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Die Türkei ist muslimisch – ob es dem Westen passt oder nicht!

#1 von Yavuz Özoguz , 19.06.2013 11:27

Die Türkei ist muslimisch – ob es dem Westen passt oder nicht!

Der eindimensionale imperialistisch-kapitalistische Blick auf die Türkei führt in die Irre. Will man die komplexen Zusammenhänge verstehen, muss man über den westlichen Tellerrand hinausschauen.

Seit Tagen hören wir von gewaltsam niedergeschlagenen Demonstrationen in der Türkei. Bei der Berichterstattung hat man das Gefühl, dass geradezu „genüsslich“ darüber berichtet wird, wie die Türkei jetzt doch zu den „Bösen“ gehöre und nicht das wirtschaftlich aufstrebende Land mit einer dynamischen Jugend und traumhaften Wachstumszahlen ist. Während die Bevölkerung der Türkei immer weniger den Wunsch hatte in die EU einzutreten, kann die EU jetzt endlich wieder die Türkei von sich aus ablehnen. Denn Imperialisten können es nicht vertragen, wenn sie abgelehnt werden, wenn, dann lehnen sie selbst ab!

Doch was ist da in der Türkei geschehen? Woher kamen so plötzlich die Demonstrationen? Warum haben sie jetzt wieder aufgehört? Lag es allein an zwei Bäumen und der gewaltsamen Niederschlagung der Demonstrationen?

Erinnern wir uns: Im Oktober 2009 wurde der türkische Ministerpräsident von Imam Chamene’i feierlich in Teheran empfangen. Imam Chamene’i würdigte ihn mit den Worten: „In den letzten Jahrhunderten hat es zwischen den beiden Ländern keine so enge Beziehung gegeben wie heute. Wir sind über die Erfolge Ihrer Regierung auf nationaler und internationaler Ebene erfreut.“ Zudem lobte er ihn für seine Einstellung gegen die Zionisten. Erdogan war am Gipfel seines Ansehens in der islamischen Welt angekommen. Nichts, aber auch gar nichts, schien ihn in seinem vorsichtigen und bedächtigen Vorgehen aufhalten zu können, nicht einmal das türkische Militär, das im Auftrag der Westlichen Welt so viele Umstürze in der Türkei schon fabriziert hatte! Erdogan hat sogar die Verbrechen des Militärs thematisiert, was zuvor undenkbar schien. Vor allem aber hat er der türkischen Bevölkerung die Dankbarkeit für die islamische Religion zurückgegeben. Nur noch eine kleine ehemalige Elite des Landes, bestehend aus Kemalisten und US-hörigen Kapitalisten stellte sich gegen ihn, was angesichts der überwältigenden Mehrheit der ihn unterstützenden Bevölkerung „ungefährlich“ schien.

Dann aber wendete sich das Blatt innerhalb weniger Jahre. Anfang 2011 hatte der kapitalistische Imperialismus eine terroristische Kampffront in Syrien aufgebaut, die sich einerseits gegen die Befreiungstheologie der Islamischen Republik Iran richtete und andererseits als Falle für die muslimische Welt gedacht war, auch als Falle für die Türkei! Unter dem Vorwand, dass Schiiten gegen Sunniten kämpfen würden, wollte man die sunnitische Welt gegen die schiitische aufhetzen um zu teilen und zu herrschen. Intensive Versuche zuvor in Afghanistan und Irak hatten zwar zu zahlreichen Massakern geführt aber noch nicht das umfassende Ergebnis bewirkt, dass die Westliche Welt zur gewaltsamen Durchsetzung ihres Hegemonialanspruchs benötigt. Zusammen mit Saudi-Arabien, Katar und al-Qaida bildete der USrealische Imperialismus die neue Kampffront gegen angebliche Schiiten. Hierbei wurde das geringe Bildungsniveau vieler Muslime missbraucht. Ihnen wurde mit Hilfe der kriegserfahrenen eingebetteten westlichen Hofjournalisten eingebläut, dass in Syrien Sunniten von Schiiten unterdrückt werden würden. Dabei ist die Front in Syrien so klar, dass nur ignoranten Menschen dies übersehen können: Auf der einen Seite stehen Sunniten, Schiiten, Aleviten, Drusen, Christen, Juden und viele andere mehr, die friedlich zusammen leben wollen und es zuvor getan haben, und die die einzige staatliche Widerstandsfront in der Nachbarschaft des rassistischen Zionismus darstellt. Auf der anderen Seite stehen die Despoten von Saudi-Arabien, Katar, geführt von dem Weltimperium Usrael. An wessen Seite die EU steht, braucht nicht extra erwähnt zu werden. Deutschland hat offensichtlich die besondere Gabe in allen drei Weltkriegen auf der Seite der Unterdrücker stehen zu wollen, um am Ende zu verlieren.

