Grenzen in den Köpfen die Probleme verursachen, ist korrekt. Zudem setzt das Umsetzen Ihrer Formulierung Friedfertigkeit, Wohlwollen, Toleranz, Respekt und Ehrlichkeit voraus. Tugenden, welche sich, leider auch politisch betrachtet, hinsichtlich Macht/Ressourcen weiterhin im freien Fall befinden.

Ihr Auslöser für Ihren ersten Beitrag war das unmögliche Verhalten Deutscher Ihrer Ehefrau oder anderen Muslimas gegenüber. Pöbeleien sind zu verurteilen und zeugen von einer schlechten Kinderstube und einem unsozialen Charakter. Diese beschämenden Vorgänge werfen ein schlechtes Licht nicht nur auf den/die Täter. Respekt ist etwas, dass von klein an im Elternhaus vorgelebt und verinnerlicht werden muss. Das Erlebnis, welches die von Ihnen erwähnten Muslimas hatten, ist sehr zu bedauern. Nun erlaube ich mir, wie bereits in meinem vorherigen Beitrag erwähnt, zu bemerken, dass Grobheiten von Gruppen muslimischer Jungen im pubertären Alter gegenüber nicht gewaltbereiten Andersgläubigen ebenfalls erfolg/t/en. Dazu äußerte sich die Juristin/Jugendrichterin Kirsten Heisig (Klienten aller Nationalitäten wohlgesonnen) explizit vor ihrem tragischen Tod 2010 in einem Buch. In beiden Situationen fehlt es an Respekt und Reife. Desweiteren kann ich zur Geschichte der christlichen Religion sagen, dass diese mir bekannt ist. Auch, dass ich mit Überzeugung Christin (ohne alles zu billigen, was im Namen des Christentums geschehen ist und geschieht) bin und gerne meinen Glauben lebe. Leider ist dies in muslimischen Ländern nicht ungefährlich. Dann sei die Frage erlaubt, da Sie vom Islam schreiben, welche der vielen verschiedenen gelebten Formen (siehe auch andere Religionen) korrekt ist? Hat der Islam, wie aus der Geschichte vermittelt und aus den letzten negativen Ereignissen erkennbar, mehr mit einer Eroberungsideologie gemein oder mehr mit der Vergeistigung zur Vollkommenheit - die, durch das Angehen aus Liebe zu Allah der eigenen Unzulässigkeiten, hilfreich auf dem Weg in das Paradies sein kann? Da beide Strukturen überschneidend sein können, scheint es durchaus angebracht Achtsamkeit walten zu lassen. Deshalb wird eine deutsche Staatsangehörigkeit, welche bereits durch die Geburt in Deutschland erteilt wird, ohne das ein Ehepartner Deutscher ist, von vielen Bürgern nicht nur in Deutschland, sehr kritisch betrachtet und abgelehnt. Eine durch Geburt erworbene Staatsangehörigkeit erfolgt (aus Gründen der Sicherung des Territoriums, Schwächung der Nationalität) insbesondere nicht in folgenden Ländern: Türkei (!), Frankreich, Großbritannien und Griechenland. Es bestehen Unterschiede in der Definierung von "Staat" und "Nation" (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Minderheitenschutz). Bei überwiegend geschlossenen Ehen in Deutschland kommt der Partner seit Generationen aus dem muslimischen Heimatland, was aus oben genannten Gründen nicht unproblematisch ist. Deutschland ist hinsichtlich seiner Lage und geringem Ausmaß als Einwanderungsland ungeeignet. Wenn, dann in Form der Vorlage Kanadas.
Nun zu meinem Verständnis zu den Begriffen Gast und Eindringling.
Als Gäste werden Menschen wahrgenommen, die, ohne/oder mit eigenem Gelderwerb, nicht in ihrem Ursprungsland/Heimatland leben, die weder einen deutschen Ehepartner, Elternteil noch Großelternteil haben, deren Glauben, Strukturen (Rechtswesen, Ahndung …), persönliche Meinung sowie politische Ausrichtung nur teilweise dem des Ursprungslandes entsprechen und somit dem Gedankengut Deutschlands (Demokratie, Rechtswesen, Einehe, Verbot Kinderehe …) nicht generell entgegensteht. Sie sind weder gewaltbereit noch kriminell. Sie sind stets eine kulturelle Bereicheung für jedes Land. Als Eindringlinge angesehen werden Menschen, die, ausschließlich um die soziale Struktur Deutschland zu nutzen, teils illegal einreisten, sowie durch Kriminalität und unangebrachte Forderungen auffallend, zudem keine andere Form außer die des ihnen aus dem Ursprungsland bekannten Lebens akzeptierend, Spannungen verursachen, welche das neue Umfeld kompensieren muss. Von dem Eindringling denke ich, dass er in Deutschland zu Recht unerwünscht ist. Dies betrifft nicht, mit Blick auf die aktuelle Lage, den registrierten tatsächlichen schutzbedürftigen Flüchtling. Generell ist es so, dass sich kein Land Mitbürger wünschen kann, die in einer rechtsfreien Parallelgesellschacht untertauchen. Da Ihre Ehefrau, Herr Yavuz Özoguz, deutsche (konvertierte) Muslima ist (umgekehrt möglich?), sind meine Aussagen im ersten Beitrag gewiss nicht "gegen" sie gerichtet. Richtig ist, dass alle, die die Gesetze in Deutschland achten und nach ihnen leben, gerne gesehene Mitbürger sind. Zu Ihrer Formulierung "wird für fremd" erklärt, einige Zeilen, die eine andere Deutung aufzeigen. Ich denke, dass, das "wird für fremd" erklärt, in diesem Sinne gemeint war: Es werden (Auswärtige: Sachsen, Schwaben, Pfälzer, Franken, usw.) Rheinländer, welche bereits seit der vierten Generation in Bayern leben, immer noch "die Rheinländer" genannt. Hier liegt keine Abwertung vor, sondern eine Abgrenzung zum eigenen Bundesland. Da in Deutschland immer Deutsche in verschiedenen Regionen lebten, war eine Differenzierung des "woher gekommen" üblich. Die eigene Identität/Nationalität zu leben war/ist möglich, sofern dies nicht der Gesetzgebung des aufgesuchten Landes widersprach/spricht. Geschäftliche Umgangssprache ist das an den Schulen unterrichtete Hochdeutsch. Dialekte werden gesprochen und in Vereinen vermittelt.
Schlussgedanken: Sinnvoll ist es, wenn alle Nationalitäten/Gläubigen, die in Deutschland (und anderswo) ihre Heimat sehen, weiterhin, wie überwiegend üblich, kultiviert miteinander leben und nicht, wie von Ihnen gekonnt formuliert, Herr Yavuz Özoguz , in "ausgelegte Fallen" tappen. Deshalb an Eltern die Bitte: Erzieht Euren Nachwuchs zur Nächstenliebe, einem guten Benehmen und Lernverhalten, Respekt gegenüber dem anderen und achtet darauf, dass er nicht durch die Beeinflußbarkeit der Jugend und leider auch Starrheit manches Erwachsenen, einen Einfluß zum Opfer fällt, der ausschließlich negative Auswirkung hat. Wenn die reichsten Menschen dieser Welt, sowie die Regierenden, religiöse Oberhäupter sowie Vertreter der weltweiten Wirtschaft und einige Hilfsorganisationen (die zum Spenden aufriefen) mit eingeschlossen, es in den vergangenen Jahrzehnten nicht schafften, in den benachteiligten Ländern für Frieden und Infrastrukturen (trotz zusätzlicher enormer Spendengelder einfachen Bürger aus vielen Ländern, z.B. 2007: Türkei/Spendenveruntreuung von 41 Millionen Euro für muslimische Hilfsbedürftige, gespendet von 27.000 in Deutschland lebenden Bürgern mit türkischem Hintergrund) zu sorgen, sondern statt dessen Aufrüstung und eigene Bereicherung betreiben und damit eine vorhersehbare Völkerwanderung in Kauf nahmen/nehmen, sei die Frage nach dem WARUM erlaubt.