Erdogan jedenfalls ist in die Falle getappt und hat sich vor den Karren USraels spannen lassen. Faktisch hat er den indirekten Krieg gegen Syrien erklärt – selbst wenn er es nicht direkt ausgesprochen hat – und die Terroristen in jeder Hinsicht unterstützt. Anfänglich hat er nicht bemerkt, in welche komplexe Falle er damit geraten ist. Aber einige Teile seiner direkt betroffenen Bevölkerung an der Grenze zu Syrien haben es bemerkt und gegen ihn demonstriert. Im März 2012 wollte er nun unbedingt den Iran – und vor allem Imam Chamene’i – für seine Sicht der Dinge gewinnen und flog nach Teheran. An dem Tag, als er in Teheran landete, reise Imam Chamene’i – ohne Erdogan zu empfangen – nach Maschhad ab. Erdogan flog hinterher und wollte unbedingt Imam Chamene’i sprechen. Imam Chamene’i empfing ihn und warnte ihn unverblümt, er solle sich aus der Syrien-Geschichte heraushalten. Doch Erdogan wollte - oder konnte – zunächst einmal nicht von seinem eingeschlagenen Weg zurück. Bereits damals ließ er Demonstrationen niederschlagen an der Grenze zu Syrien, Demonstrationen die sich gegen die indirekte Kriegsbeteiligung der Türkei richteten. Damals haben diese Niederschlagungen keinen westlichen Journalisten gestört! Niemand hat von Erdogan eingefordert, er solle die Menschenrechte einhalten.

Anfang 2013 aber wurde klar, dass der Syrienfeldzug nicht so schnell enden sollte, wie es die westlichen Hofschreiber zuvor propagiert hatten. Erdogan merkte immer mehr, wie sein Ansehen im eigenen Volk schwand. Er reduzierte sein Engagement in der Syrienfrage und konzentrierte sich wieder auf innertürkische Angelegenheiten. Die Türkische Lira, die bis zum Mai 2013 auf einem halbwegs stabilen Niveau verblieben war, brach nun so kurzfristig ein, dass von einer Manipulation in globalen Dimensionen ausgegangen werden kann. Die Kriegstreiber in Syrien, die immer schwerere Verluste hinnehmen mussten, verstärkten ihre Propaganda. Plötzlich war selbst in der Westlichen Welt davon die Rede, dass Assad einen starken Rückhalt in der Bevölkerung habe. Hinter den Kulissen wurde Erdogan immer stärker und immer unverschämter dazu gedrängt, ein Szenario zu fabrizieren, mit dem er in Syrien einmarschiert. Bombenanschläge an der syrischen Grenze, die der syrischen Armee angelastet werden sollten, wurden merkwürdigerweise in Windeseile aufgedeckt als Verschwörungen mancher türkischer Kreise, so dass die westliche Medienberichterstattung sich schleunigst zurückziehen musste. Aufgedeckt wurden jene Verschwörungen von türkischen Polizisten und Regierungsstellen; ein erstaunlicher Vorgang. Und die angeblichen Chemiewaffen-Einsätze, für die der USA keine Lüge zu dreist ist, und die von westlichen Journalisten unkritisch verbreitet werden, wurde plötzlich von der Türkei nicht mehr bestätigt, obwohl hier die meisten Flüchtlinge und damit die meisten möglichen Beweise sind.

Offensichtlich gab es innerhalb des türkischen Systems zweierlei „Zugrichtungen“. Die eine Richtung wollte die Türkei in einen Weltkrieg verwickeln, an vordersten Front. Die andere Richtung wollte die Türkei wieder in die antiimperialistische Front einbinden, die das Volk gedanklich und geistig verbindet, die aber in einem gewissen Gegensatz zu der extremen wachstumsorientierten Schuldenpolitik des Landes steht. Das Land ist gespalten in vielerlei Hinsicht.

Ministerpräsident Erdogan jedenfalls wollte die Türkei ganz offensichtlich nicht in einen direkten Krieg verwickeln. Die offene Unterstützung von Umstürzlern ist eine Sache, aber ein offener Krieg eine andere. Die zögerliche Haltung Erdogans mündete dann in merkwürdig plötzlich auftauchende Demonstrationen am Taksim-Platz, wo es im benachbarten Gezi-Park um einige Bäume gehen soll. Tatsächlich waren jene Demonstrationen durchaus geschürt und unterstützt von der westlichen Welt. Das kann man allein daran sehen, dass nach der Niederschlagung ein Mann sich auf den Platz gestellt hat und stumm verbleib. Sämtliche westliche Anstalten haben jenen einen Mann von morgens bis Abends gezeigt, so dass sich ihm andere angeschlossen haben.

Doch wer sind die Demonstranten? Die Mischung ist so komplex wie das Land und der Konflikt der Region. Da sind an erster Stelle die Kemalisten, die ihre Chance sehen, dem muslimischen Ministerpräsidenten eins überzubraten. Sie hassen den Kurs, der immer mehr Kopftücher auf die Strasse bringt, den Alkoholausschank vermindert und islamische Werte von Anstand und Familie predigt. Vor allem hassen sie die zunehmende soziale Gerechtigkeit, denn sie gehören zu den Reichen im Land. Dann sind da die Leute der politischen Opposition (teils liegen Überschneidungen mit der ersten Gruppe vor). Sie haben bei Wahlen nicht die Spur einer Chance, weil sich die türkische Bevölkerung zunehmend ihres islamischen Potentials bewusst wird und das nicht nur moralisch. Während die Exporte der Türkei in die westliche Welt stagnieren, wachsen sie in die islamische Welt! Eine Gruppe von Demonstranten will Erdogan einfach nur davon überzeugen, dass er im Syrienkonflikt sich raushalten soll. Jene Demonstranten wurden von der Armee unterstützt, die seit Atatürk sich in innere Konflikte der Nachbarstaaten nicht einmischen wollte. Die Armee sah darin auch ihre Chance, verlorenes Ansehen und vor allem verlorene Macht zurückzugewinnen. Es ist schon eine Art Ironie des Schicksals, dass Erdogan ausgerechnet von der eigenen laizistischen Armee dafür bestraft wird, dass er die Warnungen der islamischen Heiligkeit unserer Zeit so eklatant missachtet hatte.

Weitere Demonstranten sind Aleviten. Sie machen mit immerhin 20% der Bevölkerung der Türkei einen beachtlichen Anteil aus, auch bei den Demonstrationen. Erdogan hat sich im Zuge seines altosmanischen Traumes zu symbolischen Aktionen hinreißen lassen, die überhaupt nicht nötig gewesen wären. So weihte er die neue große und dritte Bosporus-Brücke ausgerechnet mit dem Namen des osmanischen Sultans Yavuz Sultan Selim ein. Jener Yavuz war einer der größten Schiiten-Schlachter der türkischen Geschichte! Die heutigen Aleviten sehen sich als Nachfolger der damaligen Schiiten, selbst wenn sie viele islamische Riten „vergessen“ haben.

Doch dann passierte letzte Woche etwas, womit wirklich niemand gerechnet hat. Über Hintergrundkanäle ließ Erdogan bei Imam Chamene’i nachfragen, wie mit der Lage umzugehen ist. Der gleiche Mann, der auf die deutlichen Warnungen Imam Chamene’is nicht gehört und sich selbst daher geschwächt hatte, bat nunmehr um eine Lösung. Und sie kam prompt: Der iranische Außenamtsprecher teilte mit, dass die Islamische Republik Iran die Vorgänge in Istanbul als innertürkische Angelegenheit betrachten und sich in keiner Weise einmischen werden. Das war eine Aufforderung auch an andere, sich nicht einzumischen. Einer Einmischung im Stile einer Claudia Roth, die in Herrenmenschenmanier glaubt, die deutschen Wertvorstellungen seien mit imperialistischer Propaganda (und notfalls mit Gewalt) überall durchzusetzen, wurde damit eine Absage erteilt. Es sei nebenbei daran erinnert, dass die Partei einer Petra Kelly inzwischen zu einer Kriegspartei mutiert ist.

Noch bedeutsamer war aber der Hinweis für die Aleviten, zumindest für den gläubigen Teil unter ihnen (manche Aleviten sind auch Kemalisten). Nach der Äußerung aus dem Iran, die eindeutig auch die Handschrift Imam Chamene’is trug, brach die alevitische Front zusammen. Hinter den Kulissen wurde in Windeseile die Nachricht verbreitet, dass Erdogan vom Westen abgestraft wird, weil er nicht hinreichend in Syrien interveniert hat. Und schon waren die Demonstrationen um den Gezi-Platz nicht mehr aufrecht zu erhalten. Die landesweiten Demo-Unterstützungen brachen innerhalb nur einer Nacht zusammen. Und die Westliche Welt lässt jetzt kemalistische Steinzeittürken im Fernsehen auftreten, um die eigene Niederlage zu kaschieren.

Mag sein, dass Erdogan dieses Mal die Kurve bekommen und sich selbst aus der Sackgasse manövriert hat. Tatsache ist, dass die Türkei ein muslimisches Land ist. Die Islamische Republik Iran ist einer der bedeutendsten Nachbarn (auch wirtschaftlich). Die Imperialisten werden eines Tages aus der Gegend verjagt worden sein, der Nachbar bleibt. Und das gilt auch für Syrien. Der imperialistische Kapitalismus kämpft seine letzten Kämpfe. Der zweifelsohne in historischen Betrachtungen als Verbrecher einzustufende Obama reist derweil nach Deutschland, und ausgewählte Jubeldeutsche müssen ihm zuwinken. Die deutsche Jugend interessiert sich weder dafür noch für das sonstige Unrecht in der Welt. Die Westliche Welt stirbt einen Vergreisungstod.

Die Türkei hat eine junge und dynamische Bevölkerung. Sie kann für eine kurze Zeit auch in eine falsche Richtung aktiviert werden, aber eben nur für eine kurze Zeit. Jedenfalls ist die Jugend lebendig. Und so ergeht es auch der Jugend im Iran, die eine Überraschungswahl hingelegt hat. Nach und nach werden sich immer mehr Länder vom Diktat des Imperiums befreien. Und der Autor dieses Artikels träumt immer noch davon, dass in einer brüderlichen Kooperation von deutschen Sunniten und deutschen Schiiten hier eines Tage ein Islam vorgelebt werden kann, der auch die Mehrheitsbevölkerung der Deutschen zur eigenen Befreiung von USrael animiert, und das, obwohl er auch Yavuz (aber ohne Sultan) heißt.


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zuletzt bearbeitet 19.06.2013 | Top

RE: Die Türkei ist muslimisch – ob es dem Westen passt oder nicht!

#2 von Brigitte Queck , 19.06.2013 17:20

Danke, Yavuz Özogguz ! Ihr Beitrag ist mir aus dem Herzen geschrieben !
Beste Grüße ! Brigitte Queck

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RE: Die Türkei ist muslimisch – ob es dem Westen passt oder nicht!