Freundliche Grüße sendet mit der Bitte um ein achtungsvolles Miteinander Erna Müller


Verlinkung zu 2007 http://www.zeit.de/2016/42/betrug-medien...kei-can-duendar
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Demokratieverständnis, Auszüge einer Rede vom Oktober 2016 - BdV Rheinland-Pfalz
"Eine Demokratie als Volksherrschaft, in der Herrscher und Beherrschte identisch sind, wo das Volk als Subjekt der Staatsgewalt gleichzeitig auch deren Objekt ist, kann keine "offene Nation" sein. Eine Demokratie kann nicht auf wechselnden Ethnien wie unkontrolliert wachsenden "Parallelgesellschaften" aufbauen. Daher unterscheiden alle souveränen Demokratien streng zwischen Staatsbürgern als Mitglieder des Volkes und ausländischen Mitmenschen. Dies ist keine Diskriminierung, sondern eine von allen Völkern praktizierte sinnvolle und notwendige Unterscheidung."

"Zur Wirklichkeit gehört, dass eine große Mehrheit der Deutschen ihre eigene Identität über eine in Jahrhunderten gewachsene Kulturtradition und eine gemeinsame Herkunft und Sprache definiert. Das hat mit Chauvinismus oder Fremdenfeindlichkeit nichts zu tun, sondern ist Ausdruck eines tief im Unterbewusstsein aller Nationen verankerten Identitätsgefühls."


Erna Müller
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Themen Überblick

Betreff Absender Datum
Warum meiner Frau der Burkini-Kragen platzen soll! Yavuz Özoguz 29.08.2016
RE: Warum meiner Frau der Burkini-Kragen platzen soll! Erna Müller 04.10.2016
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Geschreddert oder vergast Thomas Steffen 14.01.2017
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