#3 von Albert von Bieren , 19.06.2013 22:07

Salam,
nun derzeit ist die Türkei sunnitisch geprägt mit ca 20 Prozent Aleviten.Die christliche Minderheit wurde wie die Griechen vertrieben oder wie bei den Armeniern und Aramäern zum Gossteil
ermordert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Völkermord_an_den_Armeniern http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_an_den_Aramäern
So kann man natürlich auch mit Minderheiten umgehen.Ich hoffe ich erlebe nicht das die Salafisten oder andere Radikale hier mal zur Mehrheit werden.Die Salafisten in NRW haben sich innerhalb eines einzigen Jahres verdreifacht.Wenn das so weitergeht blühen uns schwere Zeiten.
Ob die Türkei ein Sunnitenstaat bleibt ist die andere Frage.
https://de.wikipedia.org/wiki/Byzantinisches_Reich
1453 wurde Konstantinopel von Mehmed dem 2 erobert.Die Sunnitenherrschaft dauert also noch keine 600 Jahre.Die Zukunft der Türkei als Staat ist keineswegs vorhersehbar.Alleine die Kurden ca 20 Prozent der Bevölkerung.
Kurden sind keinesfalls " Bergtürken " sondern ein Indogermanisches Volk das mit Persern und auch Germanen (Deutschen) verwandt ist.Auch die Sprache der Kurden zeigt das.
Da sind also schon mal 20 Prozent Aleviten und 20 Prozent Kurden.Macht 40 Prozent.Ein Staat mit 40 Prozent Minderheiten kann meine Meinung nach auf die Dauer nicht als Staat überleben.
Die Kurden werden auf die Dauer die komplette Osttürkei erobern.Was aus dem Rest wird wird die Zeit zeigen.Man kann halt auf die Dauer kein Land erobern und die Minderheiten entweder ermorden oder unterjochen.Auch die Sowietunion ist untergegangen wie auch alle anderen Weltreich vorher.War es Alexander der Grosse,das römische Reich oder das Mongolenreich des Dschingis Khan.
Ich sag mal die heutige Türkei wird es in 100 Jahren so nicht mehr geben.Die Osmanen haben soviel Verbrechen begangen das das Strafgericht Gottes unvermeidlich ist.
Auch Deutschland musste fü die Verbrechen Hitkerdeutschlands einen hohen Blutzoll zahlen.16 Millionen Deutsche wurden aus ihrer Heimat vertrieben.Millionen wurden von den Siegermächten
getötet.Was der Mesch sät das erntet er.Die türkischen Politiker wie Erdogan sind ja noch nicht einmal dazu bereit den Völkermord zuzugeben gescheige denn irgendeine Entschädigung zu leisten.Wäre ich deutscher Politiker würde ich keinen einzigen panzer an die Türkei liefern.
Stattdessen sollten die kurdischen Freiheitskämpfer unterstützt werden.
Viele hier im Forum haben sicher eine andere Meinung zur Türkei das ist eben meine persönliche Meinung zum Rest des Osmanenreiches.

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RE: Die Türkei ist muslimisch – ob es dem Westen passt oder nicht!

#4 von Fatima Özoguz , 20.06.2013 07:22

@Albert: Stimmt, ich habe eine andere Meinung, ohne dass ich jetzt Erdogan-Fan geworden bin. Nur dem Iran als Regionalmacht kann es gelingen, friedensstiftende Maßnahmen anzuregen, aber dazu muss man auch den Rat von Imam Chamenei annehmen. Ich hoffe, Erdogan tut das und hält sich auch in Zukunft aus Syrien ganz raus.Noch kann er sich korrigieren.
Und dem Türken ist in der Tat dieses ganze Rassendenken "die Kurden sind Indogermanen, also anders" völlig fremd, so weit hat man das islamische Erbe noch nicht vergessen. Wir sind alle Brüder und Schwestern, egal ob schwarz, weiß, Türke, Araber, Kurde, Tscherkesse usw.
Dort käme auch keiner auf die Idee, die Kurden oder auch die arabische Volksgruppe als "nicht so richtige Türken" zu betrachten, aufgrund der anderen Ethnie. Anders dagegen in Deutschland bzw. Europa. Die Europäer haben noch immer große Schwierigkeiten, Nicht-Weiße oder orientalisch-Stämmige als gleichwertige Bürger zu sehen. Bei den Deutschen ist diesr Ethnie-Quatsch leider besonders ausgeprägt.


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RE: Die Türkei ist muslimisch – ob es dem Westen passt oder nicht!

#5 von Cengiz Tuna , 20.06.2013 12:36

Hallo Herr von Bieren,

es hat keinen Sinn, hier immer die selben Vorwürfe zu bringen. Dann könnten wir Muslime jetzt mit den Kreuzzügen argumentieren. Wie viele hat es davon gegeben? Ich will hier nicht die Verbrechen der Muslime verteidigen oder entschuldigen, aber man muss die ganze Geschichte doch etwas differenzierter betrachten. Konstantinopel, Byzanz, Istanbul hin und her, wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte.

Ohne es zu verharmlosen, Völkermorde gab es viele und hat es schon immer gegeben, aber es werden immer nur bestimmte in die Öffentlichkeit getragen, um sie politisch für imperialistische Ziele zu missbrauchen. In Deutschland die unendliche Geschichte über den zweiten Weltkrieg, und in der Türkei eben Armenien. Hier kann man nur wiederholen, die Geschichte schreibt der Sieger.

http://www.muslim-markt.de/forum/messages/1624.htm

Kurdische Freiheitskämpfer? Diese kurdischen Freiheitskämpfer sind nicht anderes als vom Westen unterstütze „Rebellen“, um ein Teile und Herrsche in der Türkei zu praktizieren. Weder zum Vorteil der Kurden, noch zum Wohle der Türken. Letztendlich heimst sich Israel genau die Gebiete der Kurden ein, wofür die Kurden glauben zu kämpfen. So werden auch die Kurden ausgenutzt. Die Grenzen Israels gehen biblisch gesehen vom Euphrat bis zum Nil, und auch dazu braucht man eben den kurdischen Konflikt.

Und um auch noch zu den sogenannten Salafisten zu kommen. Die überwiegende Mehrheit der Salafisten sind friedliche Menschen. Auch sie werden ausgenutzt. Anstatt über die herzufallen, sollte man die Energie gegen die eigene Regierung lenken, die diese Menschen instrumentalisieren.

All das schreibe ich Ihnen als Muslim mit alevitischen Wurzeln und nicht als Sunnit und Osmane.

Friedliche Grüße
Cengiz

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RE: Die Türkei ist muslimisch – ob es dem Westen passt oder nicht!

#6 von Mustafa Akbar , 21.06.2013 10:18

Erdogan sollte des öfteren Ratschläge aus dem Iran holen, damit er endlich zur Vernunft kommt. Scheinbar ist er beratungsressistent und eine tickende Zeitbombe.
Was nützt ein Führer schlage Erdogans , wenn er die Türkei wirtschaftlich nach oben bringt, die Infrastruktur in den Provinzen aufbaut oder gewisse konservative Werte durchsetzen möchte aber auf der anderen Seite kriegsluestern ist damit das Grab seiner eigenen Bevölkerung und Anderer schaufelt .
Ein redegewandter Frevler, der durch seine ungeschliffene, kantige und ueberhebliche Art viele Teile der Bevölkerung erreicht und ihnen dadurch den grossen Führer gibt.


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RE: Die Türkei ist muslimisch – ob es dem Westen passt oder nicht!

#7 von Daros Darokakis ( gelöscht ) , 22.06.2013 08:06

Nun bin ich bestimmt kein "Fan" von Herrn Erdogan, was seine Person angeht stimme ich Ihrer Beschreibung zu.
Aber Ratschläge aus dem Iran ?
...soll er die Presse und die Telekommunikation stärker zensieren ?
Soll er den Leuten verbieten Musik zu hören ?
Soll er riesige Summen ausgeben um irgendwo eine Armee aufzubauen und in den Krieg zuziehen ?
Oder sich auf Lebenszeit zum Führer erklären (das würde ihm bestimmt gefallen)
Ich glaube nicht das die Türken das toll finden.

Nur weil die Türkei ein islamisches Land ist, hat es ja nichts mit dem Iran zu tun.
Japan ist auch Budhistisch, genau wie Thailand & Laos, aber kulturell & politisch sehr unterschiedlich.

70% der türkischen Wirtschaftskraft wird an der Mittelmeerküste generiert, die eher Liberal sind.
Der Großteil AKP Wähler sind Konservativ und profitierten von dieser Wirtschaftskraft.
Auf Dauer ist diese Situation schwierig.

Meiner Meinung nach wird es zeit das der gute Erdogan abgewählt wird.
Wenn Menschen zu lange, zu viel Macht haben, ist das nie gut.
Seine "große" Zeit ist vorbei und ich hoffe das die Türken es genau so sehen.


Daros Darokakis

WEnn Sie sich nicht entschuldigen, ist Ihre Teilnahme am Forum beendet!

#8 von Yavuz Özoguz , 22.06.2013 18:57

Es ist unerträglich, wie ein einziger Teilnehmer durch seine Lügen, die er hier verbreitet, die seit Jahren konstruktive und für alle Beteiligte lehrreiche Atmosphäre zu vergiften versucht!

Zitat

...soll er die Presse und die Telekommunikation stärker zensieren ?


Es gibt keine Zensur im Iran. Wenn aber nach der Veröffentlichung etwas den Gesetzen widerspricht, wird der Autor bzw. der Verleger bestraft! Das ist in Deutschland nicht anders. In Deutschland wurden inzwischen hunderte Menschen verurteilt, weil sie eine abweichende Meinung zum Holocaust veröffentlicht haben! Und auch in Deutschland gibt es ein Gesetz gegen "Verunglimpfung eines Staatsorgans". Fragen sie diejenige, die mit jenem Einschüchterungselement konfrontiert wurden. Hören Sie also auf mit ihren verbrecherischen Lügen. Sie glauben, es sei Meinungsfreiheit, wenn man Lügen und Verleumdungen verbreiten kann und darf, und machen reichlich Gebrauch davon. Lügen und Verleumdungen aber, die so vielen Menshen Schaden zufügen, sind eine Straftat. Hätten sie vergleichbare Lügen und Verleumdungen gegen Israel geschrieben, hätten sie israelfreundliche Gruppen sofort angezeigt! Missbrauchen sie nicht, dass wir sie immer nachsichtig behandelt haben!

Zitat
Soll er den Leuten verbieten Musik zu hören ?


Niemand im Iran verzichtet auf Musik! In allen Sendern, im Rundfunk, im Fernsehen gibt es Musik. Es gibt ein Konzertsaal mit regelmäßigen Konzerten und zahlreiche Musikgruppen und Sänger und Liedermacher. Hören Sie auf mit der hasserfüllten Propaganda! Als Hauptverantwortlicher für dieses Forum habe ich lange - sehr lange - geschwiegen zu ihren letzten subversiven Aktivitäten in diesem Forum, weil ich stets die Hoffnung hatte, dass die sachliche und vernüftige Diskussion ALLER anderer, sie davon überzeugen könnte, auch diesen Weg zu bevorzugen, aber Sie scheinen unbelehrbar zu sein!

Zitat
Soll er riesige Summen ausgeben um irgendwo eine Armee aufzubauen und in den Krieg zuziehen ?


Iran hat KEINEN einzigen Krieg begonnen, seit es die islamsche Repbulik Iran gibt. Es sind die USA und fast alle westlichen Ländern, auf die obige Beschreibung zutrifft, nicht aber der Iran. Selbst die Propaganda des Westens, Iran hätte Elitesoldaten nach Syrien geschickt war eine Lüge! Riesige Summen für eine Armee gegeben die USA und Israel aus!

Zitat
Oder sich auf Lebenszeit zum Führer erklären (das würde ihm bestimmt gefallen)


Niemand im Iran kann sich auf Lebenszeit zu irgendetwas erklären. Die Verfassung erlaubt nur eine Indirektwahl des geistigen Oberhauptes. Das Volk erklärt andere zu ihrem Oberhaupt und das vom Volk gewählte Expertenparlament wählt ihn und kann ihn auch absetzen.

Zitat
Nur weil die Türkei ein islamisches Land ist, hat es ja nichts mit dem Iran zu tun.


Es mag Ihnen entgangen sein, aber Iran und Türkei sind Nachbarländer!

Zitat
Meiner Meinung nach wird es zeit das der gute Erdogan abgewählt wird.


Das überlassen wir den Türken. Aber ihnen werden wir nicht weiter zulassen, dass Sie Lügen in diesem Forum verbreiten. Zugegeben, Sie haben die geschickte Art, nach jeder ultimativen Warnung so lange zu warten mit der nächsten extremen Verleumdung, bis die alte Wanrung vergessen ist. Diese Mal aber fordern wir Sie auf, sich entweder in aller Öffentlichkeit für die verbreiteten Lügen im Forum zu entschuldigen oder ihre Abschiedspostig zu formulieren, denn wir werden das nicht weiter zulassen.

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RE: WEnn Sie sich nicht entschuldigen, ist Ihre Teilnahme am Forum beendet!

#9 von Fatima Özoguz , 23.06.2013 09:12

Leider sieht es so aus, als würde Erdogan auch dieses Mal Imam KHameneis Rat in den Wind schlagen.


Doha (IRIB) - Der Außenminister der Türkei, der sich in Katar aufhält, die Türkei will nach den Worten ihres Außenministers Unterstützung von syrischen Rebellen fortsetzen.
Laut dem türkischen TRT-Fernsehen nahm Davutoghlu an der Konferenz „Freunde Syriens“ in Katar teil. Er sagte: Die Unterstützung der Türkei für die Rebellen in Syriens ist offensichtlich und diese Unterstützung wird fortgesetzt


http://german.irib.ir/nachrichten/nahost...-verst%C3%A4rkt


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RE: WEnn Sie sich nicht entschuldigen, ist Ihre Teilnahme am Forum beendet!

#10 von Daros Darokakis ( gelöscht ) , 23.06.2013 20:00

Hallo Herr Özoguz,
liebe Muslimmarkt Gemeinde,

nun unsere "schwierige Beziehung" geht wohl zu ende.
Danke soweit, ich habe gerne Ihre Standpunkte gelesen und, soweit möglich, meinen Teil raus gezogen.
Leider muss ich zugeben das der Blickwinkel, oft, sehr Einseitig ist/war.
Aber ich möchte klar stellen das ich KEINE Lügen verbreite.
Ich gehöre keiner Partei an, ich laufe keinen Prediger hinterher und werde auch nicht von irgend einer Regierung unterstützt, bzw. ich unterstütze keine.
Lobhuldingungen und Beschimpfungen liegen mir auch nicht, genauso wenig wie Schwarz / Weiss sichten
Ich habe es nicht nötig zu Lügen, ich verfolge keinen Plan und ich arbeite auch nicht mit finsteren Mächten.

Lieber Herr Özoguz, sollten Sie demnächst in einem Cafe im Iran sitzen, öffentlich Jazz/Blues oder Unheilig (gefällt Ihnen soweit ich weiss) hören, vielleicht das passende Video auf Youtube verfolgen... dann entschuldige ich mich im voraus für meine Bemerkung und freue mich das ich falsch gelegen habe

zum Abschluss ein Zitat von Voltaire

"...Ich bin wahrhaftig nicht Ihrer Meinung.
Aber ich werde mich bis zuletzt dafür schlagen,
dass Sie sie vertreten können"

In dem Sinne
& Tschüß


Daros Darokakis

RE: Wenn Sie sich nicht entschuldigen, ist Ihre Teilnahme am Forum beendet!

#11 von Yavuz Özoguz , 24.06.2013 08:06

Zitat
nun unsere "schwierige Beziehung" geht wohl zu ende.
Danke soweit, ich habe gerne Ihre Standpunkte gelesen und, soweit möglich, meinen Teil raus gezogen.
Leider muss ich zugeben das der Blickwinkel, oft, sehr Einseitig ist/war.


Wessen Blickwinkel meinen Sie? Ihren oder meinen?

Zitat
Aber ich möchte klar stellen das ich KEINE Lügen verbreite.
Ich gehöre keiner Partei an, ich laufe keinen Prediger hinterher und werde auch nicht von irgend einer Regierung unterstützt, bzw. ich unterstütze keine.
Lobhuldingungen und Beschimpfungen liegen mir auch nicht, genauso wenig wie Schwarz / Weiss sichten
Ich habe es nicht nötig zu Lügen, ich verfolge keinen Plan und ich arbeite auch nicht mit finsteren Mächten.



Die allermeisten Menschen "dienen" einem System, ohne es selbst zu merken! Und dass Sie Lügen verbreiten, wurde in dem letzten Posting klar nachgewiesen, jeder kann es nachlesen!

Zitat
Lieber Herr Özoguz, sollten Sie demnächst in einem Cafe im Iran sitzen, öffentlich Jazz/Blues oder Unheilig (gefällt Ihnen soweit ich weiss) hören, vielleicht das passende Video auf Youtube verfolgen... dann entschuldige ich mich im voraus für meine Bemerkung und freue mich das ich falsch gelegen habe


Wir verstehen Ihre erneute Beleidigung als tatsächlichen Abschluss der Beziehung. Denn zuerst hatten Sie die Behauptung ganz allgemein aufgestellt, dass Musik im Iran verboten sei. Nunmehr bescrhäünken sie sich auf bestimmte Musik. Wahrscheinich ist ihnen entgangen (oder sie wissen es nicht), dass in Deutschland auch eine ganze Reihe von Liedern verboten sind! Verbotene Melodien gibt es im Iran nicht. Selbst einige Deep Purple Melodien und einige von Led Zeppelin werden selbst in staatlichen Sendern als Aufmacher gespielt. Verbotene Lieder gibt es wegen dem Inhalt, wie auch in Deutschland, wenn sie Straftaten darstellen! Chris de Burg jedenfalls hat sein Konzert im Iran sehr interessant gefunden. Unheilig wird im Iran aus sprachlichen Gründen eher nicht gespielt werden. Verboten ist es nicht!

Zitat
zum Abschluss ein Zitat von Voltaire

"...Ich bin wahrhaftig nicht Ihrer Meinung.
Aber ich werde mich bis zuletzt dafür schlagen,
dass Sie sie vertreten können"


Das hat Voltaire sinngemäß von Imam Ali (a.) übernommen. Darin geht es um "Meinungen", nicht um Lügen! Wenn Sie die Meinung vertreten, dass jedes Land der Erde auch Lieder zulassen soll/muss, die gegen die eigene Verfassung verstoßen, dann hätten sie das hier äußern können und sie wären sofot in die Nazi-Ecke Deutschlands geraten, da viele Nazi-Lieder verboten sind. Sie haben aber nicht eine solche Meinung geäußert, sondern die Tatsachenbehauptung aufgestellt (wenn auch in Form einer Frage verkleidet), dass im Iran Musik verboten sei. Das war und ist eine Lüge. Und wenn Sie nicht in der Lage sind, sich für die eigenen Lügen zu entschuldigen, dann kann jeder Leser selbst entscheiden, wessen Sicht "einseitig" ist.

Wir haben Ihnen in aller Klarheit offen gelegt, dass Sie Unwahrheiten verbreiten. Wir haben Ihnen die Chance gegeben, sich für die Unwahrheit zu entschudligen. Wir haben trotz verbreiteter Lügen Meinungsfreiheit gewährleistet! Ihre Lügenmail ist bis heute nicht gelöscht. Sie haben die Chance nicht wahrgenommen und bestehen auf der Unwahrheit, die Sie verbreitet haben. Jeder kann es selbst nachlesen. Sind Sie auch der Meinung, dass man klare Unwahrheiten unbegrenzt zulassen soll und den Lügenverbreiter - trotz klarem Hinweis zur Korrektur - weiter seine Lügen verbreiten lassen darf gegen ein ganzes Volk, obwohl dieser darauf besteht, seine Lügen als "Meinungsfreiheit" zu verkaufen? Nein, solch eine Toleranz gibt es in keinem gerechten System dieser Erde. Sollten Sie auf dieses Posting (aber nur auf dieses Posting) noch antworten wollen, so haben Sie noch die Möglichkeit dazu. Ansonsten endet Ihre Teilnahme in wenigen Tagen. Selbstverständlich können sich auch andere dazu äußern.

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RE: Wenn Sie sich nicht entschuldigen, ist Ihre Teilnahme am Forum beendet!

#12 von Albert von Bieren , 24.06.2013 09:57

Salam,
so ist das leider.In Deutschland existiert leider keine wirkliche Meinungsfreiheit.Bestimmte Dinge sind absolut tabu.Manche geschitliche Dinge auch nur anzuzweifeln gilt als Todsünde.
Mit Musik ist es ebenso.Nationalisten werden in Deutschland massiv verfolgt und viele sitzen im Gefängnis.Das ist definitiv keine Meinungsfreiheit.
Ich bin nun sicherlich kein Nazionalsozialist und halte auch von der Rassenlehre des Nationalsozialismus nichts bloss so so kann man sich als Deutschland nicht hinstellen und sagen wir sind das Paradeland für Menschenrechte wenn gleichzeitig Menschen entgegen des Völkerechts wegen ihrer politischen Überzeugung im Gefängnis sitzen.Andererseits befinden sich Hassprediger wie Abu Nagie in Freiheit.
Habe ein Video gesehen wo er vor einer Schar Kinder sagt das Christen und Juden in die Hölle kommen.Und das in einem derzeit noch mehrheitlich christlichen Land.Was würde wohl in Sadi-Arabien passieren würde ich dort vor laufender Kamera sagen würde Moslems kommen in die Hölle.
Unser deutscher Staat misst mit zweierlei Mass.Der hassprediger ABU Nagie darf ungestraft Kinder mit seien christenfeindlichen Lehren manipolieren.Warum frage ich mich?Gab es da für bestimmte Leute Geld aus Saudi Arabien?Gleichzeitig wandern Leute für blosses Anzweifeln von Zahlen ins Gefängnis.

Albert von Bieren  
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Registriert am: 04.01.2012


RE: Wenn Sie sich nicht entschuldigen, ist Ihre Teilnahme am Forum beendet!

#13 von Fatima Özoguz , 24.06.2013 14:06

DAs finde ich jetzt nicht so schlimm. Uns hat der Pastor im Konfirmandenunterricht auch noch gepredigt, dass jeden die ewige Verdammnis erwarte, der nicht an das Sühneopfer Christi glaubt, und keiner nannte ihn Hassprediger, es war halt seine Überzeugung, na und? Allerdings gab es damals noch kein youtube.


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RE: Die Türkei ist muslimisch – ob es dem Westen passt oder nicht!

#14 von Mustafa Akbar , 24.06.2013 15:20

Hallo Herr Darokakis,

Aber Ratschläge aus dem Iran ?

Woher denn sonst...? Obama, Cameron oder Hollande wären sicherlich nicht geeignet. Allein aber nicht nur, aus Eigeninteresse ist der Iran bestrebt, Esklation zu vermeiden.

Soll er riesige Summen ausgeben um irgendwo eine Armee aufzubauen und in den Krieg zuziehen ?

Iran muss über eine starke Armee verfügen, ansonsten sind sie eine leichte Beute für den verlogenen Westen.

Oder sich auf Lebenszeit zum Führer erklären (das würde ihm bestimmt gefallen)

Die "Führer" werden ja alle 4 Jahre gewählt. Wenn Ihre Anspielung auf Ayatolla Khamenei abzielt, dann gibt es keinen besseren! Gerade in der schwierigen Zeit, in der sich der Iran befindet, ist er der Fels in der Brandung.

Nur weil die Türkei ein islamisches Land ist, hat es ja nichts mit dem Iran zu tun.
... und ob! Nachbarschaft, Religion und gewisse kulturelle und traditionelle Gemeinsamkeiten sind nicht von der Hand zu weisen. Abgesehen davon leben in Iran viele mit türkischen Wurzeln.


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Scheiden sich an Erdogan jetzt auch die Geister bei deutschen Muslimen?

#15 von Fatima Özoguz , 26.06.2013 11:43

Wie soll ich zu den Vorgängen in der Türkei stehen?

In letzter Zeit wird über die Proteste am Taksim-Platz in Istanbul überall heiß diskutiert. Westliche, vor allem deutsche Medien beschimpfen Erdogan als Diktator und bejubeln die Proteste der Kemalisten. Bzw. sie tun so, als wären allein Kemalisten unter den Protestierenden. Es wird so getan, als hätte Erdogans angebliche „Islamisierungspolitik“ diese Proteste ausgelöst von säkular eingestellten Bürgern. Aber das greift zu kurz. Es geht wohl auch um Erdogans Syrienpolitik, wegen der er ja, wie der Eingangsartikel schon sagt, kürzlich Imam Khamenei um Rat ersuchte. Völlig unerwähnt bleibt dass es auch viele praktizierende Muslime unter den Protestanten gab.

Dann sind da die umkritischen Befürworter Erdogans, meist Türken, aber nicht nur. Sie kritisieren – zu Recht! - die bösartige, einseitige Propaganda in den Medien, erheben ihn zum Helden und sehen einfach seine Schwächen nicht, vor allem was die Syrienpolitik angeht.
Auf der anderen Seite gibt es noch Muslime, meistens keine Türken, die Erdogan wiederum rundheraus verteufeln.
Beides halte ich für unangebracht. Natürlich müssen wir protestieren gegen die verhetzende Berichterstattung in den Medien, die ganz offensichtlich aus der Enttäuschung resultiert, dass die Türkei sich nicht „westernisieren“ lässt. Merkwürdigerweise sind das meist die gleichen, die eine zunehmende Islamisierung Deutschlands festzustellen glauben.
Aber deswegen müssen deutsche Muslime nicht unbedingt für Erdogan Partei ergreifen, schon gar nicht mit der türkischen Flagge. Ich finde mich da in einer sehr schwierigen Zwischenposition, die überall aneckt.

Wa salam


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zuletzt bearbeitet 26.06.2013 | Top

   

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